Baden-Württemberg

Umbau zur Energiewende durch Wasserstoff: BW-FDP kritisiert Fahrplan der Landesregierung

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Nach Ansicht der baden-württembergischen FDP geht der Umbau zur Energiewende mit Hilfe von Wasserstoff im Land nicht schnell genug voran. Die grün-schwarze Regierung fahre mit ihrem "staubigen" Fahrplan auf Sicht, sagte FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke am Mittwoch im Landtag in Stuttgart. "Die Roadmap ist keine stringente Strategie, sondern ein peinliches Zeugnis der Untätigkeit und des Stillstands." Besonders die Wirtschaft brauche jetzt verbindliche Zusagen und Abnahmegarantien, um die Produktion des Wasserstoffs lukrativ zu machen. Das Umweltministerium setzte jedoch zunächst auf Forschung und Entwicklung. Laut FDP-Fraktion bringe das die Energieversorgung mit "grünem" Wasserstoff aber nicht voran. Der Fokus müsse auf der Infrastruktur zur Einfuhr des Wasserstoffes liegen. Als "grün" gilt Wasserstoff, wenn er etwa mittels Elektrolyse aus erneuerbaren Energien produziert wird. Die Landesregierung hat Ende 2020 mit der "Wasserstoff-Roadmap" einen Fahrplan zur Energiewende mit Wasserstoff beschlossen. Sie hofft darauf, dass mit Hilfe des grünen Wasserstoffs die Klimaschutzziele in Baden-Württemberg erreicht werden können.

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AUTOR/IN
SWR