Hacker am PC (Symbolbild) (Foto: SWR, SWR -)

Kluger Nachwuchs Azubi aus Ravensburg entdeckt schwere IT-Sicherheitslücke

Ein Fachinformatik-Azubi der Stiftung Liebenau aus Ravensburg hat bei einem Chip des Herstellers Intel ein gravierendes Sicherheitsproblem entdeckt. Dafür gab's mehr als nur Lob.

Der 22-jährige Azubi Leon Nilges stieß bei seinen Tüfteleien auf einen sogenannten Treiber, der einem möglichen Angreifer ermöglicht hätte, auf den Computer zuzugreifen. Das meldete der Ausbildungsbetrieb, die Stiftung Liebenau. "Hätte ein Hacker die undichte Stelle entdeckt, hätte er damit quasi alles machen können", erklärt Nilges. Er macht zurzeit eine Ausbildung zum Fachinformatiker beim Ravensburger Berufsbildungswerk Adolf Aich der Stiftung Liebenau.

Der 22-jährige Fachinformatik-Auszubildende Leon Nilges sitzt vor seinem Computer (Foto: Pressestelle, Stiftung Liebenau)
Der 22-jährige Fachinformatik-Auszubildende Leon Nilges Pressestelle Stiftung Liebenau

Intel bedankt sich für die Meldung

Leon Nilges fand die undichte Stelle bei der Analyse des Treibers. Er erkannte die Gefahr, die von der Sicherheitslücke ausging, sofort und meldete den Fehler an die Firma Intel. Der Chiphersteller reagierte schnell und hat die undichte Stelle mithilfe eines Sicherheitsupdates inzwischen behoben. Für seine Hilfe dabei bekam der Berufsschüler eine Vergütung, meldet die Nachrichtenagentur Epd. Das Geld wolle der Schüler für seinen Führerschein ausgeben, außerdem habe er sich einen neuen Computer kaufen können, meldet die Agentur.

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