"Tag der Bundeswehr" in Pfullendorf: Besucher auf einem Panzer (Foto: SWR)

Nach Skandalen in der Staufer-Kaserne "Tag der Bundeswehr" in Pfullendorf: Soldaten suchen den Dialog

Nach einigen Skandalen haben Soldaten der Staufer-Kaserne in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) am Samstag den Dialog gesucht. Die Elite-Ausbildungsstätte war für Interessierte geöffnet - Protest blieb nicht aus.

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Die Staufer-Kaserne Pfullendorf, in der in den vergangenen Jahren mehrmals Missbrauchsvorwürfe aufgekommen waren, hatte zum ersten Mal am "Tag der Bundeswehr" ihre Tore für die Öffentlichkeit geöffnet. So wollte man den Besuchern die Möglichkeit geben, direkt mit Soldatinnen und Soldaten ins Gespräch zu kommen.

Tausende Besucher haben das Angebot laut Bundeswehr genutzt. "Wir haben bisher 10.500 Menschen gezählt", sagte ein Sprecher am Nachmittag. Auf dem Programm standen in Pfullendorf unter anderem Vorführungen von Spezialkräften: Geiselbefreiungen, Fallschirmsprünge und Sprengungen.

Protest: "Kein Werben fürs Sterben"

Rote Farbe auf dem Gelände der Staufer-Kaserne in Pfullingen - Eine Protestaktion von Demonstranten (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Thomas Warnack/dpa)
Demonstranten zeigten ihren Protest gegen die Bundeswehr mit roter Farbe und kleinen Zettelchen, auf denen beispielsweise "Kein Werben fürs Sterben" stand. picture alliance/Thomas Warnack/dpa

Unter die Gäste hätten sich auch einige Demonstranten gemischt, die in der Kaserne Farbbeutel gegen Militärfahrzeuge warfen. Auf kleinen Zetteln in Farb-Pfützen war beispielsweise zu lesen: "Kein Werben fürs Sterben". Zudem rollten sie Banner aus. Die Polizei bezifferte die Zahl der Demonstranten auf 26. Die Bundeswehr habe sie vom Gelände verwiesen, ihnen Hausverbot erteilt. Verletzte habe es nicht gegeben.

Am "Tag der Bundeswehr" beteiligten sich am Samstag deutschlandweit 14 Standorte. Ziel des Militärs war es, sich als attraktiver Arbeitgeber für Soldaten und Zivilbeschäftigte vorzustellen.

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