Ein Arbeiter baut in einem Werk ein Getriebe zusammen.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Felix Kästle)

Gemischte Stimmung bei Betrieben

Energiekrise trifft Maschinenbauer in BW

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Noch schätzt die Mehrheit der Betriebe ihre Lage als gut ein. Mit Blick auf die Zukunft bereiten jedoch die hohen Energiekosten, Materialengpässe und Fachkräftemangel Sorgen.

Eine Verfünffachung der Gaspreise macht auch dem Maschinenbauer Zimmermann in Neuhausen auf den Fildern (Kreis Esslingen) zu schaffen. Wie das Unternehmen reagiert und welche Hoffnungen es für die Zukunft hat:

Die Stimmung unter den Maschinen- und Anlagenbauern in Baden-Württemberg ist angesichts der Energiekrise und der anhaltenden Lieferengpässe durchwachsen. Das zeigt eine neue Umfrage, die der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer Baden-Württemberg (VDMA) am Donnerstag vorgestellt hat. Demnach schätzt eine deutliche Mehrheit von über 60 Prozent die aktuelle Lage noch sehr gut oder gut ein.

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Energiepreise: Unternehmen rechnen mit Verschlechterung

Der Ausblick auf die kommenden Monate fällt hingegen verhaltener aus. 40 Prozent der Betriebe rechnen mit einer Verschlechterung. Materialengpässe und Fachkräftemangel belasten die Betriebe weiterhin. Das größte Problem der Maschinenbauer sind jedoch die hohen Energiekosten. Mehrausgaben für Strom und Gas schränkten die Investitionskraft der Firmen erheblich ein, so der VDMA. Fast 80 Prozent der befragten Unternehmen spüren bereits jetzt deutliche Auswirkungen. Jedes dritte Unternehmen denkt über Standortverlagerungen oder Stellenabbau nach.

"Die Kosten für Strom und Gas schränken die Ertrags- und Investitionskraft der Firmen erheblich ein und sind in Einzelfällen sogar existenzbedrohend"

Preisbereinigt wird Stagnation beim Wachstum erwartet

Insgesamt rechnet der Verband wegen der guten Auftragslage mit einem nominalen Wachstum. Auf Basis der Umfrage könnte der Maschinenbau in Baden-Württemberg 2022 nominal um 8,4 Prozent wachsen und somit einen Umsatz von rund 85 Milliarden Euro erzielen. Preisbereinigt sei jedoch eher eine Stagnation zu erwarten. Für 2023 rechneten die Unternehmen mit einem nominalen Umsatzwachstum von 5,5 Prozent, so der VDMA. An der Umfrage des Branchenverbands hatten sich knapp 300 Maschinenbauer aus Baden-Württemberg beteiligt.

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