Bischof Gebhard Fürst (Foto: picture-alliance / dpa, Christoph Schmidt)

Diözese Rottenburg-Stuttgart Bischof erschüttert von Missbrauchsstudie

Eine Studie berichtet über den tausendfachen sexuellen Missbrauch durch katholische Geistliche. Bischof Gebhard Fürst von der Diözese Rottenburg-Stuttgart zeigt sich erschüttert.

Zwischen 1946 und 2014 sollen in Deutschland Minderjährige rund 3.700 Mal durch katholische Geistliche sexuell misshandelt worden sein. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von der katholischen Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegeben wurde und Ende September vorgestellt werden soll.

Er habe zwar geahnt, welche Dimension die Studie aufdecken könnte, dennoch seien die Ergebnisse erschreckend, so Bischof Fürst am Donnerstag. Alleine in der Diözese Rottenburg-Stuttgart wird 72 Geistlichen sexueller Missbrauch vorgeworfen. Viele von ihnen seien bereits verstorben.

Was nun?

Fürst sagte, die Ergebnisse der Studie müssten anerkannt und Konsequenzen daraus gezogen werden, wenn die Kirche Glaubwürdigkeit zurückgewinnen wolle. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat nach eigenen Angaben als erstes Bistum Deutschlands eine Kommission zum sexuellen Missbrauch eingerichtet. Über deren Arbeit und den Umgang der Diözese mit den Ergebnissen will sich Fürst am kommenden Montag äußern.

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