Ein historischer Grenzstein aus dem 16. Jahundert. Er gehörte zum Bruderhof. (Foto: Pressestelle, Landratsamt Konstanz)

Kulturdenkmal aus dem 16. Jahrhundert Über 400 Jahre alter Grenzstein in Singen gestohlen

In Singen ist ein historischer Grenzstein aus dem 16. Jahrhundert gestohlen worden. Der Stein ist ein Kulturdenkmal. Das Landratsamt Konstanz hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Der Grenzstein verschwand kurz vor Ostern aus einem Wald zwischen Singen und Friedingen im Landkreis Konstanz. Weil er bisher noch wieder auftauchte, sind die Behörden am Freitag an die Öffentlichkeit gegangen. Die Polzei und das Landratsamt hoffen, dass Zeugen den Stein nach seinem Verschwinden irgendwo gesehen haben. Er ist etwa 1,40 Meter hoch und rund 100 Kilogramm schwer. Er ist der letzte gut erhaltene von insgesamt 70 Grenzsteinen, die vor über 400 Jahren gesetzt wurden.

Ein historischer Grenzstein aus dem 16. Jahundert. Er gehörte zum Bruderhof. (Foto: Pressestelle, Landratsamt Konstanz)
Zu sehen ist das Radolfzeller Wappen und die Jahreszahl 1581. Pressestelle Landratsamt Konstanz

Stein gehörte zum Bruderhof

Der Bruderhof war ein landwirtschaftlicher Gutsbetrieb, der die Festung Hohentwiel mit Lebensmitteln versorgte. Der Hof war somit ein zu Württemberg gehörendes Sonderterritorium. Dementsprechend ist auf dem gestohlenen Grenzstein auf einer Seite auch das württembergische Hoheitszeichen - ein Hirschhorn - zu sehen. Auf der anderen das Radolfzeller Wappen. Es dient als Zeichen des badischen Besitzes. Bis heute ist er ein amtlicher Grenzstein.

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