Ein Hubschrauber fliegt über Oberleitungen von Strommasten (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance / Symbolbild)

Elektrifizierung der Zugstrecke München-Lindau Hubschrauber bringt Strommasten für Streckenausbau bei Kißlegg

Mit einem Hubschrauber sind 95 Strommasten nach Kißlegg gebracht und eingesetzt worden. Damit wurde der Ausbau der Schienenstrecke von München nach Lindau fortgesetzt.

Dauer

Per Hubschrauber sei der Zugang zu den Gleisen einfacher als mit Zug und Kran, so eine Sprecherin der Deutschen Bahn gegenüber dem SWR. Mit Hilfe des Hubschraubers wurden die Strommasten in den Boden neben den Gleisen eingesetzt. Vor etwa einer Woche wurden per Hubschrauber bereits etwa 70 Masten bei Leutkirch in nur fünf Stunden in Stahlrohre im Erdreich gesteckt.

Züge zwischen München und Lindau sollen schneller werden

Ab Ende kommenden Jahres sollen zwischen München und Lindau alle Züge elektrisch rollen. Auf 150 Kilometern Strecke müssen dafür Oberleitungen gebaut werden. Durch die Elektrifizierung und den Ausbau soll sich die Reisezeit verkürzen. Die Züge sollen dann eine Geschwindigkeit von bis zu 160 Stundenkilometer erreichen. Ziel ist es laut Deutscher Bahn, dass die Fahrtzeit von Lindau nach München weniger als zwei Stunden dauert, eine Stunde weniger als bisher. Für die Fahrt von München nach Zürich werde man dann weniger als dreieinhalb Stunden brauchen.

Neuer Bahnhof in Lindau

Bis Ende 2020 entsteht im Lindauer Stadtteil Reutin außerdem ein neuer Bahnhof. Dort sollen dann auch die Fernzüge zwischen München und Zürich halten - ohne Fahrtrichtungswechsel, wie er am jetzigen Kopfbahnhof auf der Lindauer Insel nötig ist. Der Insel-Bahnhof bleibt erhalten.

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