Bundskanzlerin Angela Merkel spricht bei der 11. Nationalen Maritimen Konferenz im Mai 2019 in Friedrichshafen am Bodensee (Foto: SWR, Rebecca Lüer)

Hoher Besuch am Bodensee Abschluss der "Nationalen Maritimen Konferenz"

In Friedrichshafen ist am Donnerstag die "Nationale Maritime Konferenz" zu Ende gegangen. Ein Ergebnis: Die Schifffahrtsbranche muss umweltfreundlicher werden.

Als Alternative für Diesel und Schweröl sieht der "Maritime Koordinator" der Bundesregierung, Norbert Brackmann, zunächst flüssiges Erdgas: Ein Schiffstreibstoff, der keinen Feinstaub, keinen Schwefel und 20 Prozent weniger CO2 ausstoße. Auch synthetische Kraftstoffe seien eine Lösung, deren Entwicklung die Bundesregierung mit 19 Millionen Euro fördere.

Maritime Energiewende

Es müssten aber noch umweltfreundlichere Technologien folgen. Sie würden bereits in Süddeutschland entwickelt, wo viele Zulieferer der Schifffahrtbranche beheimatet seien, so auch in Friedrichshafen. Dazu zählen die Firmen ZF Friedrichshafen und Rolls Royce Power Systems / MTU. Um die Bedeutung der Zulieferindustrie zu unterstreichen, fand die Konferenz erstmals am Bodensee statt.

Die elfte Nationale Maritime Konferenz in Friedrichshafen am Bodensee im Graf-Zeppelin-Haus (GZH) (Foto: SWR, Elli Thouet)
Die "Internationale Maritime Konferenz" fand zum elften Mal statt. Es ist eine Veranstaltungsreihe des Bundeswirtschaftsministeriums. Elli Thouet

Für umweltfreundlichere Technologien brauche es allerdings auch standardisierte europäische Häfen und dafür einen europäischen "Maritimen Koordinator", so Brackmann. Europa müsse mit einer Stimme sprechen - für die Umwelt und gegen eine aggressive Marktstrategie aus China.

Plattform für Unternehmen vom Bodensee

Der Landrat des Bodenseekreises, Lothar Wölfle, bezeichnete die in Friedrichshafen veranstaltete Konferenz als großen Pluspunkt für die Region. Unternehmen aus der Region haben sich gut präsentieren können.

"Die Bodenseeregion ist nicht nur eine Tourismusregion, sondern vor allem eine Wirtschaftsregion. Und die Nationale Maritime Konferenz hat uns die Chance gegeben, das mal wirklich ganz Deutschland auch zu zeigen."

Lothar Wölfle, Landrat Bodenseekreis

Insgesamt gebe es allein im Bodenseekreis über 100 Firmen, die etwas mit maritimer Wirtschaft zu tun haben. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte in ihrer Rede auf der Konferenz die Bedeutung der maritimen Wirtschaft in Deutschland.

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