Deshalb ist die Arbeit im "Untergrund" so interessant Im Gespräch: Archäologe Urs Leuzinger

Knochensplitter, Keramikscherben und verwitterte Holzpfähle faszinieren Urs Leuzinger nur, wenn sie Jahrtausende alt sind. Für den Thurgauer Archäologen ist die Bodenseeregion ein spannendes Forschungsgebiet.

Seit 1993 ist Urs Leuzinger als Archäologe im Kanton Thurgau unterwegs. Liebevoll nennt er die Ausgrabungsstätten seine "Sandkästen". Der Thurgau sei reich an Fundstellen sagt der Archäologe, der auch das Museum für Archäologie in Frauenfeld leitet.

Baugruben legen prähistorische Funde frei

Oft seien es Baustellen, zu denen er und seine Mitarbeiter gerufen werden. Sie vermessen, bezeichnen und fotografieren alle Funde und versuchen daraus die Vergangenheit zu rekonstruieren. Warum er annimmt, dass gerade die Bodenseeregion für die Geschichte Europas besonders aufschlussreich ist, erzählt er im Gespräch mit Tina Löschner.

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Urs Leuzinger war an vielen Grabungen beteiligt, die weltweit Aufsehen erregt haben. Gleich zu Beginn seiner beruflichen Arbeit hat er aber den wohl wichtigsten Fund gemacht. Warum er diesen Fund als Pompeji der Ostschweiz bezeichnet, warum man den inzwischen von der Unesco als Welterbe geschützten Ort nicht besichtigen kann und welche Rolle dabei "Ziegenböllili" spielen, erklärt der Archäologe im zweiten Teil des Gesprächs.

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Für den 53-Jährigen sind besonders die kleinen Fundstücke spannend. Daraus könne man ablesen, wie die Menschen damals gelebt haben, welche Sorgen sie hatten und wie kenntnisreich und intelligent sie sich beholfen haben. Warum Urs Leuzinger trotzdem lieber in der heutigen Zeit leben möchte, erzählt er im dritten Teil des Gesprächs mit Tina Löschner.

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