Jürgen Ritter von der WaPo Friedrichshafen (Foto: SWR, Eichenhofer)

Was tun wenn man kentert? Gekenterte Kajakfahrer sorgen für Großeinsatz

Zwei Kajakfahrer sind auf dem Hochrhein bei Diessenhofen gekentert und retteten sich danach selbst. Weil Zeugen den Unfall gemeldet hatten, wurde dennoch eine Suchaktion der Polizei ausgelöst. Die Wasserschutzpolizei Friedrichshafen hat Tipps, wie man sich in einem solchen Fall verhält.

Zeugen hatten am Dienstag beobachtet, wie das Kajak auf dem Hochrhein mit einem Schifffahrtszeichen kollidiert. Sie berichteten der Polizei, es seien zwei Menschen ins Wasser gefallen. Nachdem die Polizei rund eine Stunde nach den beiden gesucht hatte, stellte sich heraus, dass sie unverletzt wieder ins Kajak gestiegen und weitergefahren waren, ohne sich bei der Polizei zu melden.

Wasserschutzpolizei erhält viele Meldungen

Mit solchen Fällen hat Jürgen Ritter von der Wasserschutzpolizei Friedrichshafen immer wieder zu tun. Wenn die Polizei ein herrenloses Segelboot oder Surfbrett findet, versuchen die Beamten den Fall zu klären. Beispielsweise würden über das Kennzeichen die Besitzer ausfindig gemacht. Je nach dem kann dann eine größer angelegte Suchaktion mit Hubschrauber und DLRG ausgelöst werden.

"Heutzutage besitzt fast jeder ein Handy oder Smartphone. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man die Polizei verständigt, wenn man einen Unfall sieht. Das bekommt der Verunfallte beispielsweise gar nicht mit."

Jürgen Ritter, Wasserschutzpolizei Friedrichshafen

Nach Unfall sollte man sich bei der Polizei melden

Die Wasserschutzpolizei rät deshalb dazu, nach einem Unfall auf dem Wasser die Polizei zu verständigen - auch wenn man sich selbst retten konnte. So könnten unnötige Suchaktionen verhindert werden. Und auch für die Wassersportler ist der Anruf ratsam. Denn es kann sein, dass sie für die Kosten, die bei der Suchaktion entstanden sind, aufkommen müssen.

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