ICARUS-Tierbewegungen aus dem All (Foto: SWR)

Tierbeobachtung aus dem All Technische Probleme bei Konstanzer Weltraum-Projekt "Icarus"

Beim Start des Tierbeobachtungssystems "Icarus" hat es Schwierigkeiten gegeben. Die Belüftung des Computers auf der Raumstation ISS hat nicht richtig funktioniert. Die Testphase läuft trotzdem.

Vieles habe geklappt, aber noch nicht alles, so der Projektleiter, Michael Wikelski, vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz im SWR. Der Computer auf der ISS sei angelaufen, allerdings habe die Belüftung des Geräts nicht richtig funktioniert. Bis das Problem behoben ist, wurde der Computer wieder abgeschaltet.

"Die Testphase hat begonnen. "

Michael Wikelski, Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz

Wie wandern Tiere?

Wissenschaftler wollen mit dem Beobachtungssystem mehr über das Leben der Tiere auf der Erde herausfinden, so das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Es gehe unter anderem darum herauszufinden, auf welchen Routen die Tiere wandern, unter welchen Bedingungen sie leben und wie sie am besten geschützt werden können. Warum es für den Menschen wichtig ist zu erfahren, wann und wohin Tiere wandern, erklärt der Konstanzer Biologe und Leiter des Projekts im Video.

Signale aus dem All

Auf der Internationalen Raumstation ISS wurde eine Antenne installiert, die künftig die Daten von Zehntausenden von Tieren empfangen soll. Sie sind mit Sendern ausgestattet, die nun scharf geschaltet werden. Zunächst wird ein Testsignal an die "Icarus"-Antenne an der ISS geschickt. Nach Abschluss aller Tests soll Icarus voraussichtlich im Herbst oder Winter 2019 für Wissenschaftler voll zur Verfügung stehen. An "Icarus" (International Cooperation for Animal Research Using Space) ist auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos beteiligt.

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