Paar sitzt im Restaurant beim Essen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Thissen, Montage: SWR)

2G? 3G? Und wo braucht es einen negativen Test?

Einkaufen, Restaurantbesuch, Skifahren: Was sich mit den neuen Corona-Regeln in BW ändert

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Shoppen mit 2G, ein Essen im Restaurant nur noch für Geimpfte oder Genesene, die auch getestet oder geboostert sind: Mit der neuen Corona-Verordnung wird die "Alarmstufe II" deutlich verschärft.

Impfen vorantreiben, Kontakte reduzieren: Seit Samstag, 4. Dezember, gilt eine neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg, die das öffentliche Leben stärker einschränkt und so das starke Infektionsgeschehen eindämmen soll. Damit verschärft die Landesregierung die "Alarmstufe II", die am 24. November ausgerufen wurde.

Ungeimpfte werden von manchen Bereichen des öffentlichen Lebens nun ausgeschlossen. Doch auch Geimpfte und Genesene müssen jetzt mit mehr Einschränkungen rechnen, wenn sie keinen Test nachweisen können - oder keine Booster-Impfung. Generell gilt, dass Menschen, deren Impfschutz bereits aufgefrischt worden ist, von der Testpflicht bei der 2G-Plus-Regel ausgenommen sind. Die Regeln im Detail:

Wo jetzt welche Corona-Regeln gelten:

Einzelhandel

Geschäfte der Grundversorgung wie Supermärkte, Apotheken und Drogerien sind für alle frei zugänglich, ebenso Abholangebote und Lieferdienste. In allen anderen Geschäften braucht man einen 2G-Nachweis - muss also geimpft oder genesen sein. Ungeimpfte haben hier also auch mit einem negativen Schnelltest keinen Zutritt mehr. Das gilt auch für Flohmärkte. Eine entsprechende 2G-Regel galt bislang nur in Stadt- und Landkreisen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an zwei aufeinanderfolgenden Tagen über 500 liegt. Nun wurde sie aufs ganze Land ausgeweitet, solange die "Alarmstufe II" gilt.

Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen

Hier ändert sich durch die neue Verordnung nichts: Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen sind frei zugänglich, aber ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden.

Großveranstaltungen

Sport- und vergleichbare Großveranstaltungen werden stärker eingeschränkt. In der "Alarmstufe II" sind nun höchstens 50 Prozent der zugelassenen Kapazität zulässig und es gilt grundsätzlich eine Personenobergrenze von 750 Besucherinnen und Besuchern. Im Profifußball bedeutet das faktisch, dass es Geisterspiele gibt. Bei anderen Veranstaltung dieser Größenordnung gilt 2G Plus - also Zugang nur für Geimpfte und Genesene mit negativem Test.

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Galerien, Museen und Co.

Für Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Galerien, Museen, Bibliotheken, Archive, Freizeitparks, Bäder und Saunen, touristische Seilbahnen, Skilifte und Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr gilt nun 2G Plus. Die Abholung von bestellten Medien in Bibliotheken und Archiven ist uneingeschränkt möglich. Auch Messen, Ausstellungen und Kongresse können nur von getesteten oder geboosterten Geimpften oder Genesenen besucht werden.

Bus und Bahn

In öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus, Bahn und auf Inlandsflügen gilt durch das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes jetzt 3G.

Private Treffen und Veranstaltungen

Bei privaten Treffen und Veranstaltungen wie Geburtstagen und Hochzeitsfeiern bleibt es auch mit der neuen Verordnung bei den geltenden Regeln: Sie sind für Geimpfte und Genesene ohne Beschränkung erlaubt. Für Ungeimpfte gilt für Zusammenkünfte im öffentlich und privaten Raum: Ein Haushalt darf sich nur mit einer weiteren Personen treffen. Geimpfte und Genesene, Personen bis einschließlich 17 Jahre sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, zählen nicht dazu. Paare, die nicht zusammen leben, zählen als ein Haushalt.

Gastronomie

In Restaurants, Bars, Kantinen, Mensen, Cafeterien und anderen gastronomischen Einrichtungen gilt nun sowohl im Innen- als auch Außenbereich 2G Plus. Essen gehen können also nur noch Geimpfte oder Genesene, die geboostert oder getestet sind.

Clubs und Diskotheken

Diskotheken und Clubs müssen vor dem Hintergrund der grassierenden vierten Welle schließen, da in diesen Einrichtungen enge Kontakte nicht vermieden werden können. Bislang galt hier die 2G-Plus-Regel.

In Bordellen und an anderen Arbeitsorten von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern gilt die 2G-Plus-Regel nach wie vor.

Weihnachtsmärkte

Die Landesregierung hat nun beschlossen, Weihnachtsmärkte generell zu untersagen.

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Friseure, Massage und andere körpernahe Dienstleistungen

Für alle körpernahen Dienstleistungen wie etwa Massage, Nagelpflege und kosmetische Behandlungen gilt nach wie vor 2G Plus.

Davon ausgenommen sind Friseurbesuche - hier gilt die 3G-Plus-Regel - Ungeimpfte müssen einen negativen PCR-Test vorlegen.

Sport

Für Sport in Sportstätten und Sportanlagen gilt im Innenraum 2G Plus, im Freien 2G.

Ausgangsbeschränkungen

In Stadt- und Landkreisen, die an zwei aufeinanderfolgenden Tagen über dem Inzidenzwert von 500 liegen, gelten auch weiterhin Ausgangsbeschränkungen für Menschen, die nicht genesen oder geimpft sind in der Zeit von 21 bis 5 Uhr des folgenden Tages.

Die Wohnung oder das Haus verlassen dürfen Ungeimpfte und Nicht-Genesene dann nur noch aus "triftigen Gründen". Zum Beispiel zur Berufsausübung, für den Besuch bei Ehegatten oder Lebenspartnern, zur Teilnahme an Versammlungen oder in einer Gefahrenlage.

Auch dürfen Ungeimpfte und Nicht-Genesene während der nächtlichen Ausgangssperre nach draußen, um alleine spazieren zu gehen oder alleine Sport zu treiben. Sportanlagen dürfen sie jedoch keine besuchen.

Hotels und Beherbergung

Für Übernachtungen in Hotels und Pensionen gilt 2G. Ausnahme bleiben geschäftliche Übernachtungen - hier gilt 3G und alle drei Tage muss ein frisches negatives Testergebnis vorgezeigt werden. In der Hotelgastronomie gilt für Übernachtungsgäste 2G.

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