Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 31.5.2021

STAND

Das war der Montag in Baden-Württemberg

Coronavirus-Varianten bekommen neue Namen

23:39 Uhr

Die Varianten des Coronavirus bekommen neue Namen, wie die WHO mitgeteilt hat. Kein Land solle für die Entdeckung und die Meldung von Virus-Mutationen stigmatisiert werden, sagte die Epidemiologin Maria van Kerkhove. Die Varianten sollen in Zukunft nach griechischen Buchstaben benannt werden - und zwar in der Reihenfolge ihrer Entdeckung. So wird beispielsweise aus der britischen Variante dann "Alpha", aus der südafrikanischen "Beta" und aus der brasilianischen "Gamma".

CDU-Gesundheitsexpertin Maag verteidigt Bürgertests

23:02 Uhr

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, die Stuttgarter Abgeordnete Karin Maag, hat das System der Corona-Bürgertests verteidigt und sich gegen Vorwürfe auch der Koalitionspartnerin SPD gewandt. "Es nutzt da wenig, einen Schwarzen Peter weiterzuschieben", sagte sie. "Als wir die Bürgertests vereinbart haben, war es uns wichtig, dass das System möglichst schnell funktionieren würde, ohne dass die Bürgerinnen und Bürger sich das Geld von den Krankenkassen zurückholen müssen." Gegen kriminelle Energien, die es immer gebe, müsse man selbstverständlich vorgehen. Maag begrüßte in einer Mitteilung den Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, der engere Aufsicht der Gesundheitsämter und die Einschaltung der Finanzämter vorsieht. Die Länder seien für den Betrieb der Testzentren verantwortlich. Es gehe auch nicht darum, ein Kontrollsystem neu zu erfinden. Schon jetzt kontrollierten einige Länder ihre Testzentren völlig selbständig und hätten etliche nach solchen Kontrollen auch schon geschlossen. Auch wenn es jetzt erste Ermittlungsverfahren gebe - die übergroße Mehrheit der 16.000 Zentren arbeite ohne Beanstandungen.

Frankreich gibt Impfungen für alle Erwachsenen frei

22:22 Uhr

Frankreich hat die Corona-Impfkampagne auf alle Erwachsenen ausgedehnt. Premierminister Jean Castex sprach von einem symbolischen Tag. Er mahnte allerdings, dass trotzdem zuerst die gefährdeten Menschen geimpft werden müssten, das sei unerlässlich. Präsident Emmanuel Macron teilte via Twitter mit, seine Frau Brigitte und er seien geimpft. Der 43-Jährige war im Dezember positiv auf das Coronavirus getestet worden und litt damals unter Husten, Müdigkeit und Muskelschmerzen. Mittlerweile sind in Frankreich von den etwa 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gut 25 Millionen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Die Situation auf den Intensivstationen entspannte sich zuletzt.

Stuttgart denkt über Verweilverbot in Innenstadt nach

22:01 Uhr

Nach den Ausschreitungen meist junger Menschen am vergangenen Wochenende in der Stuttgarter Innenstadt denkt die Stadtverwaltung über ein "Verweilverbot" nach. Das könnte bis Ende Juli freitags und samstags zwischen 22 und 6 Uhr gelten und soll Ansammlungen mit massenhaften Corona-Verstößen und Randale verhindern helfen. Aber auch das muss kontrolliert werden, warnt die Deutsche Polizeigewerkschaft.

Corona-Impfung bei Hausärzten: Viele wollen, wenige können

21:06 Uhr

Immer mehr Menschen sind bereits gegen das Coronavirus geimpft - einmal oder auch schon vollständig. Aber viele sind es eben auch noch nicht. Und die wollen jetzt auch endlich drankommen und machen ordentlich Druck bei den Hausärzten. Das gehe hin bis zu Bestechungsversuchen. Aber die Ärzte können nicht so viel impfen, wie sie könnten, weil sie nach wie vor zu wenig Impfstoff haben. Und den, so sagen sie, sollen zuerst ihre Risikopatienten bekommen, die längst noch nicht alle geimpft sind. Und dann drängen die anstehenden Zweitimpfungen, denn der Abstand zur ersten Spritze darf auch nicht zu groß werden.

Corona-Tests per Lolli auch an Freiburger Kitas

20:47 Uhr

Kita-Kinder in Freiburg sollen jetzt auch mit den kinderfreundlichen Lolli-Tests auf das Coronavirus getestet werden. An den Grundschulen hatte die Methode gut funktioniert.

Betrug mit Corona-Schnelltests auch in BW?

20:26 Uhr

In Nordrhein-Westfalen wird ermittelt, ob einzelne Anbieter dort viel zu viele Corona-Schnelltests abgerechnet und sich so hohe Summen erschlichen haben. In Baden-Württemberg geht das Sozialministerium davon aus, dass solche Betrügereien Einzelfälle sind. Trotzdem wollen die Behörden jetzt mehr kontrollieren, dass mit den Tests alles korrekt läuft.

Millionen Impfdosen für Entwicklungsländer

19:41 Uhr

Deutschland und Frankreich werden noch in diesem Jahr jeweils 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer weiterreichen. Dies kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem deutsch-französischen Ministerrat in Berlin an. Im Zentrum stehe dabei die "Freundschaft mit Afrika", sagte Merkel. Nur mit einem globalen Ansatz in der Impfstrategie gebe es ein "wirkliches Gefühl von Gerechtigkeit auf der Welt".

Sind Handwerker die Impfverlierer?

18:48 Uhr

Wer Patienten- oder Kundenkontakt hat, trägt auch ein größeres Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Ärztliches und Pflegepersonal wurden ziemlich früh geimpft, ebenso Lehrerinnen und Lehrer oder Schul- und Kitapersonal. Aber wie sieht es mit dem Handwerk aus? Hier durfte auch bei hohen Inzidenz-Zahlen weiter gearbeitet werden, und das meist ohne Masken.

Lockerungen: Bundesnotbremse wird in Pforzheim aufgehoben

18:41 Uhr

In Pforzheim tritt in der Nacht auf Mittwoch die Bundesnotbremse außer Kraft. In der Stadt liegt die Corona-Inzidenz seit fünf Werktagen unter 100, umfangreiche Lockerungen werden möglich. Unter anderem werden die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben, Gastronomie und Freibäder dürfen öffnen und auch Sport- und Kulturangebote können wieder stattfinden.

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt nur leicht

18:30 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist weiter gesunken und liegt jetzt bei 42,9 (Stand: 16 Uhr). Das hat das Landesgesundheitsamt mitgeteilt. Am Sonntag lag sie bei 43,0, vor einer Woche bei 74,6. 266 Neuinfektionen wurden gemeldet, genauso viele wie vor einer Woche (Sonntag: 287). 20 weitere Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben (Sonntag: 9, vor einer Woche: 3). Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat der Stadtkreis Baden-Baden mit 88,8, die niedrigste der Stadtkreis Heidelberg mit 13,6. Außerdem sind in Baden-Württemberg 364 Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung - 106 weniger als am Montag vor einer Woche.

EU-Kommission lässt ersten Corona-Impfstoff für Kinder zu

17:50 Uhr

Auch Kinder ab zwölf Jahren können in der Europäischen Union nun mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft werden. Nach der Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA erteilte die EU-Kommission offiziell die Zulassung. Mit dem Präparat des Mainzer Unternehmens und dessen US-Partner ist nun erstmals ein Corona-Impfstoff auch für Personen unter 16 Jahren in Europa zugelassen. Die EMA hatte am Freitag die Beurteilung abgegeben, dass die Anwendung für Kinder sicher sei. Grundlage war die Prüfung durch den zuständigen Expertenausschuss. In Deutschland hat die Ständige Impfkommission allerdings noch keine Empfehlung ausgesprochen.

FDP droht mit Verfassungsklage gegen Corona-Schulden

17:35 Uhr

Der FDP-Fraktionschef im baden-württembergischen Landtag, Hans-Ulrich Rülke, hat der grün-schwarzen Landesregierung mit einer Verfassungsklage gedroht, sollte sie mit dem Hinweis auf die Corona-Krise erneut neue Schulden aufnehmen wollen. Wenn der neue Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) behaupte, man sei noch mitten in der Pandemie, sei das falsch, sagte der FDP-Politiker. Es sei absehbar, dass die Pandemie endet. Sollte Grün-Schwarz die Corona-Krise wieder als Naturkatastrophe deklarieren, um damit die Schuldenbremse zu umgehen, sei das nicht hinnehmbar. Es gehe in Wahrheit darum, Haushaltslöcher zu stopfen. Rülke betonte: "Da kann ich mir durchaus eine Verfassungsklage gegen den Haushalt vorstellen." Finanzminister Bayaz hatte angekündigt, den Nachtragshaushalt bis zur Sommerpause durch den Landtag bekommen zu wollen.

Holiday Park Haßloch klagt auf Öffnung

17:30 Uhr

Mit einem Eilantrag gegen den Landkreis Bad Dürkheim will der Holiday Park in Haßloch die Wiedereröffnung der Freizeiteinrichtung erreichen. Das Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße bestätigte den Eingang. Ziel des Antrags sei, dass der Park in Rheinland-Pfalz mit ähnlichen Einrichtungen gleichgestellt werde, die bereits öffnen dürften, sagte Parkmanager Bernd Beitz der Deutschen Presse-Agentur. Im Sommer 2020 habe man ein Hygienekonzept umgesetzt, das sehr gut funktioniert habe. Wegen steigenden Corona-Inzidenzwerte hatte der Holiday Park Anfang November wieder schließen müssen.

Strobl zufrieden mit Polizeieinsatz bei Corona-Randale

17:07 Uhr

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat die gewaltsamen Ausschreitungen am Wochenende mit Gewalt gegen Polizisten aufs Schärfste verurteilt. Gleichzeitig bescheinigte er der Polizei, die Lage schnell unter Kontrolle und zur Ruhe gebracht zu haben. Strobl erklärte, es seien 17 Personen vorläufig festgenommen worden. Gegen sechs von ihnen seien Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, tätlichem Angriff und Beleidigung eingeleitet worden. Das Land stelle den Kommunen gesetzlich die Werkzeuge zur Verfügung, um Gewaltausbrüchen vorzubeugen, so Strobl. Außer Verweilverboten könnten auch Alkoholverbote in bestimmten Gegenden verhängt werden. Auch eine verstärkte Videoüberwachung sei möglich. Außerdem werde die Polizeipräsenz verstärkt, wenn kritische Situationen befürchtet würden. Die Gewerkschaft der Polizei macht sich unterdessen für die konsequente Anwendung von Verweilverboten stark.

Land will künftig Corona-Schnelltests kontrollieren

15:45 Uhr

In Baden-Württemberg sind bislang noch keine Betrügereien mit Corona-Schnelltests bekannt geworden, so der Amtschef im baden-württembergischen Gesundheitsministerium, Uwe Lahl, gegenüber dem SWR. Nach den Beratungen der Gesundheitsminister habe der Bund angekündigt, seine Testverordnung schnell zu präzisieren, damit Betrugsfälle nachverfolgt werden können. Etwa, indem Finanzämter die Umsätze mit der Zahl der abgerechneten Tests abgleichen. Die Länder wollen zudem Qualitätskontrollen durchführen. So soll auch in Baden-Württemberg stichprobenartig überprüft werden, ob die Tests richtig durchgeführt werden.

EU-Kommission für Reisefreiheit von Geimpften

15:40 Uhr

Die EU-Kommission hat sich für eine weitgehende Reisefreiheit für vollständig Geimpfte in Europa ausgesprochen. Sie sollten nicht mehr in Quarantäne und auch keine Tests mehr vorweisen müssen, erklärte die Behörde in Brüssel. Für Genesene solle dies ein halbes Jahr lang gelten. Kinder unter sechs Jahren in Begleitung ihrer geimpften oder genesenen Eltern müssten nicht in Quarantäne, von älteren könnten aber Tests verlangt werden. Alle Reisenden aus Ländern mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 25 sollten ohnehin keinen Beschränkungen unterliegen. Dies ist in der EU derzeit nur in Malta der Fall. Deutschland liegt derzeit bei 35 mit sinkender Tendenz. Mit den vorgeschlagenen Regelungen will die EU die zahlreichen Einzelregelungen der Länder bei den Reisen aufheben. Die Vorschläge werden jetzt den Mitgliedsstaaten vorgelegt, die ihnen zustimmen müssen.

Lauterbach für schnelle Rückkehr zu Präsenzunterricht

15:30 Uhr

Angesichts sinkender Corona-Fallzahlen hat sich der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach für die vollständige Wiederaufnahme des Regelunterrichts in den Schulen ausgesprochen. "Wir müssen zum Präsenzunterricht zurückkommen", sagte Lauterbach bei "Welt"-TV. Das sei möglich, wenn auch im Präsenzunterricht regelmäßig getestet werde - das habe bislang gut funktioniert. Gleichzeitig warnte Lauterbach vor der Situation nach den Sommerferien: "Im Herbst wird der Präsenzunterricht schwierig werden, wenn die Kinder nicht geimpft sein sollten", so der Gesundheitsexperte. Deswegen sei es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass die Impfung der Kinder nötig sei, wenn der Präsenzunterricht im Herbst wieder ohne Masken und Abstände stattfinden solle.

Handwerkstag erbittet eigene Impftermine vom Land

15:15 Uhr

Der baden-württembergische Handwerkstag bittet die Landesregierung, das Impfen von Handwerkern besser zu organisieren. Er schlägt vor, in den staatlichen Impfzentren zu bestimmten Uhrzeiten ausschließlich Handwerker zu impfen. Die 800.000 Handwerker in Baden-Württemberg seien von der Landesregierung vergessen worden, kritisierte der Hauptgeschäftsführer des Handwerkstags, Peter Haas, im SWR. So sei das Handwerk nicht als Branche der kritischen Infrastruktur eingestuft worden. Auch bei den 12 Corona-Modellprojekten im Land spiele das Handwerk keine Rolle. Dabei sei die Infektionsgefahr hoch: täglich kämen die Handwerker jeden Tag auf engstem Raum mit ihren Kunden zusammen. Hauptgeschäftsführer Haas regte an, in den Impfzentren am frühen Morgen, zum Beispiel von 5 bis 7 Uhr, ausschließlich Handwerker zu impfen.

FDP-Fraktionschef Rülke nennt Verweilverbot denkbar

14:15 Uhr

Der FDP-Fraktionschef im baden-württembergischen Landtag, Hans-Ulrich Rülke, hat nach den jüngsten Ausschreitungen in Stuttgart ein Verweilverbot als "ein denkbares Mittel" bezeichnet. Es müsse aber jeder Einzelfall geprüft werden. Stadt und Land warf Rülke Versäumnisse vor. Es sei deutlich, dass sie trotz steigender Temperaturen und sinkender Inzidenzen nicht vorbereitet gewesen seien. "Auf Zusammenrottungen hätte man besser vorbereitet sein können", sagte Rülke. In den vergangenen Nächten hatten Randalierer die Polizei auf Trab gehalten. Teilweise hatten sich am späten Samstagabend zwischen 500 und 600 Menschen an der beliebten Freitreppe am Schlossplatz versammelt. Die Stadt Stuttgart hat nach eigenen Angaben noch nicht über ein Verweilverbot entschieden.

Vorgaben für Testzentren sollen verschärft werden

13:45 Uhr

Die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister von Bund und Ländern planen nach den Betrugsvorwürfen strengere Vorgaben für Corona-Teststationen. Wie genau das aussehen soll, haben sie in einer Schaltkonferenz besprochen. Ein Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, es werde kurzfristig die Verordnung für Testzentren angepasst und die Kontrollmöglichkeiten würden verändert. So sollen Kassenärztliche Vereinigungen Sachkosten mit Tests abgleichen, Finanzämter werden mit einbezogen und sollen Steuer-IDs weitergeben, Gesundheitsämter sollen schriftliche Beurteilung von Testzentren machen und die Preise werden angepasst.

Land gibt weitere Millionen Neustart-Hilfe für Kultur

13:30 Uhr

Baden-Württemberg setzt weitere rund drei Millionen Euro zur Förderung von Open-Air-Veranstaltungen und Kulturprojekten ein. Unterstützt werden aus dem Impulsprogramm "Kunst trotz Abstand" über 100 Projekte aus der Darstellenden Kunst, Musik, Soziokultur, Kleinkunst, Literatur und Bildenden Kunst. Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) sagte, das Geld solle Kultureinrichtungen und Vereinen im Land dabei helfen, wieder aktiv zu werden und die Sommermonate für Veranstaltungen zu nutzen. Bezuschusst werden unter anderem das Nationaltheater in Mannheim, das Neue Globe in Schwäbisch Hall, die Stadtkapelle Bad Wurzach oder "HafenSounds" und "HafenBar" in Reutlingen. Die Förderung geht an Kommunal- und Privattheater, Figurentheater, freie Theater und Tanzensembles, Clubs, Soziokulturelle Zentren und musikalische Einrichtungen und Ensembles sowie den Bereich Amateurmusik, Bildende Kunst und Literatur.

Bund fördert Forschung zu Corona-Langzeitfolgen mit fünf Millionen Euro

13:15 Uhr

Das Bundesforschungsministerium will die Erforschung von Langzeitfolgen einer Corona-Infektion mit fünf Millionen Euro fördern. Ressortchefin Anja Karliczek (CDU) sagte, rund zehn Prozent der Infizierten litten auch Wochen und Monate nach der überstandenen Akut-Infektion an zum Teil schweren Symptomen. Häufigste Spätfolgen sind laut Forschungsministerium extreme Erschöpfung, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Atemnot sowie der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Wegen der Neuartigkeit der Erkrankung fehlten aber immer noch fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse dazu. "Umso wichtiger ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, um die betroffenen Patientinnen und Patienten bestmöglich behandeln und bei ihrer Genesung unterstützen zu können", betonte Karliczek. In Deutschland haben inzwischen rund 3,5 Millionen Menschen eine Covid-19-Infektion überstanden. Da bei rund zehn Prozent der Infizierten Langzeitfolgen auftreten, wären rund 350.000 Menschen von den so genannten Long-Covid-Symptomen betroffen.

Deutschland geht bei Impfungen auf 50-Millionen-Marke zu

11:45 Uhr

Die Zahl der verabreichten Corona-Impfungen nähert sich der Marke von 50 Millionen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag waren mit Sonntag seit Beginn der Impfkampagne 49,9 Millionen Impfungen verabreicht worden. Am Sonntag erhielten 270.927 Menschen eine Spritze. 14,6 Millionen sind nun vollständig geimpft. Insgesamt haben den Angaben zufolge 35.755.407 Menschen (43 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten. "Es geht voran: Ab der nächsten Woche impfen dann erstmalig auch flächendeckend die Betriebsärzte mit", teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mit.

Gewerkschaft der Polizei beklagt schwindenden Respekt für Polizisten

10:19 Uhr

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) beklagt einen zunehmend rücksichtslosen Umgang der Menschen mit Polizistinnen und Polizisten. Der GDP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow sagte im SWR, es gebe bundesweit immer mehr Übergriffe - zum Beispiel bei Masken-Kontrollen. "Die Kolleginnen und Kollegen werden angespuckt oder angehaucht. Dies ist eine Situation, die ein Einsatzbeamter nicht besonders lustig findet – gerade weil auch großes Gefahrenpotential für die eigene Gesundheit besteht.“ Nach den Auseinandersetzungen in Stuttgart spricht sich Malchow für Verweilverbote auf bestimmten Plätzen aus. So wäre es für die Polizei einfacher, Randale zu verhindern.

Reutlinger Kreiskliniken erlauben wieder Besuche

9:59 Uhr

In den Kreiskliniken Reutlingen dürfen von heute an Patienten wieder Besucher empfangen. An den Krankenhäusern in Reutlingen, Bad Urach und Münsingen ist täglich von 14 bis 16 Uhr Besuchszeit. Erlaubt ist ein Besucher pro Patient und Tag für eine Stunde. Besucher müssen einen Nachweis über einen aktuellen negativen Schnelltest, eine vollständige Impfung oder eine überstandene Infektion vorweisen.

Keine Testpflicht bei Museumsbesuch im Ortenaukreis

9:50 Uhr

In Freiburg und mehreren südbadischen Landkreisen gibt es seit heute einige weitere Lockerungen - vor allem im Kultur- und Sportbereich. Zum Beispiel entfällt im Ortenaukreis die Testpflicht beim Museumsbesuch. Der Grund sind die niedrigen Inzidenzen.

Lehramtsstudierende sollen Schulen unterstützen

8:55 Uhr

Angehende Lehrerinnen und Lehrer sollen in Baden-Württemberg in den Schulen aushelfen, um die Lernrückstände der Kinder und Jugendlichen aus der Corona-Zwangspause möglichst schnell aufzuholen. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) sagte den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung", die Nachfrage sei groß. Geplant sei, in den kommenden Wochen 500 Lehramtsstudierende an die Schulen zu vermitteln. In den Sommerferien sollen sie dann auch bei den Lernbrücken helfen. Gesucht werden Lehraamtsstudierende ab dem vierten Fachsemester. Die Lernbrücken sind freiwillige Nachhilfeangebote in den Sommerferien, um den Schulstoff nachzuholen und Defizite aufzuarbeiten.

Auch in Heidelberg und Tübingen Auseinandersetzungen am Wochenende

8:03 Uhr

Nicht nur in Stuttgart hat es am Wochenende Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei gegeben. Auch in anderen Städten gab es Krawalle. In Heidelberg suchten nach Angaben der Polizei in der Nacht auf Sonntag mehr als 80 Jugendliche immer wieder die Konfrontation, waren aggressiv und provokant. In drei Fällen sei es auch zu körperlichen Angriffen gekommen. In Tübingen löste die Polizei jeweils am Samstag- und Sonntagmorgen gegen drei Uhr größere Ansammlungen auf den Treppen vor der Stiftskirche auf. Laut Polizei wurden dabei Einsatzkräfte zum Teil beschimpft und angegriffen.

Spahn: Bis Mitte Juli 90 Prozent der Impfwilligen geimpft

7:52 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass bis Mitte Juli "an die 90 Prozent" der impfwilligen Erwachsenen in Deutschland eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. In der ARD-Talkshow "Anne Will" sagte Spahn am Sonntagabend, er gehe von einer Impfbereitschaft "von 70 bis 75 Prozent" der Erwachsenen aus. Spahn verwies zugleich auf die Dynamik der Impfungen in Deutschland. Waren zu Ostern erst zwölf Prozent der Bürger geimpft, so sei die Zahl bis Pfingsten auf knapp 40 Prozent gestiegen. Zuletzt lag die Impfquote nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 43 Prozent, vollständig geimpft waren demnach 17,6 Prozent.

Ferienpark in Leutkirch öffnet wieder

7:20 Uhr

Der Ferienpark Center Parcs Allgäu in Leutkirch (Kreis Ravensburg) öffnet heute wieder für Besucher. Alle 1.000 Ferienhäuser im Park dürften belegt werden, sagte einer Sprecher dem SWR. Etwa 70 Prozent der Häuser seien reserviert. Besucherinnen und Besucher müssen bei der Ankunft einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Wer während des Aufenthalts an Aktivitäten teilnehmen will, braucht einen tagesaktuellen Test. Dafür gibt es ein Testzentrum im Park.

Weitere Lockerungen in einigen Landkreisen

7:04 Uhr

In einigen Regionen in Baden-Württemberg gibt es aufgrund der fallenden Corona-Zahlen weitere Öffnungsschritte. Unter anderem in den Kreisen Reutlingen, Tübingen, Sigmaringen, Ortenau, Schwarzwald- Baar sowie im Stadt- als auch im Landkreis Karlsruhe sind private Zusammenkünfte mit bis zu zehn Personen aus drei Haushalten wieder erlaubt. Der Einzelhandel hat dort wieder offen, ohne Voranmeldung und ohne Testpflicht. Im Kreis Rottweil ist nun Einkaufen mit Termin möglich.

Landesregierung will offenbar Ferienlager mit Übernachtungen erlauben

6:05 Uhr

Die baden-württembergische Landesregierung will im Sommer offenbar Ferienlager mit Übernachtungen erlauben. Das berichten die "Stuttgarter Nachrichten" mit Verweis auf das Sozialministerium. Laut einem Ministeriumssprecher soll ab Mitte Juni die Coronaverordnung des Landes entsprechend geändert werden. Derzeit sind Übernachtungsangebote generell untersagt. Im Moment planen viele Veranstalter ihre Ferien- und Zeltlager für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien. Welche Regeln dafür gelten werden, ist aber noch nicht klar.

Weltweite Autoindustrie laut Studie schon wieder auf Vorkrisenniveau

5:38 Uhr

Die weltweite Autoindustrie hat im ersten Quartal einer Studie zufolge schon wieder mehr Geld umgesetzt und operativ auch mehr Geld verdient als vor der Corona-Krise. Der Gewinn der größten Autohersteller vor dem Abzug von Zinsen und Steuern stieg der Branchenerhebung des Beratungsunternehmens EY zufolge im Zehn-Jahres-Vergleich sogar auf den höchsten Wert, der je in einem Startquartal gemessenen wurde. Die Studie lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Lauterbach warnt vor Auswirkungen von Corona-Langzeitfolgen

5:35 Uhr

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchtet, dass sich die Zahl der Patienten mit chronischer Erschöpfung durch Corona-Langzeitfolgen verdoppeln könnte. Es gebe zahlreiche Formen von Long Covid, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Besonders schwerwiegend sei das Chronic Fatigue-Syndrom, das sich durch Schmerzen, Schwäche, extreme Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten äußere. "Es handelt sich um eine völlig unnormale physische und psychische Erschöpfung schon nach kleinsten körperlichen Anstrengungen", sagte Lauterbach. Menschen, die darunter litten, könnten oft nur wenige Stunden am Tag funktionieren. Er bezeichnete es als schwereres Versäumnis, dass in Deutschland keine Langzeitstudien zur Erforschung von Long Covid aufgebaut würden.

Finanzminister Bayaz kündigt harten Sparkurs an

5:17 Uhr

Baden-Württembergs Finanzminister Daniel Bayaz (Grüne) hat einen harten Sparkurs angekündigt. Die Corona-Pandemie habe eine riesige Lücke in den Landesetat geworfen, sagte Bayaz der Deutschen Presse-Agentur. Es sei seine Aufgabe als Finanzminister, sorgsam mit dem Geld umzugehen. Jedes Ressort habe auch in Corona-Zeiten die Aufgabe, genau zu schauen, wo man Geld einsparen könne. "Da werde ich den Finger an der einen oder anderen Stelle in die Wunde legen, um genau auch das einzufordern", sagte Bayaz.

Bundesweite Inzidenz sinkt minimal

5:10 Uhr

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist minimal gesunken. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt sie heute bei 35,1. Am gestrigen Sonntag lag sie bei 35,2. Die Zahl der Neuinfektionen gibt das RKI mit 1.978 an. Zum Vergleich: Vor einer Woche am Pfingstmontag gab es 2.682 gemeldete Neuinfektionen. Auch in Baden-Württemberg gehen die Zahlen weiter zurück.

Montag, 31.5.2021

Weitere Infos finden Sie hier:

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