Die Landkreise in der Region Bodensee-Oberschwaben bereiten sich auf Geflüchtete aus der Ukraine vor.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Kay Nietfeld)

Krieg in der Ukraine

Mehr als 3.000 Geflüchtete in der Region Bodensee-Oberschwaben

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Vor einem Monat ist der Krieg in der Ukraine ausgebrochen. Seither sind zahlreiche Menschen auf der Flucht. Mehr als 3.000 Flüchtlinge sind bisher in der Region angekommen.

Die Landkreise rechnen in der Region Bodensee-Oberschwaben mit vielen weiteren Menschen aus der Ukraine. Die meisten Geflüchteten kamen bisher in den Bodenseekreis. Rund 1.200 Ukrainerinnen und Ukrainer haben sich laut Landratsamt bei den Behörden gemeldet. Der Kreis Ravensburg zählt 800, der Kreis Biberach rund 750 und der Kreis Lindau circa 300 Geflüchtete.

Viele Menschen werden privat aufgenommen

Im Kreis Konstanz sind 100 Menschen in Gemeinschaftsunterkünften untergekommen. Eine größere aber noch nicht genau bekannte Zahl von Menschen aus der Ukraine sei privat untergekommen und noch nicht bei den Behörden gemeldet, heißt es vom Landratsamt Konstanz. Wie viele weitere Menschen aus der Ukraine in den nächsten Wochen in der Region Schutz suchen, ließe sich nicht abschätzen, so die Behörden. Der Bodenseekreis rechnet aber mit mehreren hundert Menschen.

Sporthallen werden zu Notunterkünften

Um den Geflüchteten schnell eine Unterkunft bieten zu können, sind in einigen Orten bereits Notunterkünfte eingerichtet worden. In Konstanz beispielsweise die Sporthalle der Zeppelin-Gewerbeschule. Hier könnten laut Landkreis rund 180 Geflüchtete kurzfristig unterkommen. Auch in Biberach ist die erste Sporthalle umgebaut worden: Die Halle des Berufsschulzentrums bietet 170 Menschen Platz. Ähnliche Maßnahmen hat auch der Bodenseekreis ergriffen. Sporthallen werden beispielsweise in den Gemeinden Kressbronn und Tettnang umfunktioniert. Auch ein Hotel wird von der Stadt Friedrichshafen angemietet, um Flüchtlinge unterzubringen.

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