Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Samstag, 29. Mai 2021

STAND

Das war der Samstag in Baden-Württemberg

Erstmals wieder Bummeln in Stuttgart möglich

20:42 Uhr

Für viele war es ein besonderer Tag in der Landeshauptstadt Stuttgart. Der erste Samstag seit Monaten, an dem wieder ein Einkaufs-Bummel möglich war. Und Kundinnen und Kunden mussten nicht unbedingt auf Corona getestet worden sein - das wussten viele aber gar nicht:

Restaurants öffnen teilweise noch nicht - obwohl sie dürften

20:26 Uhr

In vielen Kreisen in Baden-Württemberg liegt die Inzidenz schon deutlich unter 100 und damit dürfen dort auch Restaurants wieder öffnen. Doch manche Gastronomen sind sich nicht sicher, ob die Infektionszahlen so bleiben und lassen ihre Gasthäuser noch geschlossen.

Neue Virusvariante in Vietnam entdeckt

18:20 Uhr

In Vietnam ist nach offiziellen Angaben der Regierung eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Der Gesundheitsminister des kommunistisch regierten Landes, Nguyen Thanh Long, sagte nach Berichten von staatlichen Medien, die neue Variante weise sowohl Eigenschaften der bisher bekannten britischen Form als auch der indischen Form auf. Sie sei sehr leicht übertragbar, vor allem über die Luft. In Vietnam gibt es im Vergleich zu vielen anderen Ländern extrem wenige Erkrankungen.

761 Neuinfektionen - landesweite Inzidenz sinkt weiter

17:06 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist weiter gesunken und liegt jetzt bei 43,9. Das teilte das Landesgesundheitsamt mit (Stand 16 Uhr). Am Freitag lag sie bei 46,6, vor einer Woche bei 80,4. 761 Neuinfektionen wurden heute gemeldet (Freitag 844, vor einer Woche 1.249). Der R-Wert wird mit 0,73 angegeben. Sieben weitere Menschen sind an oder mit Covid-19 verstorben (Freitag 18, vor einer Woche 13). Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat der Kreis Tuttlingen mit 98,0, die niedrigste der Landkreis Emmendingen mit 15,6. Zudem sind in Baden-Württemberg 387 Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung - 105 weniger als am Samstag vor einer Woche.

Tübinger Sport-Modellprojekt kann starten

16:27 Uhr

Das Sozialministerium von Baden-Württemberg hat Grünes Licht für das Tübinger Sport- Modellprojekt #bewegteuch gegeben. Unterstützt von rund 100 prominenten Sportlern, Künstlern und Politikern soll im Modellprojekt ausprobiert werden, was passiert, wenn Kinder und Jugendliche wieder Freiluft-Sport in großen Gruppen treiben. Dabei sind regelmäßige Schnelltests vorgesehen.

Viele Kunst-, Erlebnis- und Kultureinrichtungen öffnen wieder

16:17 Uhr

Durch die sinkende Inzidenz in vielen Regionen in Baden-Württemberg dürfen auch immer mehr Einrichtungen wieder öffnen. Stocherkahnfahrten auf dem Neckar, Museumsbesuch in Aalen oder eine Abkühlung im Mannheimer Freibad - all das ist wieder möglich. Ein Überblick:

Steigende Nachfrage bei gefälschten Impfnachweisen wahrscheinlich

14:58 Uhr

Der Corona-Impfnachweis oder auch der komplette Impfpass - beides ist laut Experten leicht zu fälschen. Mehrere Verfahren laufen bereits. Zahlen für ganz Deutschland gibt es nicht, doch laut BKA ist die Tendenz steigend. Mehr zum Thema hier:

Spahn prüft strengere Kontrollen bei Test-Abrechnungen

13:29 Uhr

Angesichts des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Tests für alle pocht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf ein korrektes Vorgehen und prüft schärfere Kontrollregeln. Er sehe, dass die allermeisten Anbieter "das mit großem Engagement, sehr professionell und auch sehr ordentlich machen", sagte der CDU-Politiker am Samstag in Pretoria am Rande eines Südafrika-Besuchs. "Wir werden jetzt auch schauen, ob wir die Kontrollmechanismen noch mal verschärfen." Spahn sagte, die "Bürgertests" seien sehr pragmatisch in einer Situation möglich gemacht worden, in der ein schneller Aufbau gewollt gewesen sei. Dabei entschieden die Behörden vor Ort über Betreiber von Teststellen wie Ärzte, Apotheker, Rotes Kreuz oder auch private Anbieter. Es sei ausdrücklich vorgesehen, dass die Gesundheitsbehörden entscheiden, wer die Bedingungen erfülle, das auch gut zu machen. Spahn verwies zudem darauf, dass eine nachträgliche Kontrolle bereits vorgesehen sei. "In der Pandemie muss es manchmal schnell gehen." Anbieter müssten aber damit rechnen, dass Unterlagen bis Ende 2024 überprüft werden können.

Karlsruhe: Modellprojekt "Impfen durch Betriebsärzte" erfolgreich

12:51 Uhr

Die Mineralölraffinerie Oberrhein Miro in Karlsruhe hat im Rahmen des Modellprojekts "Impfen durch Betriebsärzte" 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen das Coronavirus geimpft. Auf Vorschlag der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe war die Raffinerie als eines von zwölf Unternehmen durch das baden-württembergische Sozialministerium ausgewählt worden. Nach Angaben des Unternehmens endete die zweiwöchige Erstimpfung am Freitag.

Bislang keine Sicherheitsbedenken bei Curevac

12:37 Uhr

Unabhängige Experten haben nach Angaben des Tübinger Unternehmens Curevac bei einer Studie des Corona-Impfstoffkandidaten CVnCoV bislang keine Sicherheitsbedenken angemeldet. Das DSMB (Data Safety Monitoring Board) habe eine Zwischenanalyse mit 59 bestätigten Covid-19-Fällen vorgenommen, teilte der Konzern am späten Freitagabend mit. Die Studie werde fortgesetzt, Curevac selbst habe keinen Zugriff auf die Daten. "Wir erwarten ein Studienupdate zur Wirksamkeitsanalyse nach wie vor im zweiten Quartal, sprich Juni", erklärte eine Sprecherin auf Reuters-Anfrage. Der Impfstoffkandidat der ersten Generation befindet sich im letzten Stadium der klinischen Entwicklung.

Tourismus und Kultur: Weitere Modellprojekte starten in BW

11:56 Uhr

Nach den ersten Öffnungsversuchen unter anderem in Tübingen, in mehreren Unternehmen und im Europapark in Rust macht Baden-Württemberg den Weg frei für weitere Modellprojekte im Tourismus, in der Kultur, im Sport und in der Clubszene. Insgesamt könnten 19 neue Versuche an den Start gehen, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. Ziel sei es, Konzepte für eine Zukunft mit weiter gesunkenen Corona-Zahlen zu erproben. Voraussetzung dafür bleibe eine stabile Inzidenz von unter 100 im jeweiligen Kreis. Insgesamt gingen nach Angaben des Ministeriums 83 Anträge ein, fast jeder zweite (39) aus der Kultur.

Wenige Corona-Fälle: Weiden bleibt deutscher Spitzenreiter

11:51 Uhr

Die Stadt Weiden in der Oberpfalz bleibt vorerst die deutsche Region mit der niedrigsten Corona-Inzidenz. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag dort nach Angaben des Robert Koch-Institutes heute erneut nur bei 2,3 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das war der deutschlandweite Bestwert. Allerdings liegt auch der bundesweite Corona-Hotspot nach wie vor in Bayern: Den höchsten Wert in ganz Deutschland wies weiterhin die schwäbische Stadt Memmingen mit 117,9 aus.

Große Nachfrage nach digitalem Impfausweis

11:47 Uhr

Der digitale Impfnachweis im Zollernalbkreis ist gefragt: Mehr als 12.000 Nachweise wurden laut Landratsamt bisher ausgegeben. Seit dieser Woche kann ihn jeder bekommen, der im Zollernalbkreis lebt und vollständig geimpft ist. Rund 400 Ausweise werden laut Amt aktuell pro Vormittag ausgegeben. Der Zollernalbkreis ist der einzige Kreis in Baden-Württemberg, der aktuell einen digitalen Impfnachweis anbietet. Es gibt ihn dort bereits seit Februar.

Lambrecht warnt vor Generationenkonflikt

11:34 Uhr

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht hat sich besorgt über die bald mögliche Verteilung von Corona-Impfstoff geäußert. Die SPD-Politikerin sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, es sei wichtig, dass die Generationen nun nicht gegeneinander ausgespielt würden. Ab 7. Juni sollen auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren eine Impfung bekommen können. Lambrecht betonte, dass bei Weitem noch nicht alle Älteren geimpft seien. Dazu komme, dass gesunde Kinder und Jugendliche nur ein geringes Risiko für einen schweren Verlauf hätten. Auch das müsse bei der Frage der Impfstoffverteilung berücksichtigt werden, so Lambrecht.

Ermittlungen wegen Betrugsverdachts bei Schnelltests

9:35 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt gegen zwei Verantwortliche eines Corona-Testzentren-Betreibers. Sie sollen bei Abrechnungen von Schnelltests betrogen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben Ermittler in diesem Zusammenhang im Ruhrgebiet Geschäftsräume und Privatwohnungen durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt.

Unternehmen sehen sich für Impfungen gut gerüstet

9:29 Uhr

In der zweiten Juniwoche sollen in den Unternehmen im Land die Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Doch wie viel Impfstoff sie erhalten werden, ist noch unklar.

Bundesbildungsministerin: Vorerkrankte Kinder impfen

9:10 Uhr

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, dass zumindest vorerkrankten Kindern bis zum Schuljahresbeginn ein Impfangebot unterbreitet wird. Selbst wenn die Ständige Impfkommission die Empfehlung geben würde, zum Beispiel nur vorerkrankte Kinder zu impfen, würde dies dem Gesundheitsschutz dieser Gruppe sehr dienen, sagte Karliczek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie könnten dann trotz der Vorerkrankung wieder in ihren Alltag zurückkehren. Auch dies würde den Schulalltag nach den Sommerferien erleichtern, denn damit wäre eine weitere Risikogruppe geschützt, so Karliczek.

Leiter von Impfzentrum kritisiert Terminvergabe

9:00 Uhr

Der Leiter des Impfzentrums des Kreises Calw in Altensteig, Norbert Weiser, kritisiert, dass nur ein kleiner Teil der dort Geimpften aus dem Kreis Calw komme. Durch die zentrale Vergabe der Impftermine gebe es einen extremen Impftourismus, so Weiser. Derzeit überlege man, wie die Terminvergabe angepasst werden könne, damit die Bewohner des Landkreises Calw einfacher Termine bekommen. Im Impfzentrum haben bisher rund 50.000 Menschen eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Bundesweite Inzidenz sinkt leicht

6:45 Uhr

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 7.082 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 37,5 an (Vortag: 39,8; Vorwoche: 66,8). Deutschlandweit wurden demnach 163 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 170 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg dadurch auf 88.350.

Weitere Öffnungsschritte in einigen Landkreisen

00:01 Uhr

In vielen baden-württembergischen Stadt- und Landkreisen bieten die Corona-Lockerungen einen kleinen Lichtblick im eintönigen Pandemie-Alltag. In den kommenden Tagen stehen in weiteren Regionen größere und kleinere Öffnungsschritte an. Pünktlich zum Wochenende lag die Sieben-Tage-Inzidenz überall im Land unter 100 (Stand: 28.5, 16 Uhr).

Samstag, 29. Mai 2021

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