Fotomontage: Zwei Stempel mit Aufschrift Ungeimpfte, Geimpfte (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Nicht impfen lassen könnte teuer werden

Kretschmann: Einschränkungen für Ungeimpfte wahrscheinlich

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Ministerpräsident Kretschmann geht davon aus, dass nicht gegen Corona geimpfte Menschen künftig Nachteile hinnehmen müssen. Das sagte er bei der Landespressekonferenz in Stuttgart.

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Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält es für wahrscheinlich, dass nicht gegen das Coronavirus Geimpfte mit Einschränkungen rechnen müssen. Das sagte er am Dienstag in Stuttgart. So könnte es sein, dass ihnen der Zugang zu Veranstaltungen und Institutionen erschwert würde. Außerdem wäre es denkbar, dass sie sich an den Kosten für Corona-Tests beteiligen müssen.

Da die Landesregierung mit Sorgen auf die mittlerweile auch in Baden-Württemberg vorherrschende Delta-Variante blickt, könnte das sogar recht teuer werden. Denn die üblichen Schnelltests sind nicht so zuverlässig, was das Aufspüren der gefährlichen Variante angeht, deshalb werden PCR-Tests empfohlen. Die kosten allerdings mehr als die Schnelltests.

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Für vollständig Geimpfte könnten dagegen laut Kretschmann "maximale Freiheiten" ermöglicht werden. Sie müssten dann nur noch Maskenpflicht und Abstandsregeln beachten.

Impfzertifikat auf einem Smartphone (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/ Matthias Balk)
Mit einem solchen Impfzertifikat kommen fast alle alten Freiheiten vielleicht bald zurück picture alliance/dpa/ Matthias Balk

Diskutiert wird schon länger darüber, ob die Sieben-Tage-Inzidenz als einziger Richtwert für Corona-Lockerungen oder -beschränkungen noch sinnvoll ist. Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) und seine Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bundesländern wollen am kommenden Montag (2.8.) diese Frage besprechen. Im Raum steht der Vorschlag, künftig auch beispielsweise die Hospitalisierungsquote mit einzubeziehen, also die Zahl der stationär im Krankenhaus behandelten Covid-19-Fälle. Dazu wollen die Gesundheitsminister einen Vorschlag erarbeiten, der dann den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten vorgelegt werden soll.

Kretschmann ist allerdings skeptisch. Er hält eine Formel aus Inzidenz plus Klinikbehandlungen für schwerer nachvollziehbar. Ihm sei aber wichtig, dass die Corona-Politik transparent bleibt.

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