Live-Blog zu Corona in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Dienstag, 12. Juli

STAND

Das war der Dienstag in Baden-Württemberg

Ulmer Virologe kann sich Überlastung von Intensivstationen vorstellen

20:03 Uhr

Im Ostalbkreis, im Stadtkreis Ulm und auch im Kreis Donau-Ries steigt die Sieben-Tage-Inzidenz. Was diese Infektionen bedeuten und was die Bevölkerung im Winter erwartet, erklärt der Ulmer Virologe Thomas Stamminger im Interview. Außerdem spricht er über neue Impfstoffe und sinnvolle Maßnahmen für den Herbst.

Ulm

Wichtig: Impfen und Maske tragen Ulmer Virologe Stamminger: Das erwartet uns im Corona-Winter

Im Ostalbkreis, im Stadtkreis Ulm und auch im Kreis Donau-Ries steigen die Corona-Inzidenzen. Was diese Infektionen bedeuten und was uns im Winter erwartet, erklärt der Ulmer Virologe Thomas Stamminger im Interview.  mehr...

SWR4 BW aus dem Studio Ulm SWR4 BW aus dem Studio Ulm

Kliniken müssen wegen krankem Personal viele OPs verschieben

19:22 Uhr

Wegen zahlreicher kranker Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen zahlreiche Kliniken in Baden-Württemberg wieder Eingriffe verschieben. "Entsprechend der steigenden Inzidenz in der Gesamtbevölkerung nehmen auch die Krankmeldungen der Krankenhausmitarbeiter zu", sagte der Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Matthias Einwag, dem "Südkurier". Genaue Zahlen zu den Personalausfällen gebe es aber nicht.  Derzeit werde in vielen Krankenhäusern von Tag zu Tag entschieden, welche Operationen mit dem vorhandenen Personal möglich seien. Dabei müsse jeweils eine Gesamteinschätzung zum vorhandenen OP-Personal, zum Intensivpersonal und zum Personal auf den Normalstationen, vorgenommen werden, so Einwag. Zudem sei die Zahl der betreibbaren Intensivbetten im Land im Vergleich zum Vorjahr gesunken - von rund 2.350 auf knapp 2.200. Ausschlaggebend dafür seien die Corona-Sommerwelle und vor allem der generelle Personalmangel.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 756,1

18:27 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist erneut gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes betrug der Wert heute (Stand: 16 Uhr) 756,1. Das entspricht einem Anstieg von 26,8 binnen 24 Stunden (Vorwoche: 623,9). Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter 20.726 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Patientinnen und Patienten mit einer Covid-19-Infektion, die auf den Intensivstationen im Land behandelt werden, liegt nun bei 146. Damit ist sie um 15 Menschen im Vergleich zum Montag gestiegen. Das Landesgesundheitsamt meldet neun weitere Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind.

WHO: Corona bleibt "Pandemie"

16:55 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält daran fest, dass Corona eine "Gesundheitsnotlage internationaler Tragweite" ist. Die Einstufung als Pandemie war Ende Januar 2020 erfolgt. Seitdem wurden weltweit mehr als eine halbe Milliarde Infektionen erfasst. Die WHO geht allerdings von einer großen Dunkelziffer aus. Derzeit steigen die Zahlen überall auf der Welt stark an. Der unabhängige Notfallausschuss der WHO hatte vergangene Woche die aktuelle Notlage untersucht und empfohlen, die Einstufung als Pandemie beizubehalten.

EU definiert die größten Bedrohungen der Gesundheit

16:35 Uhr

Die EU hat die größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit benannt. Dabei handele es sich um lebensbedrohliche oder anderweitig ernsthaft bedrohliche Gesundheitsgefahren, die sich grenzüberschreitend auf die Mitgliedstaaten ausbreiten können, teilte die EU-Kommission mit. Die neue Behörde Hera (Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen) benennt drei Kategorien: Dazu gehören Krankheitserreger mit hohem Pandemiepotenzial, aber auch chemische, biologische, radiologische und nukleare Bedrohungen - unabhängig davon, ob sie unabsichtlich oder absichtlich etwa aufgrund politischer Spannungen freigesetzt werden. Zudem sind Bedrohungen durch antimikrobielle Resistenzen gelistet. Mit Hilfe der Liste soll damit begonnen werden, die Entwicklung, Beschaffung, Produktion und Lagerung medizinischer Güter zu sichern.

CSU-Politiker dürfen Millionen aus Maskendeals behalten

15:03 Uhr

Die Politiker Alfred Sauter (CSU) und Georg Nüßlein (ehemals CSU) dürfen die Millionen-Provisionen für die Beschaffung von Schutzmasken zu Beginn der Corona-Pandemie behalten. Das hat der Bundesgerichtshof in einem heute veröffentlichten Beschluss entschieden. Damit verwarf der BGH in letzter Instanz die Beschwerden der Münchner Generalstaatsanwaltschaft. Beide Politiker hätten nicht als Mandatsträger in einer politischen Entscheidung im Sinne eines Geldgebers gestimmt und sich somit auch nicht bestechen lassen. Das Gericht befand vielmehr, beide hätten lediglich ihre Kontakte genutzt. Das sei nicht strafbar. Bei Sauter waren 1,24 Millionen Euro beschlagnahmt worden, bei Nüßlein 660.000 Euro.

Neu-Ulm/Günzburg

Gerichtsentscheidungen wegen Abgeordnetenbestechung Oberlandesgericht München sieht keine Bestechlichkeit bei Nüßlein und Sauter

Das Oberlandesgericht München sieht in der Maskenaffäre keinen Fall von Abgeordnetenbestechung bei den Politikern Nüßlein und Sauter (CSU) aus dem Kreis Günzburg. Die juristische Auseinandersetzung geht weiter.  mehr...

Unwissen über PCR-Anspruch drückt Infektionszahlen

12:56 Uhr

Der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) hat darauf hingewiesen, dass Menschen mit einem positiven Corona-Schnelltest Anspruch auf einen bestätigenden PCR-Test haben. In Teilen der Bevölkerung sei dies nicht bekannt, sodass die Corona-Statistik das wahre Ausmaß der Pandemie nicht abbilden könne, teilte der BDL-Vorsitzende Andreas Bobrowski mit. In der Statistik zählen nur positive PCR-Tests. "Das Infektionsgeschehen wird schon seit Langem nicht mehr angemessen erfasst", sagte Bobrowski. Denn häufig folge auf einen positiven Antigentest kein PCR-Test. Der BDL erwartet, dass wegen rückläufiger Nachfrage bei den sogenannten Bürgertests über den Sommer weitere gewerbliche Testzentren schließen werden. Nach Einschätzung des Verbands hat es bei den Bürgertests seit ihrer Beschränkung Ende vergangenen Monats Rückgänge von 20 bis 30 Prozent gegeben.

Über 350.000 Verdachtsfälle von Corona als Berufskrankheit

12:25 Uhr

Dem Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallkassen liegen derzeit knapp 358.000 Anträge vor, eine Corona-Infektion als Berufskrankheit anzuerkennen. Das berichtet die Zeitung "Welt". Als Berufskrankheit anerkannt werden könnten die Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung etwa im Gesundheitsdienst oder der Wohlfahrtspflege. Einen Arbeitsunfall darstellen könne die Infektion, wenn sich ein Arbeitnehmer in einem anderen Tätigkeitsbereich anstecke, schreibt das Blatt. Gut 20.000 der entsprechenden Anträge seien bereits positiv beschieden worden. Zuletzt hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gewarnt, angesichts hoher Fallzahlen könne "Long Covid" eine neue Volkskrankheit werden.

Weniger Bekleidung im Handel verfügbar

11:39 Uhr

Im vergangenen Jahr gab es statistisch gesehen für jeden der rund 83 Millionen Deutschen 45 neue Kleidungsstücke im Handel im Angebot. Dabei sind Sport- und Berufskleidung mitgerechnet, Schuhe aber nicht. Das teilte der Handelsverband Textil (BTE) mit. 2018 waren es laut dem Verband noch rund 50 Teile gewesen, insgesamt 4,4 Milliarden T-Shirts, Hemden, Hosen, Jacken, Unterhosen oder Socken. Innerhalb von drei Jahren ist laut BTE die Verfügbarkeit von Textilien im Inland um 15 Prozent gesunken. Der Verband vermutet, dass das mit Lieferproblemen aufgrund der Pandemie zusammenhängt.

Menschen seit Pandemie etwas unsportlicher

9:49 Uhr

Nur 16 Prozent der Deutschen machen seit Beginn der Pandemie mehr Sport als vorher, 21 Prozent machen weniger. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergeben. Zwei von fünf Befragten sind demnach sportlich genauso aktiv wie vorher, ein Fünftel treibt nach wie vor keinen Sport. Bei den Sportarten hat es eine leichte Verschiebung gegeben - hin zu Sportarten wie Wandern (25 Prozent), Schwimmen (22 Prozent) und Laufen (18 Prozent), weil diese allein im Freien gemacht werden können. Klassische Mannschaftssportarten dagegen haben in der Pandemie verloren. So gaben in der Umfrage nur acht Prozent an, in den vergangenen zwölf Monaten Fußball gespielt zu haben.

Brauchtumsfeste: einmal mit, einmal ohne Maske

9:25 Uhr

Die Stadt Friedrichshafen empfiehlt wieder das Tragen von Corona-Schutzmasken bei Veranstaltungen in Innenräumen - wie beim Seehasenfest (14.-18. Juli). Grund seien die steigenden Infektionszahlen, heißt es in einer Mitteilung. Der Appell bezieht sich vor allem auf die Seehasenrevue im Graf-Zeppelin-Haus. Im Gegensatz dazu hat die Stadt Ulm angekündigt, dass es beim Schwörwochenende und Schwörmontag (18. Juli) in diesem Jahr keine Corona-Einschränkungen geben soll. Die Einhaltung einer Maskenpflicht hätte man ohnehin nicht kontrollieren können, so die Stadt.

Ulm

Sehr hohe Temperaturen erwartet Nach drei Jahren endlich wieder Nabada: Alle Infos zum Schwörmontag in Ulm

In Ulm wird am 18. Juli der Schwörmontag nach zwei Jahren wieder so gefeiert wie zuletzt 2019. Am Vormittag mit der Schwörrede, am Nachmittag mit dem Nabada, dem Umzug auf der Donau.  mehr...

Hausärzte fordern Rückkehr zur telefonischen Krankschreibung

6:25 Uhr

Die Hausärztinnen und Hausärzte in Deutschland möchten, dass telefonische Krankschreibungen wieder möglich sind. Es gebe zur Zeit so viele Fälle von Erkältungs- und Corona-Erkrankungen, dass die Praxen überlaufen seien, sagte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, der Deutschen Presse-Agentur. Die Arbeitsunfähigkeit telefonisch zu bestätigen, wäre eine echte Entlastung für die Hausarztpraxen. Ende Mai war diese Corona-Sonderregelung ausgelaufen. Damit müssen Patientinnen und Patienten seit Anfang Juni für eine Krankschreibung wieder in die Praxen.

Exponate zur Corona-Krise im Haus der Geschichte

4:45 Uhr

Das Haus der Geschichte in Bonn hat seine Sammlung zur Corona-Krise inzwischen weitgehend abgeschlossen. Mehr als zwei Jahre nach Beginn der Pandemie seien rund 1.500 Objekte zusammengekommen, sagte ein Sprecher. Bei Bedarf könnten aber noch weitere Ausstellungsstücke hinzukommen. Mit der Sammlung wolle das Museum dieses "prägende zeitgeschichtliche Ereignis" als Teil des kulturellen Gedächtnisses bewahren. Unter den gesammelten Gegenständen sind Atemschutzmasken, Impfampullen, behördliche Formulare und Kinderzeichnungen. Es finden sich Verbotsschilder, etwa zu einer "Verweilverbotszone" in Düsseldorf, aber auch Protest-Plakate von Gegnerinnen und Gegnern der Corona-Maßnahmen. Ein Großteil der Objekte ist bereits in der Online-Datenbank des Haus der Geschichte abrufbar. Die Gegenstände werden im Depot gelagert und können später für Ausstellungen verwendet werden.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt bundesweit auf 702,4

4:15 Uhr

In Deutschland ist die Sieben-Tage-Inzidenz nach aktuellen Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 702,4 gestiegen. Am Vortag hatte sie mit 661,4 noch deutlich unter der Schwelle von 700 gelegen. Insgesamt wurden 154.729 Corona-Neuinfektionen registriert. Das sind 7.240 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche, als 147.489 verzeichnet wurden. Laut RKI sind weitere 165 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei bundesweit 142.035 Todesfällen.

Dienstag, 12. Juli 2022

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