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Wie wirkt sich die Coronavirus-Pandemie auf das Geschäft von EnBW aus? Nicht sehr stark, ist Vorstandschef Mastiaux überzeugt. Aber es bestehe auch ein gewisses Risiko.

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Die EnBW verspricht in der Coronavirus-Krise eine stabile Energieversorgung. Es seien umfangreiche Krisenpläne und Vorbereitungen getroffen worden, um die Mitarbeiter vor Ansteckung zu schützen und die Arbeitsfähigkeit sicherzustellen. Das sagte Vorstandschef Frank Mastiaux bei der Vorstellung der Geschäftszahlen am Donnerstag.

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EnBW: Haben uns rechtzeitig vorbereitet

Rund 10.000 EnBW-Mitarbeiter befinden sich derzeit im Homeoffice. Sie Stabilität der Abläufe sei sichergestellt, der Austausch laufe. Die EnBW sei in der Lage, verlässlich Strom oder Gas zu liefern, betonte der Vorstandsvorsitzende in der telefonischen Bilanz-Pressekonferenz. Die Folgen der Coronavirus-Pandemie werden nach Angaben von Finanzvorstand Thomas Kusterer voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres 2020 haben. Es bestehe aber ein begrenztes Risiko. Alles hänge von Länge und Intensität der Krise ab, so Kusterer.

"Unsere Mitarbeiter machen unter den erschwerten Bedingungen einen tollen Job. Die EnBW steht stabil."

Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender der EnBW

EnBW erreicht gesteckte Ziele vorzeitig

Der drittgrößte deutsche Stromversorger steigerte sein Ergebnis 2019 deutlich. Der operative Gewinn kletterte um 13 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Trotz der Coronavirus-Pandemie rechnet Finanzvorstand Kusterer auch im laufenden Jahr mit einem zweistelligen Wachstum beim operativen Gewinn zwischen 13 und 19 Prozent.

Der EnBW-Windpark Baltic 2 in der Ostsee (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)
Der EnBW-Windpark Baltic 2 in der Ostsee picture alliance / Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Der Gewinn verdoppelte sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr auf 734 Millionen Euro. Dadurch steigt die Dividende auf 70 Cent je Aktie. Davon profitieren die Aktionäre, vor allem der größte Anteilseigner, das Land Baden-Württemberg. Der Umsatz ging unter anderem wegen niedrigerer Gaspreise um rund zehn Prozent auf 18,7 Milliarden Euro zurück. Mit dem vorgelegen Ergebnis habe man die eigentlich für 2020 gesteckten Ziele vorzeitig erreicht, so die EnBW.

"Wir haben uns nun die richtige Plattform und den Spielraum erarbeitet, in den kommenden Jahren noch stärker auf Wachstum umzuschalten.“

Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender der EnBW

Starkes Wachstum im Bereich Erneuerbare Energien

Besonders gut hat sich der Bereich der Erneuerbaren Energien entwickelt. Der Zuwachs in diesem Geschäftsfeld lag bei 62 Prozent. Vor allem die EnBW-Windparks in der Nord- und Ostsee trugen zum Erfolg bei. Ein weiterer Grund für das starke Wachstum waren Zukäufe in Schweden und Frankreich. Seit 2012 hat die EnBW die installierte Leistung im Bereich der Windkraft auf fast 1.800 Megawatt erhöht und damit verachtfacht.

Bis 2025 wird eine weitere Steigerung im operativen Gewinn auf drei Milliarden Euro erwartet. Dabei rücken neue Geschäftsfelder weiter in den Fokus. Die EnBW arbeitet intensiv im Bereich der Infrastruktur, etwa beim Ausbau von Breitbandnetzen oder rund um das Thema Elektromobilität.

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