Fahrgäste steigen am Alexanderplatz in eine S-Bahn ein und aus, an der ein 3G-Hinweis klebt (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Christoph Soeder)

Landesregierung ändert Corona-Verordnung

Warnstufe in BW bringt Lockerungen im Alltag: Diese Corona-Regeln gelten aktuell

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Die Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg werden gelockert. Jetzt gilt wieder die Warnstufe und damit überwiegend die 3G-Regel. Das sind die Änderungen im Alltag.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat die Corona-Verordnung angepasst. Seit Mittwoch (23. Februar) gilt wieder die Warnstufe und die 3G-Regelung. In vielen Alltagsbereichen gibt es mehr Freiheiten.

Baden-Württemberg

Neue Landesverordnung zu Corona-Maßnahmen BW kehrt zur Warnstufe zurück und lockert die Corona-Regeln ab Mittwoch

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Die Warnstufe gilt, wenn die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz 4 erreicht oder überschreitet oder ab 250 Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen des Landes. In der Warnstufe haben auch Ungeimpfte mit einem aktuellen Test wieder Zugang zu vielen Bereichen. Allerdings bleibt die Maskenpflicht in öffentlichen, geschlossenen Räumen und im ÖPNV grundsätzlich bestehen. Lockerungen gibt es in den Bereichen Freizeit und Kultur, Gastronomie und bei körpernahen Dienstleistungen. Die lokalen Ausgangsbeschränkungen entfallen.

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Lockerungen bei privaten Treffen

An privaten Treffen und Veranstaltungen können wieder mehr Menschen teilnehmen. Ein Haushalt darf sich mit zehn weiteren Personen treffen, die nicht geimpft oder genesen sind. Geimpfte, Genesene und Kinder bis 13 Jahre werden nicht mitgerechnet. Für Geimpfte und Genesene gelten weiterhin keine Einschränkungen bei privaten Treffen oder Feiern.

3G: Maskenpflicht bleibt

Im Einzelhandel bleibt es laut Landesregierung Baden-Württemberg dabei, dass es auch künftig keine Zugangsbeschränkungen mehr gibt - allerdings müssen alle weiterhin eine FFP2-Maske oder eine vergleichbare medizinische Maske tragen. Das gilt auch für öffentliche Busse und Bahnen, in der Fahrgastschifffahrt und im Luftverkehr. Dort ist jeweils eine FFP2-Maske erforderlich. Im Freien muss eine medizinische Maske getragen werden, wenn das Abstandsgebot nicht dauerhaft eingehalten werden kann.

2G-Regel bei Konzerten und Veranstaltungen: Eine FFP2-Maske hängt an einem Mikrofon (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)
In Baden-Württemberg gilt weiterhin die 3G-Regelung bei Konzertbesuchen. dpa-Zentralbild | Patrick Pleul

Clubs und Discos dürfen unter Auflagen wieder öffnen

Clubs und Diskotheken dürfen unter strengen Auflagen - im Rahmen der 2G-Plus-Regel - wieder öffnen. In der Warnstufe gilt, dass nur vollständig Geimpfte, Geboosterte und Genesene, die zudem zusätzlich einen tagesaktuellen, negativen Corona-Test vorweisen, eingelassen werden dürfen. Möglich sind ein Schnelltest oder ein PCR-Test. Es gilt grundsätzlich die Maskenpflicht außer auf der Tanzfläche.

Gastronomie, Beherbergung, touristischer Verkehr

In der (Hotel-)Gastronomie, in Vergnügungsstätten, in Mensen und Cafeterien muss in der Warnstufe die 3G-Regel eingehalten werden. Speisen und Getränke können ohne Einschränkung abgeholt werden.

Auch für Beherbungsbetriebe gilt die 3G-Regel. Bei einem längeren Aufenthalt ist alle drei Tage ein neuerlicher Corona-Test erforderlich.

In touristischen Verkehrsmitteln wie Schiffen, Skiliften, Seilbahnen oder Reisebussen gilt ebenfalls 3G.

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Öffentliche Veranstaltungen


Messen und Kongresse sind wieder erlaubt (3G-Regel) und Veranstaltungen wie zum Beispiel Stadt- und Volksfeste dürften wieder mit deutlich mehr Teilnehmenden stattfinden. In Kinos und Konzertsälen, Theatern und Opernhäusern dürfen 60 Prozent der Plätze wieder besetzt werden. In Innenräumen sind bis zu 6.000 Zuschauer und Zuschauerinnen möglich, im Freien höchstens 25.000 Menschen (maximale Auslastung 75 Prozent). Es gilt jeweils die 3G-Regel.

Kultureinrichtungen und religiöse Veranstaltungen

In Kultureinrichtungen wie Galerien, Museen, Bibliotheken oder Gedenkstätten gilt die 3G-Regel. Für religiöse Veranstaltungen gibt es in der Warnstufe keine Beschränkungen.

Freizeit, Sport und außerschulische Bildung

In Freizeiteinrichtungen wie Freizeitparks, Zoos, Bädern, Thermen, Solarien, Fitness-Studios oder der Sauna gilt die 3G-Regel. Für Dampfbäder gilt die 2G-Regelung.

Sport in Sportstätten und Sportanlagen ist ohne Maske möglich (während der Sportausübung). Es gilt die 3G-Regel.

Bei den sogenannten körpernahen Dienstleistungen gilt die 3G-Regel uneingeschränkt.

Bei außerschulischen Bildungsangeboten wie VHS-Kursen, Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen muss in der Warnstufe die 3G-Regel eingehalten werden. Das gilt auch für berufliche Ausbildung, Fahr-, Flug- oder Bootsschulen wie auch für Sprach- und Integrationskurse. Bei mehrtägigen Veranstaltungen muss alle drei Tage ein neuer Corona-Test durchgeführt werden.

Fastnachtsveranstaltungen

Fastnachtsveranstaltungen sind erstmals seit zwei Jahren wieder möglich. Es muss auch hier die 3G-Regel beachtet werden. Das hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bereits angekündigt. Am Donnerstag (24. Februar) beginnt mit dem "Schmotzigen Dunschtig" die Hochphase der närrischen Saison. Vertreter von Narrenvereinen haben erklärt, dass bei den Fastnachtstreffen auch eine FFP2-Maskenpflicht gelten soll. Narren dürften demnach aber auf die Corona-Maske verzichten, wenn sie selbst kunstvoll geschnitzte Masken tragen.

Anpassung der Stufenregelung

Die bisher nach der Landesverordnung für Corona-Maßnahmen geltende Alarmstufe ist in eine angepasste Warnstufe überführt worden. Das bedeutet, dass die Warnstufe künftig ab einer Hospitalisierungsinzidenz (HI) von 4 ausgerufen wird. Die HI ist die Anzahl der stationär zur Behandlung aufgenommenen Patientinnen und Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Alternativ gilt die Warnstufe auch, wenn mindestens 250 Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen des Landes behandelt werden. Die Alarmstufe beginnt bei einer HI von 15,0 und einem Schwellenwert von 390 Covid-Patienten und -Patientinnen auf den Intensivstationen. Die bisherige Alarmstufe II entfällt.

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SWR