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Der älteste erhaltene Klosterbauplan Europas war bisher nur für Experten zugänglich. Im Kloster St. Gallen wird der Plan nun ausgestellt. Ein ausgeklügeltes Lichtsystem soll verhindern, dass das Pergament Schaden nimmt.

Auf dem rund 120 mal 80 Zentimeter großen Pergament haben die Mönche des Klosters Reichenau das Idealbild eines frühmittelalterlichen Klosters entworfen. Abgebildet sind 52 Gebäude: Neben Kirche und Kloster gehören auch viele Wohn- und Wirtschaftsgebäude dazu. Wozu genau der Plan entstand, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde er nie direkt als Vorlage für den Bau eines Klosters verwendet.

Dauer

Erst seit 2013 versucht man, den Plan aus dem Jahr 820 umzusetzen. Mit Werkzeugen und Baustoffen des Mittelalters entsteht derzeit in Messkirch auf dem "Campus Galli" eine mittelalterliche Klosteranlage - genau nach diesem Plan.

Die 1.200 Jahre alte Architekturzeichnung wird nun in der Stiftsbibliothek im Schweizerischen St. Gallen im Original gezeigt. Eine multimediale Präsentation beleuchtet die Geschichte und Bedeutung des auf der Reichenau gezeichneten Plans.

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