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Das baden-württembergische Verkehrsministerium plant bis Ende des Monats ein Entschädigungs-Modell für Zugausfälle und Verspätungen.

Ein Zug des Unternehmens Go-Ahead  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Das Verkehrsministerium will für Bahnanbieter ein Bonus-Malus-System einführen (Archivbild). picture alliance/Felix Kästle/dpa

Seit der Übernahme zahlreicher regionaler Bahnstrecken im Land durch die Betreiber Go-Ahead und Abellio sorgen anhaltende Verspätungen und Zugausfälle für Ärger.

Bonus-Malus-System

Für die Betroffenen könnte es aber bald Entschädigungen geben: Das Verkehrsministerium will ein Bonus-Malus-System einführen, bestätigte ein Sprecher dem SWR. Bei besonders guten Leistungen sollen die Bahnbetreiber vom Land finanziell belohnt werden. Bei dauernder Unpünktlichkeit sollen Fahrgäste von den Bahnunternehmen direkt entschädigt werden.

Am 30. Januar werde mit den Betreibern über Einzelheiten verhandelt. Grüne und CDU wollen schon lange Entschädigungen für betroffene Bahnpendler.

Immer noch nicht alle neuen Züge da

Nach wie vor ist aber das größte Problem, dass noch nicht alle neuen Züge, die eingesetzt werden sollen, geliefert sind. Auf der Filstalstrecke beispielsweise gilt daher ab Mittwoch bis Mitte April ein Nahverkehrsticket auch für den morgendlichen Intercity um kurz nach 6 Uhr. Denn die Regionalbahn von Go-Ahead verkehre oft nicht in voller Länge. Die Kosten dafür sollen aus Strafzahlungen von Go-Ahead gedeckt werden.

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