Silvesterfeuerwerk am Bodensee (Foto: SWR)

Jahreswechsel am Bodensee Großes Feuerwerk in Langenargen

Das Silvesterfeuerwerk am Bodensee kann erstmals nicht vor Friedrichshafen stattfinden. Aus ganz bestimmten Gründen fiel die Wahl stattdessen auf Langenargen.

Das Kiesschiff, auf dem das Feuerwerk bisher vor Friedrichshafen abgefeuert wurde, steht den Bodensee-Schifffahrtsbetrieben in diesem Jahr nicht zu Verfügung. Das erklärt ein Sprecher des Unternehmens, das das Feuerwerk veranstaltet. Deshalb musste für das Feuerwerk ein neuer Ort gefunden werden. Langenargen hat den längsten Anlegesteg am deutschen Bodenseeufer, so der zuständige Pyrotechniker Philip Frey gegenüber dem SWR. Deshalb fiel die Wahl auf die Seegemeinde. Für ein Feuerwerk dieser Größenordnung müsse ein gewisser Sicherheitsabstand zum Publikum auf den Schiffen und am Ufer eingehalten werden.

Feuerwerk um Mitternacht in Langenargen

Kurz bevor es um Punkt Mitternacht losgeht, ist die Anspannung bei Pyrotechniker Philip Frey aus Langenargen hoch. Die letzten fünf Minuten vor 12 Uhr seien die Schlimmsten. Die Vorbereitungen dafür ziehen sich bereits monatelang hin. Am Computer hat er das zehn- bis fünfzehnminütige Feuerwerk bereits programmiert. Erst zum Schluss wird die Zündanlage gebaut. Wenn das Feuerwerk dann einmal läuft, behält er die ganze Zeit über den Computerbildschirm im Auge. Das Feuerwerk selbst sieht er meistens erst hinterher als Video.

Ganz anders der Kapitän der Bodensee-Schifffahrtsbetriebe Reiner Blumenstein. Der stellt sich mit seinem Schiff neben 14 weiteren vor Langenargen in einer Reihe auf und bietet damit seinen Gästen auf dem Silvesterschiff die beste Sicht auf das Feuerwerk. Ein einmaliges Erlebnis sei es, wenn ringsum alles dunkel ist und ringsum die Feuerwerksraketen leuchten.

Anlegesteg in Langenargen gesperrt

Für das Feuerwerk werden aus Sicherheitsgründen der Anlegesteg in Langenargen und Teile der Uferpromenade abgesperrt, erklärt der Pyrotechniker. Es bleibe genug Platz für Besucher, um das Feuerwerk von der Promenade aus zu betrachten. Wind und Wetter machen Philip Frey übrigens wenig zu schaffen. Auch bei Regen oder Schnee könne er das Feuerwerk zünden. Nur bei starkem Sturm müsse das Spektakel unter Umständen abgesagt werden.

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