Ein Beamte der Bundespolizei steht nem einem Grenzschild von Deutschland (Foto: Pressestelle, Bundespolizei)

Nach Erlass des Bundesinnenministers Bundespolizei verstärkt Grenzkontrollen in Baden-Württemberg

Die Bundespolizei kontrolliert verstärkt die deutschen Binnengrenzen. Das betrifft auch die baden-württembergischen Grenzen zur Schweiz zwischen Konstanz und Weil am Rhein und die Grenze zu Frankreich.

Anlass ist ein Erlass von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Verstärkt würden Kontrollen und Fahndungsmaßnahmen an den Binnengrenzen innerhalb des Schengener Abkommens. Bisher kontrollierte die Bundespolizei vor allem auf Bahnhöfen, Flughäfen und Autobahnen bis 30 Kilometer hinter der Grenze.

Keine Grenzkontrollen im herkömmlichen Sinn

An der Grenze zur Schweiz ist die Polizei zwischen Konstanz und Weil am Rhein (Kreis Lörrach) im Einsatz. An der Grenze zu Frankreich finden Kontrollen unter anderem in Kehl (Ortenaukreis) und Iffezheim (Kreis Rastatt) statt. Dabei handele es sich nicht um Grenzkontrollen im herkömmlichen Sinn, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Konstanz dem SWR. Nach dem Erlass des Bundesinnenministers sollen Menschen mit Wiedereinreisesperre zurückgewiesen oder - wenn sie schon eingereist sind - in Haft genommen werden.

Bereits am Donnerstagabend waren am Grenzübergang Weil am Rhein 15 Bundespolizisten im Einsatz. Sie kontrollierten mehrere Stunden lang Ausweise und Führerscheine.

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