Feuerwehrmann spriztt Wasser mit einem Schlauch in die Luft. Im Hintergrund brennt das Funkenfeuer in Lustenau. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Heftiger Funkenflug Probleme mit Weltrekordfunken in Lustenau

Beim Abrennen des höchsten Funkenturms der Welt in Lustenau in Vorarlberg ist es am Samstagabend kurzzeitig zu Problemen gekommen. Laut Polizei flogen Glutstücke teilweise 300 Meter weit durch die Luft.

Funken flogen durch die Luft und beschädigten Zelte, Sonnenschirme und zwei Autos. Einige der 10.000 Zuschauer des Lustenauer Funkens mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr Lustenau benetzte Gebäude in der Nähe vorsorglich mit Wasser und löschte kleinere Brände. "Zuerst war es eine recht hektische Situation", doch der Funkenflug habe rasch wieder aufgehört, sagte eine Polizeisprecherin.

Lustenau stellt Weltekord auf

Mit dem mehr als 60 Meter hohen Funkenturm, der selbst den örtlichen Kirchturm überragte, hat die Funkenzunft "Hofstalder" in Lustenau einen Weltrekord aufgestellt. Der bisherige Weltrekord eines Funkenfeuers lag bei mehr als 47 Metern, aufgestellt bei einem Johannisfest im Sommer 2016 in Norwegen.

Kritik von Klimaschützern an Funken-Brauchtum

Das Vorhaben hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Klimaschützer kritisierten, dass wertvolle Rohstoffe dafür verschwendet würden. Bei dem Funkenfeuer in Lustenau wurden etwa hundert Tonnen Holz verbrannt. Nach Angaben des Bundeslandes werden jährlich in Vorarlberg zu Beginn der Fastenzeit rund 220 Türme entzündet, die als "Funken" bekannt sind.

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