Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Aktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, aprott)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus: Samstag, 6. November 2021

STAND

Das war der Samstag in Baden-Württemberg

Ungeimpft unterwegs - Was bedeutet das in der Warnstufe?

21:18 Uhr

Seit Mittwoch gilt in Baden-Württemberg die Warnstufe. Für Ungeimpfte ist an einen normalen Alltag damit nicht mehr wirklich zu denken, wie der Selbstversuch zeigt:

Intensivbettenbelegung mit Covid-Patienten leicht gesunken

17:23 Uhr

Die Zahl der in Baden-Württemberg auf Intensivstationen behandelten Corona-Patientinnen und Patienten ist etwas gesunken. Das Landesgesundheitsamt vermeldete (Stand: 16 Uhr) 315 aktuelle Fälle und damit sechs weniger als noch am Tag zuvor. Sollte die Zahl der Intensivpatientinnen und -patienten in Baden-Württemberg wiederholt über 390 steigen, drohen im Land weitere Einschränkungen insbesondere für viele ungeimpfte Menschen. Die Corona-Verordnung sieht in diesem Fall landesweit die 2G-Regel mit Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte etwa in Restaurants und Museen vor. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in einer Woche nahm erneut zu. Die Behörde verzeichnete eine Sieben-Tage-Inzidenz von 224,8 nach 211,2 am Vortag. Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in Kliniken gebracht wurden, stieg leicht von 4,2 auf 4,24.

Wintersport in Frankreich kann in Saison starten

16:27 Uhr

Frankreichs Wintersportgebiete können unter Corona-Auflagen in die anstehende Saison starten. Dabei soll in den Warteschlangen an Skiliften und bei anderen Ansammlungen eine Masken- und Abstandspflicht gelten, kündigte Premierminister Jean Castex an, wie der Sender France Info berichtete. Im Skilift selber könne die Maske dann abgenommen werden.

Heimleiterin: Impfpflicht für Pflegekräfte könnte zu Kündigungen führen

16:16 Uhr

Nach den Beschlüssen der Gesundheitsministerkonferenz zum Umgang mit den steigenden Corona-Infektionszahlen geht die Diskussion um den Schutz der vulnerablen Gruppen weiter. So forderte beispielsweise Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe, der Deutsche Ethikrat solle sich noch einmal mit einer Impfpflicht für Pflegekräfte befassen. Eine Pflegeheimleiterin aus Baden-Württemberg ist dagegen - sie warnt mit Blick auf den Personalmangel.

Baden-Württemberg

Suche nach Maßnahmen gegen steigende Infektionszahlen Diskussion um Corona-Impfpflicht in der Pflege: Heimleiterin warnt vor Kündigungen

Die Diskussion um eine Impfpflicht im Pflegebereich geht weiter. Eine Pflegeheimleiterin aus Baden-Württemberg ist dagegen - sie warnt vor einer Verschärfung des Personalmangels.  mehr...

Polizeigewerkschaften für Böllerverbote

15:26 Uhr

Die beiden Polizeigewerkschaften in Deutschland sind für ein erneutes Böllerververbot an Silvester - auch wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", es sei nicht angebracht, sich in großen Gruppen zu treffen und die Risiken zu vergrößern. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, sagte, niemand wolle den Menschen die Feierfreude nehmen. Seine Gewerkschaft befürworte deshalb kontrollierte Feuerwerke an zentralen Orten.

Verfassungsrechtler mit gemischter Bilanz zu Corona

14:25 Uhr

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie waren aus Sicht des Verfassungsrechtlers Udo di Fabio "überwiegend gerechtfertigt". Die Vorstellung, dass Grundrechte pauschal und undifferenziert außer Kraft gesetzt worden wären, treffe nicht zu, sagte der frühere Richter am Bundesverfassungsgericht der "Welt am Sonntag". Andere Themen seien durchaus diskutiert worden: "Wenn alte Menschen in Pflegeheimen um jeden Kontakt mit ihren Angehörigen gebracht wurden, dann musste die Frage erlaubt sein, ob hier im Namen des Gesundheitsschutzes nicht doch die Menschenwürde angetastet wird".

Bericht: Immer mehr Angriffe auf Ärzte durch Impfgegner

13:46 Uhr

Ärzte werden offenbar immer häufiger von Impfgegnern attackiert. Dies reiche von verleumderischen Bewertungen im Internet über Beschimpfungen per Telefon und E-Mail bis hin zu Morddrohungen, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet. Als Grund werde bisweilen genannt, dass die betroffenen Ärzte gegen das Coronavirus impfen. Attacken wie die gegenwärtigen seien vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt. "Das macht etwas mit einem." Auch der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, beklagte, dass gerade impfkritische Menschen Arztpraxen zunehmend als "Instrument der Politik" wahrnähmen. Das Bundeskriminalamt (BKA) schätzt "Impfgegner oder Corona-Leugner" demnach als "relevantes Risiko" im Zusammenhang mit Angriffen auf Impfzentren oder Arztpraxen ein.

Konzertveranstalter fordern weitere Corona-Hilfen

13:37 Uhr

Deutsche Konzertveranstalter fordern weitere finanzielle Hilfen. Anderthalb Jahre sei gar kein Geld verdient worden. "Jetzt ist auch noch der Neuanfang viel schwieriger als erwartet", sagt der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabbericht. Der Ticketverkauf verlaufe sehr schleppend. Viele Konzerte müssten deshalb abgesagt werden, obwohl sie wieder möglich wären. Michow fordert eine Verlängerung der Überbrückungshilfen für die Branche über das Jahresende hinaus bis Mitte 2022. Zudem solle ein Termin genannt werden, ab dem alle Corona-Beschränkungen wegfielen.

Obdachlose und deren Notunterkünfte in der Corona-Warnstufe nicht bedacht

13:01 Uhr

Aus der aktuellen Corona-Verordnung des Landes geht nicht klar hervor, wie die genauen Regelungen beispielsweise beim Erfrierungsschutz oder Notunterkünften für wohnungslose Menschen in der Warnstufe sind.

Heilbronn

Noch fehlt eine konkrete Verordnung des Sozialministeriums Baden-Württemberg Corona-Warnstufe: Hilfseinrichtungen für Obdachlose in Heilbronn-Franken fordern Leitfaden

Seit Mittwoch gilt die Corona-Warnstufe. Obdachlose und deren Notunterkünfte seien dabei nicht bedacht worden, bemängeln die Hilfseinrichtungen für wohnungslose Menschen.  mehr...

Marburger Bund will berufsbezogene Impfpflicht - auch für Lehrkräfte

12:59 Uhr

Der Marburger Bund hat eine Pflicht zur Impfung gegen Covid-19 für bestimmte Berufsgruppen gefordert. "Die Pflicht zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus soll für Personen gelten, die in medizinischen Einrichtungen, Alten- und Pflegeheimen sowie Schulen und Kindertagesstätten tätig sind", heißt es in einem Beschluss, den die Ärzte-Vereinigung auf einer Hauptversammlung fasste.

Geschäft mit dem Tourismus im Schwarzwald lief besser als erwartet

12:57 Uhr

Das Tourismus-Geschäft im Schwarzwald lief 2021 besser als in der vergangenen Corona-Saison und hat die verzweifelten Erwartungen mehr als übertroffen. Betreiber von Hotels sowie Urlaubs- und Freizeiteinrichtungen - und ihre Gäste - berichten dem SWR von ihren Erfahrungen.

Titisee-Neustadt

Betreiber ziehen Bilanz Tourismus im Schwarzwald während Corona: Wie läuft die aktuelle Saison?

Die Schwarzwälder Gastronomie und das Hotelgewerbe atmen auf. Das Geschäft im Herbst lief deutlich besser als im vergangenen Corona-Jahr und hat die Erwartungen übertroffen.  mehr...

Diskussion über eine Impfpflicht

12:07 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CDU) fordert, dass der Deutsche Ethikrat über eine Corona-Impfpflicht - zum Beispiel für Pflegekräfte - berät. Das hat er den Funke-Medien gesagt. Ethikrats-Mitglied und Humangenetiker Henn fordert mit Blick auf die hohen Corona-Zahlen eine solche Impfpflicht für Pflegepersonal. Zur "Rheinischen Post" hat er gesagt, eine Testpflicht reiche nicht. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will, dass Impfungen weiter freiwillig bleiben.

69,7 Prozent sind bundesweit mindestens einmal gegen Corona geimpft

11:56 Uhr

57,9 Millionen Menschen in Deutschland sind mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Dabei sind 55,8 Millionen (67,1 Prozent) vollständig geimpft. Demnach wurden am Freitag rund 228.000 Impfdosen verabreicht. 2,7 Millionen Menschen haben zusätzlich bereits eine Auffrischungsimpfung, einen sogenannten
Booster, erhalten. Das RKI geht allerdings davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen.

Karliczek begrüßt Erfolgsmeldungen bei Covid-Arzneien

11:50 Uhr

Die geschäftsführende Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die jüngsten Erfolgsmeldungen aus dem Bereich von Anti-Covid-Medikamenten begrüßt. Neben der Impfung seien sichere und wirksame Therapeutika entscheidend, um die Pandemie bewältigen zu können, "insbesondere vor dem Hintergrund der akut leider wieder stark steigenden Infektionszahlen", sagte die CDU-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa. Der Pharmakonzern Pfizer hatte am Freitag gemeldet, dass er im Kampf gegen die Corona-Pandemie über eine wirksame Pille verfüge, die sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatientinnen und Hochrisikopatienten verhindern soll. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen habe ergeben, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patientinnen und Patienten um 89 Prozent senke.

Virologe Schmidt-Chanasit fordert eine "Testoffensive"

11:46 Uhr

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat davor gewarnt, die Wirkung von 2G-Regeln, also der Zulassung nur von Geimpften und Genesenen zu Veranstaltungen, zu überschätzen. 2G gebe eine "Scheinsicherheit", sagte Schmidt-Chanasit im Deutschlandfunk. Auch Geimpfte könnten sich infizieren und das Virus übertragen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit geringer sei. Wenn man wirklich Sicherheit wolle, helfe nur 1G weiter - also alle zu testen, egal ob geimpft, ungeimpft oder genesen. Das sollte vor allem für problematische Bereiche gelten, wo vulnerable Menschen gefährdet seien. Man sollte das wichtige Instrument des Testens nicht aus der Hand geben, mahnte der Virologe. Er warb zugleich für eine "Testoffensive" und kritisierte, dass die kostenlosen Bürgertests Mitte Oktober abgeschafft wurden.

Amtsärzte für Ausweitung von Schnelltests bei Geimpften

9:08 Uhr

Deutschlands Amtsärzte fordern angesichts neuer Höchstwerte bei den Corona-Neuinfektionen eine deutliche Ausweitung der Covid-Schnelltests bei Geimpften. "Je höher die Inzidenzen jetzt werden, desto notwendiger ist es, dass grundsätzlich neben den Ungeimpften auch Geimpfte getestet werden", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, der Funke Mediengruppe. Die Verbandschefin betonte, die "bisherige faktische Gleichstellung von Geimpften, Genesenen und Getesteten in Form der 3G-Regel ist zu überdenken". Impfen und Testen seien völlig unterschiedliche Dinge, "wer geimpft ist, kann das Virus trotzdem in sich tragen und es weiter geben, auch wenn er selbst nicht erkrankt." Das müsse in der Öffentlichkeit viel stärker herausgestellt werden.

Debatte über ungeimpftes Pflegepersonal

9:02 Uhr

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, verlangt im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen, in Pflegeheimen nur noch geimpftes oder genesenes Personal einzusetzen. "Wir erwarten von den Ländern, dass für die Beschäftigten in Pflegeheimen 2G eingeführt wird", sagte Dedy dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Solange sich die Länder dazu nicht durchringen könnten, müsse es zumindest eine tägliche Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte geben. Der Humangenetiker Wolfram Henn vom Deutschen Ethikrat forderte eine Impfpflicht für Pflegepersonal. "Es ist völlig inakzeptabel und unprofessionell, wenn Personen, die tagtäglich mit vulnerablen Gruppen arbeiten, nicht geimpft sind. Wer einen Beruf in diesem hochsensiblen Bereich übernimmt, entscheidet sich bewusst auch dafür, besondere Verantwortung zu übernehmen", sagte er der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Auch eine Testpflicht ersetze die Impfpflicht nicht. "Denn Tests schützen nicht vor Infektionen, nur die Impfung schützt davor."

Bouffier fordert Bund-Länder-Treffen

8:43 Uhr

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kritisiert die von den Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP geplante Beendigung der epidemischen Notlage und fordert eine Ministerpräsidentenkonferenz mit dem mutmaßlich nächsten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). "Die neue Koalition hat ja verkündet, dass sie die epidemische Notlage nicht verlängern will", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Daher brauche man eine Ministerpräsdentenkonferenz, bei der man sich abstimmen und Möglichkeiten erörtern solle über notwendige Maßnahmen auch nach dem 24. November.

Inzidenz in Deutschland bei 183,7

4:05 Uhr

Dem Robert Koch-Institut wurden am Freitag von den Gesundheitsministerien in Deutschland 34.002 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 183,7 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, das heißt im Wochenschnitt stecken sich von 100.000 Menschen 183,7 an. Am Vortag lag der Wert bei 169,9, am Mittwoch bei 154,5. 142 Menschen verstarben in Deutschland innerhalb eines Tages an oder mit einer Corona-Infektion.

Samstag, 6. November 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

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