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Nachdem die Bundesregierung die Regeln für Rückkehrer aus ausländischen Risikogebieten verschärft hat, gilt ab Montag (18.1.) auch in Baden-Württemberg eine neue Verordnung.

Die baden-württembergische Landesregierung hat die Corona-Verordnung mit neuen Regelungen etwa zur Einreise-Quarantäne aktualisiert und am Sonntagabend veröffentlicht. Damit setzt das Land die beschlossenen Regelungen des Bundes um. Ab dem 18. Januar gelten demnach strengere Maßnahmen bei der Einreise nach Deutschland beziehungsweise Baden-Württemberg.

Unterschieden werden laut Bundesregierung künftig drei Arten von Risikogebieten im Ausland:

  • Einreise aus Risikogebiet
  • Einreise aus Hochinzidenzgebiet
  • Einreise aus Virusvarianten-Gebiet

Voraussetzung: Negativer Test

Wer aus einem Gebiet zurückkehrt, in dem ansteckendere Virus-Varianten kursieren, muss künftig ein negatives Corona-Testergebnis bei der Einreise mitführen. Das teilte das baden-württembergische Sozialministerium am Sonntagabend mit. Einen Test erst nach der Einreise durchzuführen ist nicht möglich.

Keine verkürzte Quarantäne möglich

Es gilt zudem eine Quarantänepflicht. Bei einer Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet ist die Verkürzung der Quarantänedauer mit einem weiteren Test nicht möglich. Die Einreise muss elektronisch angemeldet werden. Als sogenannte Virusvariantengebiete gelten derzeit Südafrika, Großbritannien, Irland, Nordirland und Brasilien. Aufgrund der Verbreitung der Virusvarianten hat das Land Baden-Württemberg am 25. Februar mitgeteilt, dass die Quarantäne-Regeln verschärft werden.

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Regeln gelten auch für Hochinzidenzgebiet

Wer aus einem sogenannten Hochinzidenzgebiet einreist, muss sich ebenfalls elektronisch anmelden und einen Negativtest mitführen. Ausnahmen von der Testpflicht gibt es in wenigen Fällen. Es gilt ebenfalls eine Quarantänepflicht.

Wer aus einem regulären Risikogebiet einreist, kann den Test auch nachholen - bis spätestens 48 Stunden nach der Einreise muss das Ergebnis vorliegen.

Konsequenzen für Einreisende ohne Test

Was passiert, wenn Einreisende keinen Test mitführen? Grundsätzlich regle die Einreise-Verordnung nicht, wer nach Deutschland einreisen darf und treffe auch keine Aussagen zu Grenzkontrollen, so ein Sprecher des Sozialministeriums. "Wenn jemand nach Deutschland aus einem Virusvarianten- oder Hochinzidenzrisikogebiet einreist und keinen Test dabei hat, wäre dies eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld verbunden ist", heißt es weiter.

Ausnahmen für Grenzpendler

Von der Testpflicht ausgenommen sind etwa Durchreisende, Grenzpendler und Grenzgänger oder Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter transportieren. Fast alle Staaten gelten derzeit als Risikogebiet.

Generell gilt: Der Nachweis über den Negativtest muss zehn Tage lang aufgehoben und auf Anforderung der zuständigen Behörde vorgelegt werden. Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht befreit.

Ausnahme für Genesene

Die verschärften Quarantäne-Regeln betreffen auch die Einreise aus dem Ausland. Zudem sind Personen, die am Coronavirus erkrankt waren und wieder genesen sind, nicht mehr von der Quarantänepflicht befreit. Im Januar hatte das Land die Quarantänepflicht für Einreisende aufgehoben, wenn eine mittels PCR-Test bestätigte Infektion bei Einreise mindestens 21 Tage und höchstens sechs Monate zurücklag. Grund war, dass bei diesen Personen von einer partiellen Immunität ausgegangen wurde. Da die Virusmutanten eine neue Variante darstellten, werde diese Befreiung auf drei Monate reduziert, teilte das Staatsministerium Ende Februar mit.

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