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Die FDP, derzeit die kleinste Oppositionspartei im Landtag, hat Großes vor. Sie würde in Zukunft gerne mitregieren. Allerdings nicht um jeden Preis.

Rund eineinhalb Jahre vor der Landtagswahl hat die oppositionelle FDP eine Bedingung für eine mögliche Regierungsbeteiligung in Baden-Württemberg genannt. Ohne eine Strategie zur Förderung wasserstoffbasierter Antriebe in der Automobilindustrie werde es keinen Koalitionsvertrag mit der FDP geben, sagte Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke am Montag in Stuttgart.

Bislang setzt die Politik vor allem auf die Batterie - das aber sei laut FDP falsch. Wasserstoff sei nicht nur umweltfreundlicher, sondern würden auch Arbeitsplätze sichern.

Kobalt- und Lithium-Abbau ökologisch problematisch

Rülke verwies darauf, dass das für die Batterie nötige Kobalt in Afrika mit Kinderarbeit gewonnen werde. Zudem seien Kobalt und auch Lithium endliche Rohstoffe. Die Entsorgung großer, giftiger Batterien sei ein ökologische Desaster. "Die Batteriemobilität hat den ökologischen Fußabdruck eines Elefanten, aber die Politik tut so, als ob es ich um eine Ameise handele", so Rülke.

"Die FDP ist jetzt eine Braut, die so geschmückt ist, dass eigentlich jeder sie haben wollen müsste."

FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke

Die FDP werde dies zum zentralen Thema des Landtagswahlkampfes machen. Bislang seien CDU, Grüne und SPD auf dem Batterietrip. Von der FDP-Position könnten sich laut Rülkes Einschätzung vor allem Grüne und CDU angesprochen fühlen.

FDP wäre grundsätzlich bereit - und Kretschmann?

Die Liberalen sind seit 2011 kleinste Oppositionspartei im Landtag. In den Umfragen stand sie zuletzt bei etwa acht Prozent. Zuletzt hatte insbesondere FDP-Landeschef Michael Theurer wiederholt seine Bereitschaft zu einer grün-gelben Koalition in Baden-Württemberg unter Führung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) unter gewissen Voraussetzungen betont.

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