Maurer arbeiten am Rohbau von Reihenhäusern in einer Neubausiedlung. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Armin Weigel)

Nach Schadensersatzangeboten Streit um Bauplätze in Biberach geht weiter

Wegen Baumängeln an ihren Häusern sind Bauherren in Biberach seit Monaten im Streit mit der Stadt. Jetzt liegen zwar Schadensersatzangebote vor - die aber nicht alle Hausbesitzer annehmen.

Zwei von sechs Bauherren lehnen nach SWR Informationen das Angebot der Stadt ab. Diese hatte den Familien 100.000 Euro Ausgleich für Mängel an ihren Häusern geboten. Die Familien sagen, die Stadt habe Fehler bei der Vertragsgestaltung gemacht. Auch die Haftpflichtversicherung der Stadt Biberach stellte Vertragsfehler fest.

Niemand bekommt Geld

Während vier Familien mit der Schadensersatzsumme zufrieden sind, lehnen zwei das Angebot ab. Weil die Versicherung das Geld aber nur auszahlt, wenn alle einverstanden sind, bekommt keiner etwas. Stadt und Bauherren werden deswegen weiterverhandeln.

Hintergründe des Streits

Die Misere entstand, weil der von den Familien gemeinsam beauftragte Bauträger pleite ging. Die Stadt hatte das Unternehmen ausgesucht und ihn den Familien vorgeschrieben. Damit sollten sie auf städtischen Grundstücken günstig bauen können. Anfang des Monats beschäftigte sich der Petitionsausschuss des Landtags mit dem Fall.

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