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Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann (CDU) hat am Mittwoch einen Fahrplan für weitere Öffnungen von Schulen und Kitas angekündigt. Demnach sollen nach den Pfingstferien wieder alle Schüler den Unterricht besuchen.

Susanne Eisenmann (CDU) plant mit einem rollierenden System, wonach maximal die Hälfte der Schüler in die jeweiligen Schulen komme. "Wir wollen die Schulen und Kitas zügig, aber schrittweise und besonnen öffnen", so die Landeskultusministerin. Ein normaler Betrieb sei erst wieder möglich, wenn keine Abstandsregeln mehr eingehalten werden müssen. Wann das sei, könne man heute noch nicht sagen. Der Präsenzunterricht solle dann mit dem Lernen zu Hause kombiniert werden, sagte Eisenmann.

Fahrplan für die weitere Öffnung des Schulbetriebs in Baden-Württemberg:

Fokus auf hohe Hygienestandards bei Präsenzunterricht

Bei allen Schritten müssten viele Faktoren berücksichtigt und durch hohe Infektionsschutzstandards ein Aufflammen der Corona-Pandemie verhindert werden. "Das Coronavirus ist immer noch da", mahnte die Ministerin.

"Vorschnell irgendwelche Erwartungen zu wecken, die nachher nicht erfüllt werden können, hilft niemandem."

BW-Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU)

Gestern hatte bereits Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erklärt, nach Pfingsten werde es wieder Präsenzunterricht geben. Es sollten aber noch Ergebnisse einer Studie zur Übertragung von Coronaviren durch Kinder abgewartet werden.

Kitas öffnen eingeschränkt schon ab 18. Mai

In den Kitas soll es ab dem 18. Mai wieder eingeschränkten Regelbetrieb geben. Nach den Worten Eisenmanns soll jeweils die Hälfte der Kindergartenkinder ihre Einrichtung in einem rollierenden System besuchen können - in festen Gruppen, die abwechselnd an einzelnen Wochentagen in die Kita kommen. So könnten die Abstandsgebote eingehalten und die Eltern entlastet werden. Sowohl Schulen als auch Kitas sollen Spielräume für eigene Ausgestaltungen haben.

Klassen wechseln sich ab

Auch die Viertklässler sollen schon ab 18. Mai wieder Unterricht an den Grundschulen haben, da sie vor einem Schulwechsel stehen. Die Klassen werden aber halbiert und zunächst soll es nur zwei bis drei Stunden mit den Schwerpunkten Deutsch, Mathe und Sachunterricht geben. Nach den Pfingstferien Mitte Juni werde es wieder Präsenzunterricht für alle Schüler geben, so die CDU-Kultusministerin.  Auch hier im Wechsel: So sollen etwa alle Klassen 5 und 6 in der einen Woche in die Schulen kommen, alle Klassen 7 und 8 in der anderen Woche.

Nach einer siebenwöchigen Schließung gehen seit Montag die Schüler, die vor Abschlussprüfungen stehen, wieder in die Klassenzimmer.

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