Bilder aus dem Heimatmuseum Ostrach zum Räuber Schwarzen Veri (Foto: SWR, Thea Thomiczek)

200. Todestag des berühmten Räubers Veranstaltungen zum Schwarzen Veri in Oberschwaben

Vor 200 Jahren am 20. Juli ist der legendärer Räuber, der Schwarze Veri, in einem Biberacher Gefängnisturm von einem Blitz getroffen worden. Zuvor hatte er mit einer kleinen Bande die Gegend unsicher gemacht. Zu seinem Todestag finden in der Region Oberschwaben zahlreiche Veranstaltungen statt.

Für alle, die das Abenteuer nicht scheuen, gibt es am Mittwoch (17. Juli) einen Räuber-Streifzug durch Pfullendorf. Der Ganove "Grandscharle" vermittelt auf unterhaltsame Weise Wissenswertes zum Gaunerleben. Los geht's um 17 Uhr. Weitere Termine gibt es auch im August und September.

Im Rahmen des Biberacher Schützenfestes findet am Donnerstag (18. Juli) zwischen dem Museum und dem Rathaus das "Schwarz-Veri und Gaukler-Fest" statt. Es gibt Vorführungen von historischen Gruppen. Beginn ist um 19:30 Uhr.

Ebenfalls am Donnerstag gibt es in Ostrach im Kreis Sigmaringen die Kostümführung "Dorfgeplauder - Ostrach anno 1822". Es geht um die Geschehnisse der Jahre vor 1822 rund um Ostrach. Die Führung startet um 16 Uhr am Pfarrhaus zum Ostrach-Brückle. Weitere Erlebnisführungen gibt es im August, September und Oktober.

Das Heimatmuseum im Amtshaus in Ostrach widmet dem Räuber und seiner Räuberbande eine eigene Abteilung. Jeden ersten Sonntag im Monat hat es von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Kulinarisches zum Schwarzen Veri

Richtige Räuber essen gerne Wurst. Darum bietet die Metzgerei Ermler in Ostrach eine Räuberwurst an. Auch bei der Metzgerei Walser in Ravensburg gibt es eine feurige Schwarzwurst namens "Schwarzer Veri".

Die Treffpunkte und Gasthäuser der oberschwäbischen Räuberbanden sind noch heute legendär. Passend zum Jubiläum bieten zahlreiche Wirtshäuser eine separate "Räuber-Karte".

Zugfahrten und Wanderwege

Einen guten Einstieg in das sagenumwobene Räuberland bietet die Räuberbahn. Sie verbindet Pfullendorf mit Aulendorf, mit Zwischenhalten in Burgweiler, Ostrach, Hoßkirch und Altshausen. Aber passen Sie auf, auch heute noch fährt manchmal der Räuber mit! Die Bahn fährt an Sonn- und Feiertagen von Mai bis Oktober.

Kinder können auf dem "Zinkenpfad für Räuberkinder" in Pfullendorf auf den Wegen der Räuber wandern, Spuren finden und Fährten legen. Zwischendrin gibt es noch was zum Malen, Raten und zum Schmunzeln. Start und Ende des Zinkenpfades ist der Räuberbahn-Bahnsteig am Stadtgarten Pfullendorf. Länge: circa 2,2 Kilometer.

Der Schwarze Veri hielt sich gerne im Pfrunger Ried versteckt und wurde Nahe der Laubbach Mühle in Ostrach festgenommen. Auch heute liegt dort noch ein Räuberschatz in Form eines Geocaches. Das ist eine digitale Schatzsuche. Der Cache lässt sich gut mit einem Spaziergang durchs Pfrunger Ried oder zum Bannwaldturm verbinden.

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