Schild ZfP in Bad Schussenried (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Thomas Warnack)

Sonderkommission ermittelt

Patient gesteht Tötungsdelikt in Psychiatrie in Bad Schussenried

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Nach dem gewaltsamen Tod eines 70 Jahre alten Psychiatrie-Patienten aus Bad Schussenried (Kreis Biberach) hat der Tatverdächtige nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Geständnis abgelegt.

Demnach soll der 40-jährige Tatverdächtige sein Opfer in der gemeinsamen Außenwohngruppe des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) in Bad Schussenried erstochen haben. Einen anderen Tatverdächtigen gebe es nicht, so die Staatsanwaltschaft. Nähere Angaben zur Tatwaffe und zu den Hintergründen machte sie nicht. Eine Mitarbeiterin des ZfP hatte den Toten am Samstagmorgen in seinem Zimmer entdeckt. Laut Polizei wies der 70-Jährige Stichverletzungen auf.

Tatverdächtiger in psychiatrischer Klinik

Gegen den 40-jährigen Tatverdächtigen wurde am Sonntag ein Unterbringungsbefehl erlassen. Das heißt, ein Richter ordnete an, ihn in einem anderen psychiatrischen Krankenhaus zu betreuen. Eine Sonderkommission soll die Hintergründe der Tat klären. Die Leiche wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft obduziert.

Zweiter Vorfall in Außenwohngruppe des ZfP

Tatverdächtiger und Opfer lebten in einer Außenwohngruppe des ZfP. Dort wohnen psychische kranke Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, aber nach Ansicht der Ärzte nicht oder nicht mehr in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden müssen. Es war bereits der zweite Zwischenfall in einer Außenwohngruppe des ZfP im Kreis Biberach innerhalb einer Woche. In Riedlingen hatte kürzlich eine Bewohnerin einen 15-jährigen Besucher mit kochend heißem Wasser übergossen und schwer verletzt.

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