Lehrer mit Laptop (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Felix Kästle)

Leihgeräte für Lehrkräfte

Digitalpakt: Baden-Württembergs Schulen bekommen 300.000 Laptops

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Für Fernuntericht brauchen Lehrer Laptops. Doch für die Organisation waren die Schulen zuletzt selbst zuständig. Nun soll das Geld aus dem Digitalpakt für die Ausstattung fließen - mit einer Einschränkung.

Das Land bekommt 65 Millionen Euro vom Bund für die Ausstattung der Schulen mit Leihgeräten für Lehrkräfte. Die Gelder stammen anteilig aus den 500 Millionen Euro, die der Bund im Zuge des Digitalpakts den Ländern zur Verfügung stellt. Das gab Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Montag bekannt.

Lehrkräfte nutzen oft private Laptops

Lehrer machten Videokonferenzen bislang häufig mit eigens dafür angeschafften und privat finanzierten Laptops. Im ganzen Land würden sich Schulleitungen und Lehrkräfte fragen, warum jede Schule sich eigene Wege und Möglichkeiten suchen müsse, digitalen Online-Unterricht zu gestalten, ärgerte sich die Vereinigung der Schulleiterinnen und Schulleiter zuletzt darüber. Vom Kultusministerium sei nahezu "keine fachliche Unterstützung" zu erwarten, so die Vertreter der Schulleiter im Land.

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Im sogenannten Digitalpakt Schule wurde im November zwar beschlossen, 500 Millionen Euro für Dienstlaptops zur Verfügung zu stellen. Allerdings zogen sich das Verfahren aufgrund der föderativen Struktur in die Länge. Bis nicht alle Länder zugestimmt hatten, konnte kein Geld fließen. In Baden-Württemberg scharrte man Mitte Januar schon mit den Hufen:

@michif100 Die Vorarbeiten in #bw sind abgeschlossen, die Vereinbarung ist von uns unterzeichnet. Da noch nicht alle Länder unterzeichnet haben, kann das Geld aktuell aber noch nicht fließen.

Unkomplizierte Verteilung angestrebt

Die Mittel sollen nun über die Stadt -und Landkreise zügig an die kommunalen und auch privaten Schulträger weitergeleitet werden. Die rund 300.000 Laptops und Tablets werden je nach Zahl der entsprechenden Lehrerstellen pro Schule verteilt.

Die Gelder sollen unkompliziert und schnell an die Schulen gelangen, betonte Eisenmann. Deshalb gebe es kein umständliches Antragsverfahren. Die Schulen müssen nur einen einfachen Verwendungsnachweis vorlegen. Eine gute Nachricht für Schulen, die bereits tätig geworden sind und entsprechendes Equipment in Eigenregie angeschafft haben: Es soll auch Geld für Geräte geben, die seit dem 3. Juni vergangenen Jahres angeschafft worden sind. Nur Smartphones sind ausdrücklich ausgeschlossen.

Baden-Württemberg

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