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Der Energiekonzern EnBW will trotz Corona-Krise Stellen schaffen. Bis Ende 2022 sollen mehr als 3.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden, so Medienberichte.

Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) will die Zahl der Mitarbeiter weiter erhöhen. Bis Ende 2022 sollen noch weit mehr als 3.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden, vor allem für das Netzgeschäft und den Bereich erneuerbare Energien. Das kündigte EnBW-Chef Frank Mastiaux im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag-Ausgabe) an.

Fachleute für den Breitbandausbau

"Beim Breitbandausbau können wir  gar nicht schnell genug Fachleute einstellen, wie es Nachfrage gibt. Wir haben in Baden-Württemberg bereits 15.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt", sagte Mastiaux. Die EnBW beschäftigt derzeit 23.700 Mitarbeiter. Von 2019 bis Juni diesen Jahres wurden bereits 3.350 Mitarbeiter neu eingestellt, darunter 1.600 in Wachstumsbereichen wie Netze, erneuerbare Energien, Digitalisierung, kritische Infrastruktur und Elektromobilität.

Keine Probleme Auszubildende zu finden

Für das aktuelle Ausbildungsjahr habe die EnBW zudem 409 Azubis und Studierende im Dualen System aufgenommen –  "so viele wie seit Jahren nicht mehr", so der EnBW-Chef. Selbst in den gefragten IT-Berufen habe die EnBW kaum Probleme, geeignete Bewerber zu finden, sagte die Personalvorständin Colette Rückert-Hennen. "Der Konzern steht in Zeiten von Corona stabil und ist ein zukunftssicherer Arbeitgeber, davon profitieren wir auch bei unseren Bewerbungen."

Breitband und E-Mobilität als neue Geschäftsfelder

Die EnBW entwickelt sich unter Mastiaux vom Energieversorger hin zum Dienstleister für Infrastruktur und hat in zahlreiche neue Geschäftsmodelle investiert. Schon jetzt stehe fest, "dass einmal mehr Corona die Notwendigkeit funktionierender Infrastrukturen deutlich gemacht hat. Das zahlt auf viele unserer Geschäfte positiv ein", sagte Mastiaux.

Breitband und E-Mobilität seien auch vom Volumen die größten neuen Geschäftsfelder, gefolgt von der Entwicklung von Stadtquartieren. Die EnBW wolle nie mehr nur auf ein  Geschäftsmodell bauen, sagte der 56-Jährige. "Die EnBW kam vor Jahren in Bedrängnis, weil sie finanziell weitestgehend vom Geschäft mit der konventionellen Energieerzeugung abhängig war. Deshalb stellen wir uns heute breiter auf."

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