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Wer in Baden-Württemberg ein Elektroauto fährt, kann seinen Wagen jetzt im Schnitt alle zehn Kilometer aufladen. Unter der Leitung der EnBW ist ein flächendeckendes Netz von 456 Ladestationen entstanden.

Die 456 Ladesäulen sind in einem Zehn-Kilometer-Raster über das Land verteilt. Der Großteil war bereits vorhanden und wurde zum Teil modernisiert. 127 Säulen wurden neu errichtet, wofür rund vier Millionen Euro investiert wurden. Das Projekt ist Teil des sogenannten Strategiedialogs Automobilwirtschaft der Landesregierung.

Unter den neuen Ladesäulen sind auch einige Schnellladestationen, die vor allem für Durchreisende wichtig sind. Insgesamt gibt es damit jetzt knapp 3.000 Ladepunkte im Land, die teils zum Beispiel von Unternehmen wie Supermarktketten bereitgestellt wurden.Allerdings dauert es bei manchen einige Stunden, bis der Akku wieder voll ist. Rund 41 Prozent der Ladestationen im Land werden von kommunalen Unternehmen betrieben.

Kretschmann lobt EnBW

Bei der Vorstellung des Ladesäulennetzes in Bad Urach (Kreis Reutlingen) lobte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), dass die neuen Ladestationen in rund 18 Monaten entstanden sind. Baden-Württemberg sei damit im Vergleich zu anderen Bundesländern gut aufgestellt. Der flächendeckende Ausbau zeige, dass sich Elektromobilität nicht nur für die Großstadt eigne, betonte Kretschmann. Für die EnBW hieß das an manchen Stellen erst mal, dass sie neue Stromkabel verlegen musste. Eine Ladestation kann damit schnell einige hundertausend Euro kosten.

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