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Drei Tage vor der Weltklimakonferenz in Madrid gingen am Freitag wieder tausende Jugendliche auf die Straßen - auch in baden-württembergischen Städten.

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Mehrere tausend Menschen haben am Freitag in Baden-Württemberg wieder für besseren Klimaschutz - und gegen die Klimapolitik der Bundesregierung demonstriert. Das Bündnis "Fridays for Future" hatte nach internationalen Massendemonstrationen im September erneut zum globalen "Klimastreik" aufgerufen.

Die größten Demonstrationen in Baden-Württemberg fanden in Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe und Heidelberg statt. Aber auch in vielen kleineren Städten wie Baden-Baden, Überlingen (Bodenseekreis), Geislingen an der Steige (Kreis Göppingen) und Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) gab es nach Angaben der Klimaaktivisten Aktionen.

Mehrere Demozüge in Stuttgart

In Stuttgart machten sich mehrere Demozüge auf den Weg zu einer zentralen Kundgebung vor dem Hauptbahnhof. Die Stadt Stuttgart warnte im Vorfeld vor Straßensperrungen und erheblichen Verkehrsbehinderungen in der gesamten Innenstadt. Auch zahlreiche Stadtbahn- und Buslinien wurden zeitweise unterbrochen.

"Fridays for Future"-Demo in Karlsruhe, 29.11.2019 (Foto: SWR)
In Karlsruhe waren am Freitag Tausende auf den Straßen.

In Freiburg versammelten sich die Demonstranten am Vormittag am Stadttheater, um durch die Innenstadt zu ziehen. Vom Platz der Alten Synagoge aus zogen nach Schätzungen der Polizei deutlich mehr als 10.000 Menschen durch die Innenstadt. In Karlsruhe haben am Freitagmittag Polizeischätzungen zufolge rund 5.000 Menschen für mehr Klimaschutz demonstriert. Trotz Regen versammelten sich vor der Kulisse des Karlsruher Schlosses Menschen verschiedener Altersgruppen, darunter Schüler, Studierende, Senioren und Arbeitende. Die Auftaktkundgebung startete um 12 Uhr am Karlsruher Schlossplatz. Zum ersten Mal hat das "Klimabündnis Karlsruhe", ein Zusammenschluss von fast 30 Gruppierungen, zur Demonstration aufgerufen.

Erstmals wurde auch in Öhringen demonstriert

Allein in Heidelberg nahmen nach Angaben der Polizei rund 9.000 Menschen an einer Demonstration teil. In Tübingen waren rund 7.000 Demonstranten auf den Straßen. Nicht nur die Kinder, auch die Eltern von "Parents for Future" demonstrierten teilweise mit, beispielsweise in Heilbronn. Erstmals gab es auch eine Demo in Öhringen (Hohenlohekreis).

UN-Klimakonferenz beginnt am Montag in Madrid

Bundesweit gab es hunderttausende Teilnehmer bei den Klimademos. Anlass für die Proteste ist die UN-Klimakonferenz, die am Montag in Madrid beginnt. Im Vorfeld des Treffens hatten Vertreter von "Fridays for Future" der Bundesregierung Untätigkeit vorgeworfen.

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