Eine Berufsfischerin hält auf dem Bodensee ein Felchen in der Hand. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Felix Kästle/dpa)

Dramatischer Rückgang der Fangerträge Bodensee-Berufsfischer fangen so wenige Felchen wie noch nie

Die Berufsfischer am Bodensee verzeichnen dramatische Rückgänge der Fangerträge. Besondere Sorgen bereitet ihnen das Felchen. Der beliebte Speisefisch ging so selten ins Netz wie nie.

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18:00 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Die Bodenseefischer haben vergangenes Jahr 127 Tonnen Felchen gefangen, so wenig wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Das hieß es am Samstag in Friedrichshafen bei der Jahrestagung des Internationalen Bodensee-Fischereiverbandes (IBF). Mit knapp über 260 Tonnen Gesamtertrag aller Speisefischarten verzeichnen die Berufsfischer das zweitschlechteste Ergebnis seit 1936.

Bodensee zu sauber für die Fische

Die Ursachen dafür sind laut IBF bekannt: Nie war der Bodensee so sauber wie heute, was für die Fische einen akuten Nährstoffmangel bedeutet. Hinzu komme der große Appetit der Kormorane. Man werde daher weiterhin verantwortliche Politiker dazu auffordern, die eigentlich geschützten Kormorane zum Teil zum Abschuss freizugeben.

Berufsfischer geben auf

Weiter wurde auf der Jahrestagung bekannt, dass immer mehr Berufsfischer wegen der schlechten Fangerträge ihren Job aufgeben. Gab es 2018 rund um den Bodensee noch 79 sogenannte Hochsee-Patente für Berufsfischer, sank die Zahl nun auf unter 70.

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