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Die Landesregierung will in der kommenden Woche ihre Strategie für Corona-Tests im Kabinett beschließen und anschließend der Öffentlichkeit vorstellen. Eine Entscheidung über die Strategie an Schulen und Kitas wird es dann aber noch nicht geben.

Während das CDU-geführte Kultusministerium flächendeckende Tests fordert, befürwortet das von den Grünen geführte Sozialministerium lediglich Stichproben. Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) hält die von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) geforderten flächendeckenden Tests für zu teuer. Er rechnet mit rund 13 Millionen Euro pro Woche, wenn alle Lehrkräfte getestet würden.

Wichtig sei, gezielt vorzugehen und nicht ins Blaue hinein zu testen, so Lucha. Getestet werden soll auf jeden Fall, wenn zum Beispiel Symptome vorliegen oder die Corona-Warn-App anschlägt.

Um den Streit beizulegen, soll es in der kommenden Woche ein Gespräch mit Experten geben, an dem unter anderem auch Lehrerverbände teilnehmen. Wie ein Sprecher des Staatsministeriums gegenüber dem SWR ausführte, habe dies Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit Eisenmann vereinbart.

Tests in Schlachthöfen in der Planung

Das Sozialministerium arbeitet außerdem an einem Konzept für Corona-Tests in Schlachthöfen. Nach SWR-Informationen sind darin zum Beispiel flächendeckende Testungen in großen Betrieben vorgesehen, in denen Leiharbeiter beschäftigt sind. Außerdem sollen alle Leiharbeiter getestet werden, wenn sie von einem Aufenthalt aus ihren Heimatländern zurückkehren.

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