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Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat am Mittwochabend die "Goldene Narrenschelle" erhalten. Sie ist erst die zweite Frau, die mit dem Preis ausgezeichnet wird.

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Sendedatum
Sendezeit
21:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) würdigte Eisenmann für ihre "närrische Schlitzohrigkeit und ihre kecken Aussprüche". Die Narrenschelle, eine vergoldete Handglocke, nahm Eisenmann im Europa-Park in Rust bei Freiburg entgegen.

Die Laudatio hielt der frühere Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne). Für ihn sei Eisenmann die perfekte Preisträgerin. Kann man närrischer sein, als eine Kultusministerin, die sich mit Lehrern, Schülern und Eltern gleichermaßen anlegen muss, sagte Salomon in seiner Rede. Eisenmann habe die "Männerbastion CDU" erobert und sich die Spitzenkandidatur gesichert, sagte er. Den beliebten Kretschmann ablösen zu wollen, sei jedoch "eine närrische Idee".

Eisenmann freut sich über närrische Unterstützung

"Es ist mir eine große Ehre. Die Fasnet ist eine tolle Kultur, in Württemberg ebenso wie in Baden", sagte die Kultusministerin bei der Verleihung der undotierten Auszeichnung. Mit närrischer Unterstützung sei ihr vor der Landtagswahl im kommenden Jahr als Herausforderin von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nicht bange.

Eisenmann ist nach der CSU-Politikerin Beate Merk erst die zweite Frau, die die Goldene Narrenschalle erhält.

Die Narrenvereinigung vergibt die Narrenschelle seit 2006 jährlich im Europa-Park in Rust (Ortenaukreis) an einen Prominenten. Im vergangenen Jahr ging sie an den Trainer des Fußball-Erstligisten SC Freiburg, Christian Streich.

Zu den weiteren Preisträgern gehören Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), die CDU-Politiker Günther Oettinger und Guido Wolf, Fernsehmoderator Frank Elstner und Schlagersänger Tony Marshall.

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