picture alliancedpa | Philipp von Ditfurth (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Kritik an Zutrittsbeschränkungen

Schlechtes Geschäft wegen Corona: Einzelhandel beklagt miesen Adventssamstag in BW

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Die Geschäfte am ersten Adventssamstag sind laut Handelsverband außerordentlich schlecht gelaufen. Der Verband macht die Corona-Regeln der Landesregierung verantwortlich.

"Unsere Befürchtungen sind leider wahr geworden", sagt Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW). Der erste Adventssamstag sei mies gelaufen. Knapp die Hälfte der Händlerinnen und Händler im Land bezeichnete die Kundenfrequenz und den Umsatz am Samstag als mangelhaft oder ungenügend. Die gültigen Corona-Regeln sorgten für Verunsicherung, so Hagmann. "Die Kunden kommen nicht, sondern bestellen im Netz."

Die Aussichten seien düster. Fast drei Viertel der Händler gab in der Umfrage des Verbands an, für die kommenden Wochen mit einem weiteren Rückgang der Kundenfrequenz zu rechnen. Die Umsatzprognose sehe entsprechend düster aus.

Kritik an Zutrittsbeschränkungen

Hagman kritisiert die geltenden Corona-Beschränkungen des Landes für den Einzelhandel. Dadurch werde ein beträchtlicher Anteil der Kundinnen und Kunden ausgeschlossen. Die Kundenfrequenz in den Innenstädten sei spürbar gesunken.

In Baden-Württemberg gilt in der "Alarmstufe ll" derzeit die 3G Regel im Einzelhandel. In Hotspots, also Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 500, sogar 2G. Ausgenommen davon sind nur Geschäfte und Märkte, die zur Grundversorgung dienen.

"Dramatische Folgen für Innenstädte"

HBW-Geschäftsführerin Hagmann fordert die Zutrittsbeschränkungen im Einzelhandel wieder aufzuheben. "Fällt das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr erneut zu großen Teilen der Corona-Pandemie zum Opfer, so wird dies dramatische Folgen für die Vielfalt des Handels und die Lebendigkeit unserer Innenstädte haben."

Der Handelsverband Baden-Württemberg vertritt die Interessen von über 40.000 Handelsunternehmen im Land.

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