picture alliancePhilipp von Ditfurthdpa (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Öffnung vor Pfingsten

Europapark Rust wird Corona-Modellprojekt und darf wieder öffnen

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Ein Modellprojekt des Sozialministeriums ermöglicht es dem Europapark in Rust (Ortenaukreis) zu öffnen. Ab 21. Mai können Menschen die Fahrgeschäfte des Vergnügungsparks besuchen.

Der Europark in Rust (Ortenaukreis) darf bei weiter niedriger Inzidenz voraussichtlich am Freitag, den 21. Mai, öffnen. Der Park ist laut einer Mitteilung des Sozialministeriums Teil eines Modellprojekts des Ministeriums unter Begleitung der Universität Freiburg. Das bestätigte die Parkleitung unterschiedlichen Medien. Damit kommt die Öffnung früher als erwartet. Die baden-württembergische Corona-Strategie sieht Öffnungen für Parks eigentlich erst einige Wochen später vor.

Das Landesgesundheitsamt hat am Samstag für den Ortenaukreis eine Sieben-Tage-Inzidenz von 68,9 angegeben, noch vor einer Woche lag der Wert bei 150,4. Laut Sozialministerium muss die Sieben-Tage-Inzidenz für weitere Öffnungsschritte bei Freizeitparks für vier Wochen unter dem Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegen. Das Modellprojekt des Sozialministeriums ermöglicht dem Europapark die Öffnung rechtzeitig zu Beginn der Pfingstferien.

Zunächst öffnet der Park bei gedrosseltem Betrieb

Zunächst sollen nur 3.000 Besucherinnen und Besucher gleichzeitig auf das Gelände des Vergnügungsparks dürfen. Wenn alles nach Plan läuft, soll laut Parkchef Roland Mack danach auf 10.000 Personen erhöht werden, sagte er am Samstag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Eigentlich hätte der Park eine ausreichende Kapazität für 20.000 Menschen.

Auf der offiziellen Seite des Europaparks und im dazugehörigen Presseportal wird die Wiedereröffnung noch nicht bekannt gegeben. Ein konkretes Öffnungsdatum will die Parkleitung rechtzeitig veröffentlichen, heißt es auf der dazugehörigen Webseite.

Durch Corona hat der Vergnügungspark im Ortenaukreis nach Angaben der Geschäftsführung bislang einen Umsatzverlust von mehr als 300 Millionen Euro erlitten. Der Europapark beschäftigt pro Saison normalerweise 4.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist der wichtigste Arbeitgeber der ländlichen Gegend um Rust.

Freizeitparks fehlt die Perspektive

Für viele Parks fehlt eine Öffnungsperspektive, wie sie jetzt der Europapark bekommen hat. Beispielsweise im Schwaben Park in Kaisersbach (Rems-Murr-Kreis) und auch im Erlebnispark Tripstrill in Cleebron (Kreis Heilbronn) ist die Sorge um die Saison 2021 weiterhin groß. Letzterer hatte sich schon im April an die Regierung gewandt und eine mögliche Öffnung des Parks gefordert.

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