ZF (Foto: SWR)

Cyber-Sicherheit und Künstliche Intelligenz ZF gründet Technologiezentrum

ZF Friedrichshafen investiert in Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz. In Saarbrücken ist dazu ein Technologiezentrum gegründet worden. IT-Experten vom Bodensee sind auch beteiligt.

Autonomes Fahren, Elektromobilität, Systeme für Diesel- oder Benzineinsparung: Für all diese Technologien sind leistungsfähige Computer in Fahrzeugen notwendig. In dem neuen ZF-Technologiezentrum in Saarbrücken sollen diese Systeme entwickelt und vor allem gesichert werden. Die Experten sollen sie so konzipieren, dass sie vor Hackerangriffen geschützt sind. Hackerangriffe auf digitale Systeme seien eine Gefahr, so Dirk Walliser, Leiter der zentralen Forschung und Entwicklung bei ZF. Deshalb habe sich ZF entschieden, in Cybersicherheit zu investieren.

In dem neuen ZF-Technologiezentrum in Saarbrücken sollen 100 IT-Experten eingestellt werden. Sie werden eng mit den IT-Fachleuten im Forschungs- und Entwicklungszentrum Friedrichshafen zusammenarbeiten.

Fachkräftemangel in Friedrichshafen

Man habe sich für Saarbrücken als Standort entschieden, da dort eine gute Infrastruktur für IT-Fachleute und Wissenschaftler bestehe. Das Saarland plane etwa, in der Schulbildung mehr auf Informatik zu setzen, so Dirk Walliser. Das locke die Experten an. Das neue Technologiezentrum befindet sich nicht auf dem ZF-Werksgelände in Saarbrücken, sondern auf dem Campus der dortigen Universität, mit der ZF zusammenarbeitet.

Der neue E-Transporter folgt autonom einem Auto (Foto: Pressestelle, Felix Kästle)
Der "e.Go Mover" von ZF Friedrichshafen ist ein autonom fahrender Bus. Pressestelle Felix Kästle

Forschung an Autonomem Fahren

Die Fachleute im Technologiezentrum sollen sich neben der Cybersicherheit vor allem um das Autonome Fahren kümmern. Sie sollen Radare, Kameras und Sensoren der selbstfahrenden Autos noch besser machen. Sie funktionieren mit Methoden der Künstlichen Intelligenz und sorgen dafür, dass das Auto beispielsweise selbstständig bremst oder ausweicht.

Damit könnten Unfälle im Straßenverkehr, die auf menschliches Versagen zurückgehen, verhindert werden, meint Dirk Walliser. 80 Prozent der Unfälle geschehen, weil der Mensch Fehler macht.

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