Pfahlbaureste unter Wasser (Foto: SWR)

Forschungsprojekt der Uni Konstanz Wie der Mensch den Bodensee zerstört

Wie verändert der Mensch die Uferzonen des Bodensees und anderer Voralpenseen? Das hat ein Forscherteam der Uni Konstanz drei Jahre lang herauszufinden versucht. Der Bund gab dafür viel Geld.

Mit 1,2 Millionen Euro unterstützte das Bundesministerium für Bildung seit 2015 das Forschungsprojekt "HyMoBioStrategie". Am Mittwoch wurden die Ergebnisse im Kloster Hegne in Allensbach präsentiert.

Den Forschern zufolge sind die Auswirkungen des Menschen auf die Uferzonen von Seen massiv. So strapazierten die Wellen der Katamaran-Schnellfähren auf dem Bodensee die Uferbereiche stärker als bisher gedacht. In Unteruhldingen habe die Form des Hafens die Wasserströmung so sehr verändert, dass die prähistorischen Pfahlbauten immer weiter freigelegt würden und verwitterten.

Mit dem Hydrocrawler wurden Veränderungen gemessen (Foto: Fraunhofer IBMT)
Mit einem Hydrocrawler untersuchten die Forscher die Veränderungen am Seegrund Fraunhofer IBMT

Festgestellt haben die Forscher das unter anderem mit Hilfe einer schwimmenden Messstation, dem Hydrocrawler, der den Seegrund und seine Veränderungen flächendeckend erfasst hat. Die Forscher legten ein 80-seitiges Papier mit Verbesserungsvorschlägen vor. Darin finden sich unter anderem Ankerverbote, veränderte An- und Ablegemanöver von Schiffen und die Einrichtung weiterer Schutzzonen.

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