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Die Autokaufprämie, die in das nächste Wirtschaftshilfsprogramm der Bundesregierung aufgenommen werden soll, ist umstritten. Auch in Baden-Württemberg hat die Klimabewegung "Fridays for Future" am Dienstag dagegen demonstriert.

Die Klimabewegung "Fridays for Future" ist am Dienstag in mehreren Städten in Baden-Württemberg auf die Straße gegangen, um gegen eine solche Abwrackrämie für Autos mit Verbrennungsmotor zu demonstrieren. Bundesweit gab es in 60 Städten vergleichbare Aktionen.

Freiburger Demonstranten gegen Autokaufprämie

Rund 100 Klimaschützer haben mit einer Menschenkette auf dem Platz der alten Synagoge in Freiburg protestiert. Unter dem Motto "Klimaziele statt Lobby-Deal!" forderten sie eine schnelle Wende im Mobilitätssektor.

Laut "Fridays for Future" ändert die aktuelle Situation nichts an der drohenden Klimakatastrophe und rechtfertige eben so wenig, jetzt das Klima aus den Augen zu verlieren.

Aktivisten: Kaufprämie für Verbrenner "ökologischer und ökonomischer Wahnsinn"

Auch in Konstanz kamen rund 40 "Fridays for Future"-Demonstranten zusammen. Sie forderten, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern, aber gleichzeitig auch dem Klimawandel entgegenzutreten. Eine Kaufprämie für Autos mit Verbrennungsmotor sei keine Option, sondern ein "ökologischer und ökonomischer Wahnsinn", so Frida Mühlhof, einer der Köpfe der Konstanzer Bewegung.

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvize Andreas Jung, der sich unter die Zuhörer mischte, lehnte gegenüber dem SWR eine Abwrackprämie nach altem Muster ab. Zuschüsse für die Autoindustrie und die -zulieferer müssten zwingend umweltverträgliche Technologien fördern.

In Tübingen fanden sich über 70 Klimaaktivisten zusammen, um sich gegen Abwrackprämie auszusprechen. Mit Slogans wie "Keine Abwrackprämie für die Zukunft" und "Verkehrswende statt Abfuckprämie" machten sie deutlich, dass sie eine staatliche Förderung fordern, bei der ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. Außerdem kritisierten sie die Förderung von Kohlekraftwerken.

Bundesregierung berät über Corona-Hilfen

Die Beratungen über das nächste Konjunkturpaket der Bundesregierung für die wegen der Corona-Krise geschädigte Wirtschaft laufen noch. Bereits zuvor hatte eine mögliche Autokaufprämie für Diskussionen gesorgt. Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte sich für eine solche Hilfsmaßnahme ausgesprochen.

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