Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 24. Mai 2021

STAND

Das war der Montag in Baden-Württemberg

WHO-Mitglieder diskutieren über Vorgehen in Pandemien

23:15 Uhr

Die mehr als 190 Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation WHO diskutieren seit heute darüber, wie sich die Welt künftig besser auf Pandemien vorbereiten kann. Am ersten Tag der WHO-Jahrestagung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betont, dass diese Pandemie nicht die letzte sein werde. Sie habe vor Augen geführt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit sei. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte, schneller zu impfen. Bis September sollten seiner Ansicht nach mindestens zehn Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein.

Kommt die Gebühr für Tagestouristen im Schwarzwald?

22:41 Uhr

Die Tourismus-Gesellschaft Hochschwarzwald denkt darüber nach, eine pauschale Gebühr für Tagestouristen einzuführen. Nach Ansicht des Verbandes sind solche Besucherinnen und Besucher eine Belastung für die örtliche Infrastruktur, weil sie in der Regel wenig Geld ausgeben. Rund sechs bis sieben Millionen Tagesbesucher strömen normalerweise jährlich in den Schwarzwald - wegen der Corona-Pandemie sind es jetzt deutlich weniger. Die angedachte Tagespauschale soll fehlende Einnahmen teilweise abfedern.

So war das Pfingstwochenende in Baden-Württemberg

21:25 Uhr

Nach monatelanger Pause haben viele Menschen am Wochenende in den Städten und Regionen die Corona-Lockerungen genossen. In der kommenden könnte die Landeshauptstadt folgen.

Besucherandrang bei Ausflugszielen verhalten

19:55 Uhr

Populäre Ausflugsziele auf der Schwäbischen Alb und im Nordschwarzwald hatten am Pfingstwochenende erstmals nach der Corona-Pause wieder geöffnet. Ein Besucheransturm blieb aber aus. Es seien einige Höhlenbesucher gekommen, jedoch deutlich weniger als an früheren Pfingstwochenenden, sagten die Betreiber der Bären- und der Nebelhöhle in Sonnenbühl auf der Schwäbischen Alb. Ähnlich war es im Wolf- und Bärenpark Bad Rippoldsau-Schapbach im Kreis Freudenstadt. Geschäftsführer Bernd Nonnenmacher zählte zwar mehr Besucher als unter der Woche. Aber er meint, die Testpflicht halte viele ab. Zahlreiche Camper jedoch keinen Touristenansturm zu Pfingsten meldete die Tourist-Info Baiersbronn.

WHO: Weltweit 115.000 Pflegekräfte an Corona gestorben

18:59 Uhr

Mindestens 115.000 Pflegekräfte sind nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion ums Leben gekommen. "Es gibt nur spärliche Berichte, aber wir schätzen, dass mindestens 115.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheits- und Pflegedienste mit dem Leben für ihren Dienst an anderen bezahlt haben", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus zum Auftakt der Jahrestagung der 194 WHO-Länder in Genf.

Landesweite Inzidenz sinkt - weitere Kreise unter 50er-Marke

18:01 Uhr

In Baden-Württemberg wurden heute 266 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Stand 16 Uhr). Am Montag vor einer Woche waren es 600 Neuinfektionen, gestern wurden 511 gemeldet. An Wochenenden und Feiertagen ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen jedoch meist niedriger, weil weniger getestet wird. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist weiter gesunken und liegt jetzt bei 74,6 (gestern 80,2). Im Wochenvergleich ist sie deutlich gesunken (95,0 am Montag vor einer Woche). 470 mit Covid-19 infizierte Personen werden aktuell auf Intensivstationen behandelt - das sind 85 weniger als vor einer Woche. Es wurden drei weitere Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 gemeldet. Acht Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen aktuell bei der Sieben-Tage-Inzidenz über der Marke von 100. Ebenso liegen drei weitere Kreise nun unter der 50er-Inzidenzmarke - gestern waren es vier, am Pfingstmontag sieben. Der Zollernalbkreis meldet mit 163,2 weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg, Emmendingen mit 24,0 die niedrigste.

Neckarwiese in Heidelberg heute von 20-6 Uhr gesperrt

17:44 Uhr

Nach der Vorkommnissen auf den Heidelberger Neckarwiesen an den vergangenen Abenden hat die Stadt für heute Abend bis morgen früh ein Aufenthaltsverbot für die Neckarwiesen verhängt. Wegen der Ausschreitungen am Wochenende will die Polizei dort verstärkt kontrollieren, ebenso wie in der Altstadt. Gestern und vorgestern Nacht hatten sich Hunderte Jugendliche am Neckarufer getroffen, Alkohol getrunken und lautstark gefeiert, ohne sich an Abstandsregeln und Maskenpflicht zu halten. Als die Polizei in der Nacht zum Sonntag die Versammlung auflösen wollte, wurden die Beamten von mehreren Jugendlichen angegriffen. Schon am vergangenen Mittwoch hatte die Polizei die Neckarwiese räumen müssen, nachdem sich dort 300 Jugendliche getroffen hatten, ohne sich um Abstands- und Maskenpflicht zu kümmern.

Merkel plädiert bei Welt-Gesundheitsgipfel für Pandemie-Abkommen

17:03 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert die Weltgemeinschaft auf, sich für kommende schwere Gesundheitskrisen besser zu wappnen. Sie will, dass die Staaten ein globales Pandemie-Abkommen verabschieden. Das sagte sie heute in ihrer Video-Botschaft vor der Weltgesundheitsversammlung in Genf. Nach der Pandemie sei vor der nächsten Pandemie, sagte die Kanzlerin. In einem solchen Abkommen könnten sich die Länder zu einer besseren Früherkennung, zu einer engeren Kooperation, zu einer wirksamen Vorbereitung und zu einer besseren Ausrüstung der Gesundheitswesen verpflichten. Widerstand gegen einen möglichen Pandemiepakt kommt unter anderem aus China. Außerdem plädierte Merkel für eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation, WHO, damit diese eine führende Rolle im globalen Gesundheitswesen einnehmen könne. Die Weltgesundheitsversammlung ist das höchste Organ der WHO und dauert neun Tage.

Wall Street Journal: Laborunfall in China Ausgangspunkt der Pandemie?

16:20 Uhr

Ein US-Medienbericht hat den Mutmaßungen über einen Laborunfall in China als Ausgangspunkt der Corona-Pandemie neue Nahrung gegeben. Unter Berufung auf einen Bericht des US-Geheimdienstes schreibt das Wall Street Journal, im November 2019 seien drei Mitarbeiter des Instituts für Virologie in der chinesischen Stadt Wuhan so schwer erkrankt, dass sie ins Krankenhaus mussten. Schon zum Ende der Amtszeit von Ex-Präsident Donald Trump hatte das Außenministerium in Washington erklärt, es gebe Anzeichen dafür, dass mehrere Mitarbeiter des Labors schon vor den ersten offiziellen Corona-Fällen an Covid-19 erkrankt gewesen seien. Ihre Krankheitssymptome hätten sowohl zu Covid-19 als auch zu gewöhnlichen, saisonalen Erkrankungen gepasst. Seither wurde immer wieder darüber spekuliert, dass das Corona-Virus bei einem Unfall aus dem Labor entwichen sein könnte. Die chinesische Regierung hat das energisch bestritten. Auch die WHO-Delegation, die im März 2021 nach Wuhan reiste, um den Ursprung des Virus zu suchen, fand dafür keine Belege. Allerdings bezweifeln viele Staaten, dass die Experten alle Daten sehen durften. China wies den Bericht scharf zurück. Es handele sich um eine "komplette Lüge".

Schweizer Labor bewahrt Krankheitserreger für WHO auf

14:50 Uhr

Ein Schweizer Sicherheitslabor wird Viren und andere Krankheitserreger mit Epidemie- oder Pandemiepotenzial für die Weltgesundheitsorganisation, WHO, aufbewahren. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus heute in Genf mit dem Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset. Die WHO will so den Austausch solcher Materialien zwischen Ländern fördern. Ein Pilotprojekt mit Sars-CoV-2-Viren laufe bereits, so Tedros. Weitere Viren oder andere Erreger sollen im kommenden Jahr dazukommen. Forscher sollen die Erreger analysieren und so Gefahren möglichst schnell erkennen. Zudem können Firmen Tests, Medikamente oder Impfstoffe damit entwickeln.

Metallarbeitgeber stellen Impfungen bei Betriebsärzten in Frage

14:31 Uhr

Der Hauptgeschäftsführer der Südwestmetall, Peer-Michael Dick, bezweifelt, dass Corona-Impfungen bei den Betriebsärzten ein Erfolg werden. Den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung" von morgen sagte er, es sei jetzt schon klar, dass es weder die gewünschten Mengen geben werde noch dass die Termine eingehalten würden. Eine verlässliche Planung sei angesichts der "zerfledderten" Impfvorgänge nicht möglich. Damit spielte Dick darauf an, dass sich mittlerweile viele Beschäftigte von ihren Hausärzten impfen lassen. Also sinke der Bedarf, die Unternehmen könnten deshalb ihre Impfstrukturen, also Ressourcen, Platz und Personal, unter Umständen nicht aufrechterhalten. Ab dem 7. Juni sollen Betriebsärzte flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen.

Bischof hofft auf Präsenz-Katholikentag in Stuttgart

11:25 Uhr

Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart Gebhard Fürst hofft, dass der Katholikentag 2022 in Stuttgart mit Zehntausenden Teilnehmern vor Ort stattfinden kann. "Nach der großen Corona-Depression brauchen wir ein Treffen, bei dem wir wieder alle miteinander aufatmen können", sagte Fürst der Katholischen Nachrichten-Agentur. Gestern war in Frankfurt der weitestgehend digitale Ökumenische Kirchentag zu Ende gegangen. Der Katholikentag 2022 findet in rund einem Jahr statt. Fürst betonte, man setze voll auf die Präsenz vor Ort. Themen auf dem Kirchentag sollen unter anderem Klimawandel, Digitalisierung und soziale Fragen wie Wohnungsbau und gesellschaftlicher Zusammenhalt sein.

Spahn: Ziel ist Inzidenz unter 20

11:10 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat als Zielmarke für weitreichende Lockerungen im Sommer eine Inzidenz von unter 20 angepeilt. Für einen unbeschwerten Sommer müsse die Inzidenz weiter gesenkt werden, sagte er der "Bild am Sonntag". "Im vergangenen Sommer lag sie unter 20. Das sollten wir wieder anstreben. Vorsicht und Umsicht gelten weiterhin." Man habe aus dem vergangenen Sommer gelernt, sagte der Minister. "Damals haben die Auslandsreisen, häufig Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan, phasenweise rund 50 Prozent der Neuinfektionen ausgelöst. Das müssen wir in diesem Jahr verhindern", sagte Spahn. Beispielsweise wolle er frühzeitig Vereinbarungen mit der Türkei über Tests bei der Ein- und Ausreise schließen.

Verband dringt auf Ende der Homeoffice-Pflicht

9:35 Uhr

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat ein Ende der Homeoffice-Pflicht sowie der Corona-Testpflicht in Betrieben gefordert. Das berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben) unter Berufung auf einen Zehn-Punkte-Plan des Industrieverbands. "Die Impffortschritte in Gesellschaft und Unternehmen müssen mit einer parallelen Rückkehr in einen normalen Geschäftsbetrieb verbunden sein", heißt es den Zeitungen zufolge in dem Papier. Der BDI forderte demnach einen Stufenplan, der festlegt, wie die auferlegten Corona-Schutzmaßnahmen in den Betrieben verringert und abgeschafft werden können. Als Maßstab legte der Industrieverband die steigende Anzahl von geimpften und genesenen Mitarbeitern an.

Polizei räumt Heidelberger Neckarwiese erneut

9:12 Uhr

Nach den Ausschreitungen auf der Heidelberger Neckarwiese in der Nacht zum Sonntag haben Polizeikräfte die Wiese in der Nacht zum Pfingstmontag erneut geräumt. Zwischen 200 und 250 Personen haben auf der Neckarwiese laut Polizei lautstark gefeiert und waren zunehmend alkoholisiert. Auf Hinweise der Beamten zu den Corona-Bestimmungen hätten die Personen nicht reagiert, weshalb die Wiese geräumt wurde. Zum Zeitpunkt der Räumung sei die Zahl der Menschen auf 400 angestiegen, die den Räumungsaufforderungen, wenn auch widerwillig, nachkamen, so die Polizei. Auch in der Heidelberger Altstadt hätten sich Hunderte Menschen versammelt. Zu Ausschreitungen wie am Tag zuvor sei es jedoch nicht gekommen.

Verband: "Fitnessstudios werden links liegen gelassen"

8:58 Uhr

Trotz erster Öffnungsschritte für den Sport liegt der Betrieb in den Fitnessstudios vielerorts noch still. Das bringt vor allem kleinere Studiobetreiber zunehmend in eine finanziell prekäre Situation. Alexandros Stampoulidis, erster Vorsitzender des Baden-Württembergischen Bodybuilding- und Fitnessverbands, sieht die Zukunft vieler Studios in Gefahr:

Spahn für internationalen Pandemievertrag

7:51 Uhr

Vor Beginn der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wirbt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für einen internationalen Pandemievertrag. Die Staaten müssten sich zur Zusammenarbeit und Umsetzung gemeinsam gesetzter Vorschriften verpflichten, sagte Spahn. Bei der neuntägigen Online-Tagung der WHO sollen die Weichen für einen Pandemievertrag gestellt werden. Ziel ist unter anderem ein besserer Informationsaustausch, damit bei Gefahren früher gewarnt und eine weltweite Virusausbreitung verhindert werden kann.

Landkreis Ravensburg lockert am Pfingstmontag

7:30 Uhr

Weil die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Werktage in Folge unter dem Wert von 100 lag, werden im Landkreis Ravensburg ab Pfingstmontag die Corona-Regeln gelockert. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Damit tritt die Bundes-Notbremse außer Kraft. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 22 und 5 Uhr für den Landkreis Ravensburg gilt somit nicht mehr. Auch die Testpflicht für Kindertageseinrichtungen fällt damit weg. Seit Dienstag hält sich die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ravensburg unter 100 - am Sonntag lag dieser Wert bei 82,3.

Deutschland: 2.682 Corona-Neuinfektionen gemeldet

5:53 Uhr

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2.682 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 5.412 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Morgen mit bundesweit 62,5 an (Vortag: 64,5; Vorwoche: 83,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 43 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 64 Tote gewesen. An Sonn- und Feiertagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil dann weniger getestet wird.

Karliczek fordert Impf-Fahrplan für Kinder

5:25 Uhr

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich für einen Impf-Plan für Kinder ab zwölf Jahren in allen Bundesländern ausgesprochen. Die Politikerin sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, der Schulbetrieb müsse bald wieder relativ normal beginnen können. Dafür wäre es hilfreich, wenn möglichst viele Schülerinnen und Schüler geimpft seien. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor Corona-Impfungen für Schüler bis Ende August in den Raum gestellt. Dazu müssten Biontech-Vakzine reserviert werden, so Spahn.

Montag, 24. Mai 2021

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