Ein Polizist der baden-württembergischen Polizei ist vor der Polizeidirektion neben einem Polizeifahrzeug zu sehen.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Patrick Seeger)

Opposition fordert Aufklärung

Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen hochrangigen Polizisten in BW

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Ein Polizist aus Baden-Württemberg steht laut Innenministerium im Verdacht, eine Beamtin sexuell belästigt zu haben. Er wurde vom Dienst freigestellt.

Nach SWR-Informationen handelt es sich bei dem Beschuldigten um einen ranghohen Polizeibeamten aus Baden-Württemberg. Er hat zuletzt eine Aufklärungskampagne bei der Polizei gegen Rassismus, Diskriminierung und Sexismus verantwortet. Zur Klärung der Vorwürfe hat das Innenministerium Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart gestellt, die nun ermittelt. Der Beamte wurde freigestellt, gegen ihn läuft ein Disziplinarverfahren.

Verdacht auf weitere Übergriffe

Der Inspekteur soll eine Beamtin zum Sexualverkehr aufgefordert haben und dieser Forderung auch mit dem Verweis auf seine ranghohe Stellung Nachdruck verliehen haben. Konkret geht es um einen Fall, es besteht jedoch der Verdacht weiterer Übergriffe. Laut dem Landespolizeipräsidium in Stuttgart wird im eingeleiteten Disziplinarverfahren dem Vorwurf nachgegangen, ob der Mitarbeiter gegen seine Dienstpflicht zum achtungs- und vertrauenswürdigen Verhalten verstoßen hat.

Opposition fordert Aufklärung

Der Innenausschuss des baden-württembergischen Landtags kommt auf Antrag der Oppositionsparteien SPD und FDP voraussichtlich nächste Woche zu einer Sondersitzung zusammen. Die beiden Parteien wollen nun klären, seit wann das Innenministerium von den Vorwürfen gewusst hat. Der Fall habe eine besondere Tragweite, weil es auch mögliche Zusammenhänge mit Beförderungen bei der Polizei geben könnte, so SPD-Generalsekretär Binder gegenüber dem SWR.

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