Coronavirus-Bild mit Live-Blog-Logo (Foto: Colourbox, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Ab heute Tests für Rückkehrer am Flughafen Stuttgart

STAND

Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.

Berliner Demonstranten verbreiten falsche Teilnehmerzahlen

8:50 Uhr

Bei der Demonstration am vergangenen Wochenende in Berlin gegen die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus hat die Polizei rund 20.000 Teilnehmer bestätigt. Unterstützer der Demonstration sprechen in den sozialen Medien nun aber von rund 1,3 Millionen Demonstranten. Augenzeugen und Luftbilder geben den Schätzungen der Polizei recht. Trotzdem verbreitet sich die Falschmeldung schnell über die sozialen Medien.

Studie bestätigt: Menschen können Hunde und Katzen anstecken

7:32 Uhr

Haustiere wie Hunde und Katzen können von infizierten Menschen mit dem Coronavirus angesteckt werden. Wissenschaftler hatten das bereits länger vermutet, jetzt hat eine Studie italienischer Forscher es offiziell bestätigt. Für die Studie wurden 540 Hunde und 277 Katzen in Norditalien untersucht. Die Tiere stammten aus Haushalten mit Corona-Patienten oder aus vom Virus besonders stark betroffenen Gebieten. Bei 3,4 Prozent der Hunde und 3,9 Prozent der Katzen konnten Antikörper gegen das Virus festgestellt werden. Das deutet auf eine zurückliegende Infektion hin.

Flughafen Stuttgart: Ab heute Tests für Rückkehrer

6:51 Uhr


Heute beginnen am Flughafen in Stuttgart die freiwilligen Corona-Tests. Alle Reisenden, die aus einem Corona-Risikogebiet zurückkommen, können sich testen lassen, andernfalls müssen sie für 14 Tage in Quarantäne gehen. Noch sind die Tests freiwillig, voraussichtlich werden sie jedoch im Laufe der Woche verpflichtend gemacht. Aber auch Personen aus Nicht-Risikogebieten können sich innerhalb von 72 Stunden nach der Wiedereinreise kostenlos testen lassen. Im Terminal 1 West gibt es am Stuttgarter Flughafen ein Testzentrum mit 20 Testplätzen. Dort rechnet man mit durchschnittlich 1.000 Tests pro Tag.

Montag, 3. August 2020

Das war der Sonntag in Baden-Württemberg

Wieder Konzert in voller Besetzung: Oper im Fußballstadion

21:06 Uhr

Das Südwestdeutsche Philharmonische Orchester hat erstmals seit den Corona-Beschränkungen wieder einen Auftritt in kompletter Besetzung gehabt. Gemeinsam betonten alle Teilnehmer bei einer Gala im Konstanzer Bodenseestadion: Kunst sei relevant für das gesellschaftliche Leben und müsse wieder auf die Bühne.

Weggeworfene Masken: Mediziner warnen vor Infektionsgefahr

20:58 Uhr

In vielen baden-württembergischen Städten und Gemeinden müssen Reinigungskräfte immer häufiger achtlos weggeworfene Einwegmasken entsorgen. Mediziner warnen vor einer Infektionsgefahr. Allerdings hängt es vom Einzelfall ab, ob tatsächlich noch Coronaviren an den Masken vorhanden sind.

Mehr häusliche Gewalt gegen Kinder seit Start der Corona-Pandemie?

20:53 Uhr

Kinderschutz-Organisationen befürchten, dass die häusliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche seit Beginn der Corona-Pandemie gestiegen ist. Noch liegen keine endgültigen Zahlen vor, aber es gibt erste Erfahrungsberichte - so zum Beispiel aus Ulm: Dort haben Mediziner und Psychologen im Frühjahr mehrere verletzte Säuglinge und Kleinkinder behandeln müssen.

Seeufer in Sipplingen gesperrt - Behörden zeigen sich zufrieden

20:26 Uhr

Aus Sicht der Gemeinde Sipplingen (Bodenseekreis) ist die Sperrung des Seeufers am Wochenende erfolgreich gewesen. Die örtlichen Behörden reagierten mit der Sperrung auf zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Abstandsregelungen in den vergangenen Wochen und kontrollierten das Ufergebiet. Die Nachbargemeinden dagegen kritisierten die Sperrung.

Grundschulkind in Künzelsau positiv auf Corona getestet

18:46 Uhr

An einer Schule in Künzelsau (Hohenlohekreis) wurde ein Grundschulkind positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte das Landratsamt Hohenlohekreis mit. Das Kind befinde sich nun in häuslicher Quarantäne.

Polizei: Kritik am Umgang mit Corona-Listen zurückgewiesen

15:41 Uhr

Die Polizeigewerkschaften haben Kritik am Umgang mit Corona-Gästelisten bei Ermittlungen zurückgewiesen. Wenn der Verdacht auf eine Straftat vorliege und andere Ermittlungsansätze nicht erkennbar seien, müsse es möglich sein, Gästelisten einzusehen, sagte Rainer Wendt, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft. Seiner Ansicht nach sehen die Gesetze das auch vor. Ähnlich sieht es der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek. Die Polizei entscheide aber nicht allein, sondern auf Anordnung der Staatsanwaltschaft oder eines Richters. Ausgelöst wurde die Diskussion durch Bekanntwerden von Fällen in Rheinland Pfalz, in denen Beamte Daten aus den Listen für Ermittlungszwecken genutzt hatten. Wegen der Corona-Krise müssen Gaststätten die Gästedaten abfragen, um mögliche Infektionswege nachverfolgen zu können. In Baden-Württemberg werden die Daten nach Angaben von Innenminister Thomas Strobl (CDU) nur zur Nachverfolgung von Corona-Infektionen genutzt.

Daimler-Betriebsratschef erwartet weitere Einschnitte

13:34 Uhr

Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht erwartet nach dem Corona-Sparpaket im Umfang von 450 Millionen Euro weitere Einschnitte bei dem Autokonzern. Stellen könnten vermehrt gekürzt werden. Allerdings könne in einem Konzern mit 300.000 Mitarbeitern vieles auch über Fluktuation geregelt werden: "Das Durchschnittsalter beträgt 46 Jahre, da bietet die Demografie einen sozialverträglichen Ansatz", so Brecht. Ende Juli wurden Eckpunkte zur Reduzierung der Personalkosten und zur Beschäftigungssicherung festgelegt. Brecht hatte bereits seinerzeit betont, ein Einsparvolumen von 450 Millionen Euro sei ein Einmaleffekt, der einen zeitlichen Puffer verschaffe. "Das trägt für ein Jahr zur Entspannung bei, kann aber nicht die ganzen ausstehenden Themen lösen."

Uni Tübingen: Schwarzarbeit nimmt zu

9:25 Uhr

In der Corona-Krise hat die Schwarzarbeit in Deutschland zugenommen. Der Anteil der Schwarzarbeit am Bruttoinlandsprodukt habe sich von neun auf elf Prozent erhöht, sagte der Ökonom Friedrich Schneider von der Johannes- Kepler-Universität in Linz der "Welt am Sonntag". Das entspreche einem Zuwachs von 32 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Gründe seien Kurzarbeit und teils deutliche Einkommenseinbußen. Anfang des Jahres noch ging der Experte in seiner Prognose, die er jährlich mit dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung der Universität Tübingen herausgibt, davon aus, dass der Anteil im elften Jahr in Folge sinkt.

Covid-19 schließt Körperspende aus

7:59 Uhr

Wer an einer Coronavirus-Infektion stirbt, kann seinen Leichnam nicht mehr als Körperspender zur Verfügung stellen. Bei meldepflichtigen Infektionskrankheiten lehnt das Institut für Klinische Anatomie der Universität Tübingen Körperspenden ab, teilte Direktor Bernhard Hirt mit. Auch bei extremer Dickleibigkeit oder einer Tumorerkrankung mit vielen Metastasen kommt eine Spende nicht infrage. Körperspenden sind generell an vielen Universitäten mit medizinischer Fakultät möglich - in Baden-Württemberg zum Beispiel in Freiburg und Ulm.

Karliczek spricht sich für Maskenpflicht in Schulgebäuden aus

7:38 Uhr

Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich für eine Maskenpflicht in Schulgebäuden ausgesprochen. Es sei zwar "nachvollziehbar, wenn Länder auf Abstandsregeln in den Schulen verzichten wollen, weil die räumlichen Bedingungen ansonsten nur eingeschränkt Präsenzunterricht zulassen würden", sagte Karliczek der "Welt am Sonntag". "Dennoch wird der Präsenzunterricht nur dann funktionieren können, wenn weitere Regelungen zur Hygiene, zum Tragen von Schutzmasken sowie zum Abstandhalten auf dem Schulhof und auf den Fluren strikt eingehalten werden", betonte die Ministerin. Baden-Württemberg, Berlin und Bayern haben eine solche Maskenpflicht bereits eingeführt.

Sonntag, 2. August

Das war der Samstag in Baden-Württemberg

WHO rechnet mit langer Dauer der Pandemie

22:02 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass die Corona-Pandemie noch lange dauern wird. Das hat das Notfallkomitee der Organisation in Genf mitgeteilt - sechs Monate, nachdem der globale Notstand ausgerufen wurde. Außerdem macht man sich bei der WHO Sorgen, dass der wachsende soziale und wirtschaftliche Druck, zur Normalität zurückzukehren, den Kampf gegen das Coronavirus schwächen könnte. Weltweit sind nach Angaben der WHO fast 700.000 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.

"Street Food Market" auf der neuen Messe in Freiburg

20:44 Uhr

Rund 35 Food-Truck-Betreiber bieten an diesem Wochenende den Besuchern auf dem Freiburger Messegelände kulinarische Köstlichkeiten unterschiedlichster Geschmacksrichtungen. Der "Street Food Market" ist die erste Messeveranstaltung nach Ausbruch der Corona-Pandemie.

Minister Lucha verurteilt Demo gegen Corona-Auflagen

17:40 Uhr

Der baden-württembergische Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) ist mit den demonstrierenden Gegnern staatlicher Corona-Auflagen in Berlin hart ins Gericht gegangen. "Ich halte das in der derzeitigen Phase für zynisch und verantwortungslos", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das Demonstrationsrecht sei ein hohes Gut unserer Verfassung. "Aber es ist schon schwer vermittelbar, dass wir Badeseen sperren und den Menschen hohe Auflagen in ihrem Alltag zumuten, während Tausende von Menschen ohne Abstand gegen Regeln demonstrieren, die sie und uns alle vor einer zweiten Infektionswelle schützen sollen."

Altmaier fordert härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln

16:02 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fordert härtere Strafen, wenn Leute gegen die Corona-Regeln verstoßen. Grund sei die wieder steigende Zahl der Neuinfektionen. Wer andere absichtlich gefährde, müsse damit rechnen, dass das für ihn gravierende Folgen habe, so Altmaier. Er betont, dass sich zwar die meisten Menschen immer noch vorbildlich verhalten würden, man müsse aber das achtlose Verhalten einiger weniger unterbinden. Dieses sei für den aktuellen Anstieg der Neuinfektionen verantwortlich.

Großdemo mit Stuttgarter "Querdenkern" abgebrochen

15:35 Uhr

In Berlin wurde die Demonstration gegen die Corona-Verordnungen vorzeitig beendet und Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung gestellt. Das teilte die Berliner Polizei via Twitter mit. Unter den Demonstranten waren auch Vertreter der Stuttgarter Initiative "Querdenken 711". Insgesamt nahmen etwa 17.000 Menschen an der Demonstration teil, es gab auch Gegendemonstrationen.

Viel Betrieb an den Badeseen - aber kein Chaos

15:03 Uhr

Das befürchtete Chaos an den Badeseen in Baden-Württemberg ist trotz der hochsommerlichen Temperaturen am Samstag zunächst ausgeblieben. An vielen Badestellen in Baden-Württemberg herrschte zwar Betrieb, allerdings hatten die Behörden in den vergangenen Tagen immer wieder vor einer Überfüllung gewarnt, Kontrollen verstärkt und einige Zugänge zu den Seen gesperrt. Nach Einschätzung mehrerer Polizeisprecher könnte die unsichere Wetterlage den einen oder anderen davon abgehalten haben, einen Badesee aufzusuchen.

Luxus-Fernbus aus Stuttgart muss Start verschieben

11:00 Uhr

Der Luxus-Fernbusanbieter Roadjet muss nach SWR-Informationen seinen Betriebsstart um eine Woche verschieben. Die Strecke Stuttgart - Berlin soll erst am 10. August eingeweiht werden. Als Grund nannte Roadjet gegenüber dem SWR Probleme bei der Zulassung der Fernbusse, die individuell von einem Karosseriebauunternehmen in Spanien gefertigt würden. Da es in Spanien wie auch in Deutschland erneut steigende Corona-Neuinfektionenen gegeben hatte, sei es zu Verzögerungen gekommen. "Wir haben bisher die relevante Dokumentation für die Zulassung in Deutschland noch nicht erhalten“, so Roadjet gegenüber dem SWR. Das Stuttgarter Unternehmen will mit Luxus-Bussen, die mit Massagesesseln, Entertainment-Programm und Waschräumen ausgestattet sind, den Fernbus-Markt aufmischen.

Tausende Stuttgarter "Querdenker" wollen in Berlin demonstrieren

10:50 Uhr

In Berlin werden am Samstag Tausende Kritiker gegen die Corona-Verordnungen demonstrieren, darunter auch Vertreter der Stuttgarter Initiative "Querdenken 711". Erwartet werden aber auch Verschwörungsideologen und Rechtsextremisten aus dem ganzen Bundesgebiet.

Lehrer-Gewerkschaft versteht Reisebeschränkungen

10:29 Uhr

Die Lehrergewerkschaft zeigt Verständnis für die Entscheidung der Landesregierung, Beamten bei Reisen in ein Corona-Risikogebiet unter Umständen auch mit einem Gehaltsentzug zu drohen. Zwar seien die Vorgaben unangemessen spät gekommen und die Lehrkräfte deswegen verunsichert und verärgert gewesen, sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Doro Moritz, am Samstag. "Aber dass jemand bewusst in einem Risikogebiet Urlaub macht, ist für mich nicht nachvollziehbar." Lehrer hätten aber die Möglichkeit, zu Hause zu arbeiten, so Moritz. Das Innenministerium hatte erst am Freitag, das heißt nach Beginn der Sommerferien, den Beamten Vorgaben gemacht und empfohlen, Risikogebiete zu meiden.

Verkehrsminister will Home-Office-Pauschale

8:20 Uhr

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) macht sich zur Vermeidung von Staus im Berufsverkehr für die Einführung einer Home-Office-Pauschale stark. "Bisher belohnen wir über die Pendlerpauschale diejenigen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren und möglichst lange Strecken zurücklegen", sagte Hermann der "Südwest Presse" (Samstag). "Ökologisch und verkehrlich sinnvoller wäre es aber, diejenigen steuerlich zu belohnen, die zu Hause arbeiten. Ich wäre daher für die Einführung einer Home-Office-Pauschale als Anreiz, den Autoverkehr gerade in den Spitzen zu reduzieren." Er könne sich daher eine entsprechende Bundesratsinitiative vorstellen, kündigte der Grünen-Politiker gegenüber der Zeitung an. Dass Arbeitnehmer während der Hochphase der Pandemie verstärkt zu Hause gearbeitet hätten, habe den Verkehr auf den Straßen deutlich reduziert. Viele Firmen hätten sich nun auf die Möglichkeit der digitalen Arbeitswelt eingestellt.

Sechs Prozent der Lehrer zählen sich zur Corona-Risikogruppe

8:14 Uhr

Rund sechs Prozent der Lehrer bleiben angesichts der Coronakrise mit einem Attest dem Klassenzimmer fern. Das ergab eine Umfrage des Kultusministeriums im Juli unter öffentlichen Schulen im Land, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Diese Lehrer zählen sich zum Beispiel wegen Vorerkrankungen zur Corona-Risikogruppe. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte vor drei Wochen gesagt, dass seit Einführung der Attestpflicht Ende Juni wieder mehr Lehrer am Präsenzunterricht teilnehmen würden. Vorher hätten sich 20 Prozent zur Risikogruppe gezählt und waren der Schule ferngeblieben. Sie haben allerdings nicht frei, sondern müssen im Fernunterricht lehren.

Samstag, 1. August 2020

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