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"Radschnellweg Rhein-Neckar jetzt!", so die Forderung der rund 1.000 Teilnehmenden der Fahrrad-Demo von Heidelberg nach Mannheim. Aufgerufen dazu hatte der ADFC.

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In Heidelberg ging es am Sonntagvormittag vom Friedrich-Ebert-Platz aus los. Über Edingen und Seckenheim (beide Rhein-Neckar-Kreis) führte die Route nach Mannheim zum Ehrenhof des Schlosses. Einen kleinen Teil der Strecke - 500 Meter - durften die Radler auf der Autobahn 656 zurücklegen, die extra dafür auf diesem Teilstück gesperrt wurde.

Für sie ein Zeichen, dass Fahrrad und Auto gleich behandelt werden sollten. Dass auch radfahrende Pendlerinnen und Pendler gut ausgebaute Verbindungen brauchen. Die Radlerinnen und Radler jedenfalls genossen die ungewohnt freie Fahrt, ohne Ampeln, auf glattem Straßenbelag und mit viel Platz.

Zahlreiche Fahrradfahrer nehmen an der Fahrraddemo von Heidelberg nach Mannheim teil und fahren in der Heidelberger Innenstadt. (Foto: SWR)
Der Protestzug der Radfahrerinnen und Radfahrer startete in Heidelberg.

Baustart erst 2023 geplant

Ihre Forderung: Eine direkte und schnelle Radverbindung zwischen den beiden Großstädten der Metropolregion - und zwar jetzt! Die Trasse zwischen Mannheim und Heidelberg ist zwar bereits geplant, gebaut werden soll sie aber erst 2023. Das ist dem Aktionsbündnis unter Federführung des Fahrrad-Clubs ADFC zu spät. Der Radschnellweg sei dringend erforderlich. Mit dem Bau müsse daher sofort begonnen werden.

Die baden-württembergische Landesregierung plant insgesamt bis zu zehn Fahrrad-Schnellwege. Drei davon sind als so genannte "Leuchtturm-Projekte" der Radmobilität definiert mit entsprechenden Fördermöglichkeiten. Eins davon soll mitten durch die Metropolregion Rhein-Neckar führen: von Heidelberg über Mannheim und weiter in Rheinland-Pfalz über Ludwigshafen bis Schifferstadt.

Mindestens vier Meter breit soll der Radschnellweg werden und dem Fahrradverkehr eine weitestgehend freie Fahrt zwischen den Städten ermöglichen. Allerdings nicht zum Spaß für Rad-Rasende, sondern zur Beschleunigung des beruflichen, studentischen und schulischen Pendlerverkehrs, so der Direktor des Verbands Region Rhein-Neckar, Ralph Schlusche.

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