Buskontrollen auf der A96 Zoll kassiert bei Lindau Reisebus und Schmuggelschnaps

Zollbeamte haben am Wochenende auf der A96 bei Lindau ausländische Reisebusse kontrolliert. Ein Bus wurde gepfändet, in einem anderen fanden die Beamten geschmuggelten Schnaps.

Geschmuggelter Schnaps und Zigaretten (Foto: Pressestelle, Zoll)
Geschmuggelter Schnaps und Zigaretten, die der Zoll bei Lindau in einem Reisebus gefunden hat Pressestelle Zoll

Die Zöllner aus Friedrichshafen überprüften am Samstag ein Reisebusunternehmen aus dem Kosovo. Weil die Firma über einen längeren Zeitraum zwar Fahrgäste befördert, aber dafür keine Personenbeförderungssteuer in Deutschland gezahlt hatte, waren laut Zoll Steuerschulden von rund 29.000 Euro aufgelaufen. Da das Unternehmen die Schuld nicht vor Ort begleichen konnte, pfändeten die Zöllner den Bus.

Busunternehmer ein "alter Bekannter"

Wie ein Sprecher des Zolls sagte, habe der Busunternehmer aus dem Kosovo schon zwei Busse an den Zoll verloren, er sei sozusagen ein "alter Bekannter". Löst er den Bus nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen aus, wird das Fahrzeug bei einer Auktion an den Meistbietenden verkauft. Der deutsche Zoll ist befugt, offene Forderungen bei ausländischen Schuldnern zu vollstrecken. Können die Schulden nicht vor Ort bar beglichen werden, darf der Zoll Pfändungen vornehmen.

Schnaps in PET-Flaschen

Bei einer weiteren Buskontrolle stießen die Beamten bei der Durchsicht des Reisegepäcks in einem rumänischen Fernbus auf 58 Liter Schnaps, abgefüllt in PET-Flaschen. Als Empfänger war eine Adresse in Portugal vermerkt. Das sei eine durchaus übliche Vorgehensweise, so ein Sprecher des Zolls, um den selbstgebrannten Schnaps von Rumänien nach Deutschland zu schmuggeln und die Alkoholsteuer zu umgehen. Den Fahrer des Busses erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

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