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Die Fridays-for-Future-Bewegung will auch in Corona-Zeiten weiter für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Erneut riefen die jungen Leute zu einem weltweiten Protesttag auf. Auch im Land gab es Veranstaltungen.

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In Ulm bauten Klima-Aktivisten am frühen Morgen ein Zeltlager auf dem Münsterplatz auf. Sie verlangten unter anderem die Ausrufung des Klimanotstands in Ulm und die Einhaltung des Ulmer Kohlendioxid-Budgets. Aufgrund der niedrigen Temperaturen wurde das Camp bereits gegen Mitternacht abgebaut - ursprünglich sollte die Aktion 24 Stunden dauern.

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Die meisten Aktionen in Baden-Württemberg fanden am Nachmittag statt.

Allein in Heidelberg versammelten sich der Polizei zufolge rund 300 Menschen auf dem Uni-Platz, weitere 550 beteiligten sich demnach an einer Fahrraddemo. In Karlsruhe zählte die Polizei rund 500 Teilnehmer.

Flaschenpost und Kunstaktion

Kreativ waren die Klimademonstranten in Stuttgart und Freiburg. In der Landeshauptstadt beteiligten sich laut Polizei etwa 500 Menschen an einem Flaschen-Protest vor dem Schauspielhaus. In Freiburg waren mehrere Dutzend Menschen bei einer Kundgebung und einer Kunstaktion in der Innenstadt.

Zwei junge Demonstrantinnen mit ihren Plakaten in Tübingen  (Foto: SWR, Anne Täschner)
Make earth cool again - so eine Forderung in Tübingen Anne Täschner Bild in Detailansicht öffnen
Klimaaktivisten demonstrieren am Nachmittag in Tübingen. Anne Täschner Bild in Detailansicht öffnen
Zeltlager für den Umweltschutz: Das Klimacamp auf dem Ulmer Münsterplatz. Bild in Detailansicht öffnen
Fridays for Future in Karlsruhe Bild in Detailansicht öffnen

Unter dem Motto "#NoMoreEmptyPromises - keine leeren Versprechungen mehr" wollten die Organisatoren in mehr als 50 Ländern gegen die Förderung fossiler Brennstoffe und eine aus ihrer Sicht verfehlte Klimapolitik protestieren.

In Deutschland gab es nach Angaben der Veranstalter unter Einhaltung von Hygieneregeln mehr als 280 Präsenz-Aktionen. Die von jungen Leuten ins Leben gerufene Bewegung kämpft seit ihrer Gründung im Sommer 2018 gegen die Auswirkungen des Klimawandels und für die weltweite Einhaltung der Klimaziele.

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