Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Aktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, aprott)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 3. Mai 2021

STAND

Das war der Montag in Baden-Württemberg

Impfzentrum Ulm muss Termine absagen

21:26 Uhr

Das Impfzentrum Ulm muss in den nächsten Wochen zahlreiche, bereits vereinbarte Impftermine absagen. Grund sind weniger Impfstofflieferungen ab Mai als zunächst zugesagt. Schon im Lauf der kommenden Woche werde der Impfstoff ausgehen, heißt es in einer Mitteilung des Impfzentrums vom Montagabend. Das Sozialministerium habe angekündigt, ab Mai die Belieferung der Impfzentren mit Impfdosen drastisch zu reduzieren. Dafür sollen Hausarztpraxen und Betriebsärzte mehr Lieferungen erhalten.

Homeschooling: Wenn Hacker den Fernunterricht stören

20:58 Uhr

Schon mehrfach ist in Baden-Württemberg Fernunterricht per Video-Konferenz gehackt worden. Plötzlich war eine Person im virtuellen Klassenzimmer, die da nicht hingehörte. Im besten Fall nur, um den Unterricht nur stören ...

Grundschulkinder fast ohne Kontakt zu Lehrkräften

20:46 Uhr

Während ältere Schülerinnen und Schüler oft wirklichen Fernunterricht über Videoplattformen erhalten, bekommen jüngere Kinder oft nur paketeweise Arbeitsblätter zugeschickt. Eine wahre Herausforderung.

Novavax beginnt klinische Studie mit Kindern

20:41 Uhr

Der US-Pharmakonzern Novavax hat klinische Studien seines Impfstoffkandidaten mit Kindern begonnen. 3.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren sollen sich beteiligen. Es gehe bei den Tests um die Wirksamkeit und die Sicherheit des Impfstoffs, teilte das Unternehmen mit. Die Teilnehmenden erhalten entweder den Impfstoffkandidaten oder ein Placebo und werden danach über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren untersucht. Das Vakzin von Novavax ist bislang noch in keinem Land der Welt zugelassen, auch nicht für Erwachsene. Das Unternehmen plant eigenen Angaben zufolge jedoch, im zweiten Quartal 2021 eine Notfallzulassung in Großbritannien zu beantragen.

Übrige Impfdosen weggeworfen? Was ist dran an den Behauptungen?

20:26 Uhr

Immer wieder liest oder hört man, in Impfzentren würde Corona-Impfstoff übrig bleiben - oder sogar weggeworfen. Was ist dran an den Behauptungen? Im Impfzentrum im Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart wird jedenfalls alles verimpft. Die Mitarbeitenden dort sind angewiesen, das Mögliche herauszuholen. Bei guten Nadeln seien das bis zu sieben Dosen, so der medizinische Geschäftsführer.

Extra-Stress für Abiturienten durch Corona-Auflagen

20:22 Uhr

Das Abitur bedeutet für die allermeisten Prüflinge und Schulen schon Stress genug. Dieses Jahr kommen durch die Corona-Pandemie noch ein paar Herausforderungen dazu.

Viele Corona-Schutzgeimpfte sind einfach dankbar

20:04 Uhr

Wie geht's eigentlich denen, die schon geimpft sind? Und zwar nicht aus medizinischer Sicht, sondern emotional? Dieser Frage sind wir im Impfzentrum des Klinikums Stuttgart nachgegangen.

Schausteller fordern unabhängige Regelungen für Volksfeste

19:51 Uhr

Die Corona-bedingte Absage des Oktoberfests darf nach Ansicht des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) nicht automatisch das Aus aller deutschen Volksfeste bedeuten. Die "Wiesn" sei weltweit das Aushängeschild und Flaggschiff der deutschen Volksfeste, kein anderes Fest sei in den Medien so präsent, so der DSB. Das Oktoberfest sei nicht repräsentativ für die rund 9.750 anderen deutschen Volksfeste. "Die Absage des Oktoberfests darf kein Indikator dafür sein, um andere Volksfeste in Deutschland voreilig abzusagen", sagte DSB-Präsident Albert Ritter. Die Veranstalter sollten für unvermeidliche Absagen den letztmöglichen Zeitpunkt nutzen. "Wir sind jederzeit startklar, können in der Regel binnen weniger Tage auf dem Festplatz erscheinen und das Fest aufbauen", sagte Ritter.

Urlaub trotz Corona-Pandemie: Sind Reisen möglich?

19:31 Uhr

Die Pfingstferien in Baden-Württemberg stehen an. Doch ist ein Urlaub aktuell überhaupt möglich? Und wenn ja, wo und wie? Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Mehr als 260 Verfassungsklagen gegen Bundes-Notbremse

18:36 Uhr

264 Verfahren wegen der sogenannten Corona-Notbremse des Bundes sind bislang beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingegangen. Das teilte ein Sprecher mit. Wann mit Entscheidungen zu rechnen ist, blieb unklar. Unter den Klägern sind demnach Anwälte und die Gesellschaft für Freiheitsrechte, aber auch Politiker verschiedener Parteien wie Freie Wähler und FDP. Manche richten sich gegen einzelne Punkte, andere gegen das gesamte Maßnahmenpaket, das Bundesrat und Bundestag beschlossen hatten. Offen ist allerdings auch noch, ob das oberste deutsche Gericht überhaupt der richtige Adressat ist, oder zunächst einmal Verwaltungsgerichte zuständig wären. Umstritten sind vor allem Ausgangsbeschränkungen von 22 bis 5 Uhr in Regionen, in denen innerhalb einer Woche 100 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner nachgewiesen werden.

Modellprojekt Betriebsärzte: JVA-Angestellte bald erstgeimpft

18:31 Uhr

Die Erstimpfungen der Beschäftigten im baden-württembergischen Justizvollzug sollen in den kommenden Tagen nahezu abgeschlossen sein. Die Betriebsärzte haben dazu Impfstoff für rund 1.500 Menschen erhalten, wie Gesundheits- und Justizministerium am Montag mitteilten. Nun soll den Mitarbeitern ein Impfangebot gemacht werden. Die Kooperation ist Teil der Modellprojekte, die Erfahrungen zum Impfen durch Betriebsärzte liefern sollen. Im Justizvollzug in Baden-Württemberg sind rund 3.000 Menschen beschäftigt. Viele gehörten etwa einer Risikogruppe an und seien bereits vor Beginn des Modellprojekts geimpft worden, sagte ein Sprecher des Justizministerium. Nun seien die restlichen Mitarbeiter an der Reihe. Aufgrund der räumlichen Bedingungen sind sie oft höheren Ansteckungsrisiken ausgesetzt. Die Impfbereitschaft sei sehr hoch.

Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt leicht

18:06 Uhr

Das Landesgesundheitsamt meldet heute (Stand: 16 Uhr) 805 Corona-Neuinfektionen für Baden-Württemberg (bestätigte Fälle insgesamt: 451.451). Am Montag vor einer Woche wurden 1.800 Neuinfektionen registriert, gestern 1.402. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gesunken und liegt bei 173,1 (gestern: 184,6, vor einer Woche: 197,4). Es gab 20 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 (insgesamt: 9.410). 627 an Covid-19 erkrankte Personen werden zurzeit auf Intensivstationen behandelt, 382 davon invasiv beatmet. Der landesweite R-Wert ist leicht auf 0,96 gesunken (gestern: 0,98).

Mehr Impfberechtigte: Großer Andrang bei Terminbuchung

17:44 Uhr

Seit heute können Menschen mit Vorerkrankungen aus der dritten Prioritätsgruppe in Baden-Württemberg einen Termin für eine Corona-Impfung buchen. "Der Andrang war erwartbar groß", teilte ein Sprecher des Sozialministeriums in Stuttgart mit. Bis zum Mittag seien über den Impfterminservice online oder über die Telefonnummer 116 117 rund 32.000 Termine gebucht worden. Nach wie vor übersteige jedoch die Nachfrage nach Impfstoff das Angebot. "Wer keinen Termin bekommen hat, sollte es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen", empfahl der Sprecher. Über den Tag hinweg würden immer wieder neue Termine von den Impfzentren eingestellt. Zu den neuerdings Impfberechtigten gehören Menschen mit behandlungsfreien Krebserkrankungen, HIV, Rheumaerkrankungen und Autoimmunerkrankungen, Herzerkrankungen, Asthma sowie Adipositas. Ebenfalls impfberechtigt sind auch jeweils bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen, die wegen einer dieser Erkrankungen oder des Alters von über 60 Jahren pflegebedürftig sind.

EMA prüft Zulassung von Biontech-Impfstoff für Kinder

17:07 Uhr

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren. Die Prüfung habe begonnen, mit einer Entscheidung sei voraussichtlich im Juni zu rechnen, erklärte die Behörde. Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten die Zulassung für die Altersgruppe in der vergangenen Woche beantragt. Bisher ist der Impfstoff in der EU ab einem Alter von 16 Jahren zugelassen.

Schulen müssen Hochschulnetz verlassen - Kritik von Lehrern

17:05 Uhr

Mitten in der Pandemie mit überwiegendem Wechsel- und Fernunterricht hat die Landesregierung bekanntgegeben, dass die Schulen das Hochschulnetz des Landes (Belwü) verlassen müssen. Die Webauftritte von mehr als 2.000 Schulen werden eingestellt, wie es in einem Brief von Belwü an die Schulträger in Baden-Württemberg heißt. Diese müssten sich für ihre Webauftritte nach und nach neue Anbieter suchen. Für E-Mailkonten und digitale Lernplattformen falle die Anbietersuche weg, diese sollen auf eine zentrale Plattform verlagert werden. Die Verbände der Lehrkräfte in Baden-Württemberg üben scharfe Kritik. Der Zeitpunkt sei ungünstig und sorge bei den Schulen für Unsicherheit, sagte der Landesvize der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Baden-Württemberg, David Warneck. Der Landesvorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg, Ralf Scholl, teilte mit, es sei völlig unverständlich, dass zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Jahren eine bestehende Struktur abgerissen werde, ohne dass rechtzeitig ein funktionierender Ersatz bereitstehe.

Münchner Oktoberfest das zweite Jahr in Folge abgesagt

16:10 Uhr

Das Oktoberfest fällt angesichts der Corona-Pandemie auch 2021 aus. Das teilte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit. Die Empfehlung sei, auch andere große Feste nicht abzuhalten. Schon 2020 war das größte Volksfest der Welt der Pandemie zum Opfer gefallen.

BW-Industrie mit Rekordumsatz im März

15:55 Uhr

In der Corona-Pandemie geht der Aufwärtstrend bei den Industriebetrieben im Land weiter. Fast 36 Milliarden Euro setzten die baden-württembergischen Industrieunternehmen im März um - so viel wie noch nie. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war das ein Plus von rund 22 Prozent. 

Leichtere EU-Einreise für Geimpfte aus Drittstaaten

15:51 Uhr

Die EU-Kommission will die Einreise in die Europäische Union wieder erleichtern. So sollen künftig auch wieder touristische Aufenthalte von Personen aus Drittstaaten möglich sein, schlägt die Brüsseler Behörde vor. Voraussetzung für die Einreise sei dann, dass eine Person aus einem Land komme, in dem eine "gute epidemiologische Situation" herrsche, heißt es in einem Vorschlag an die Mitgliedstaaten. Zudem müsse die Person einen vollständigen Impfschutz mit einem Vakzin vorweisen, das in der EU zugelassen sei. Eine Erweiterung auf die Notfallliste der Weltgesundheitsorganisation WHO sei möglich, heißt es in dem Vorschlag weiter. Dieser Hinweis bezieht sich auf den russischen Impfstoff Sputnik V, der in der EU noch nicht zugelassen, aber bei der WHO gelistet ist. Kinder, die noch nicht geimpft werden können, sollen mit ihren geimpften Eltern einreisen dürfen, wenn sie einen negativen PCR-Test vorweisen können.

Mehr Schwangere auf Intensivstation - Ärzte für Impfung

15:48 Uhr

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versorgen Intensivmediziner zunehmend an Covid-19 erkrankte Schwangere. Allein in den vergangenen zwei Wochen habe es fünf solcher Fälle gegeben, sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge. Er sprach sich dafür aus, "unbedingt auch Schwangere" zu impfen, was bisher nicht von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird, und schloss sich damit der Meinung mehrerer seiner Kollegen an. Die aktuelle Häufung hat laut Kluge auch damit zu tun, dass die Frauen aus anderen Häusern ins UKE verlegt werden. Allerdings habe es am UKE im gesamten Jahr 2020 nur einen solchen Fall gegeben, in den ersten Monaten 2021 schon sieben. Das liege auch an der Variante B.1.1.7, die deutlich ansteckender ist und im Verdacht steht, schwerere Krankheitsverläufe zu verursachen.

Friseure dürfen Schnelltests an Kunden selbst durchführen

15:38 Uhr

In Baden-Württemberg können laut Corona-Verordnung jetzt auch Friseurinnen und Friseure Corona-Schnelltests durchführen und Nachweise ausstellen. Voraussetzung ist, dass sie entsprechend geschult wurden. Das gilt auch für Beschäftigte in Schulen, Kitas und Firmen.

Impfungen in kleineren Firmen in den Praxen der Betriebsärzte

15:29 Uhr

Mitarbeitende kleinerer Firmen werden nach Einschätzung des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) künftig wohl in den Praxen der Betriebsärztinnen und Betriebsärzte zum Impfen gehen können. Dass der Arzt oder die Ärztin von Betrieb zu Betrieb zieht, sei anders als bei einer Grippeimpfung wohl nicht möglich, sagte VDBW-Vizepräsidentin Anette Wahl-Wachendorf der Deutschen Presse-Agentur. Man gehe davon aus, dass den Ärztinnen und Ärzten vorrangig der Stoff von Biontech zur Verfügung stehen werde, weil davon aktuell sehr viel produziert werde. "Der Impfstoff ist labil, da kann man nicht mit der Kühltasche über Land ziehen", so Wahl-Wachendorf. Viele Großunternehmen haben sich in Anlehnung an die Impfzentren schon lange mit großen Impfstraßen auf einen Start vorbereitet. Spätestens ab der Woche vom 7. Juni soll es dann so weit sein: Laut Bundesgesundheitsministerium sind mindestens 500.000 Impfdosen pro Woche vorgesehen.

Land unterstützt Online-Projekte von Museen

15:10 Uhr

Mit dem neuen "Kompass Digitale Kultur" gibt das baden-württembergische Wissenschaftsministerium auch kleineren Museen Informationen für digitale Projekte an die Hand. Staatssekretärin Petra Olschowski sagte, mit dem neuen Angebot im Internet sollen "besonders die kleineren Museen im ländlichen Raum bei der digitalen Öffnung ihrer Häuser" unterstützt werden. Entwickelt hat den frei verfügbaren Online-Leitfaden die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG). Er ist Teil des rund vier Millionen Euro umfassenden Förderprogramms "Digitale Wege ins Museum", heißt es in der Mitteilung. Mit dem "Kompass Digitale Kultur" erhielten die 1.200 kleinen und mittelgroßen Museen im Land "erstmals einen zuverlässigen und unkomplizierten Wegweiser für die nachhaltige Entwicklung digitaler Projekte", sagte MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen. Die Museen könnten die für sie passenden Methoden, Werkzeuge und Vorlagen abrufen und im Rahmen ihrer eigenen Strukturen und Möglichkeiten anwenden. Auf Grundlage des Kompasses werde die MFG künftig auch Workshops anbieten.

Lockerungen für Geimpfte und Genesene spätestens nächste Woche

15:00 Uhr

Das Corona-Kabinett der Bundesregierung hat den Entwurf für eine Verordnung für mehr Rechte von Geimpften und Genesenen auf den Weg gebracht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte an, die Beratungen mit Vertretern von Bundestag und Bundesrat würden umgehend aufgenommen. Ziel sei, dass die Verordnung Ende der Woche oder spätestens nächste Woche in Kraft treten könne.

Beim VfL Winterbach dürfen Kinder wieder trainieren

14:30 Uhr

Seit Dienstag letzter Woche bietet der Verein aus dem Remstal von den Bambinis bis zur D-Jugend wieder gemeinsames Gruppen-Training im Fußball an. Auch die Handballer und Turner können draußen trainieren - obwohl die Inzidenz im Rems-Murr-Kreis am Tag des Trainings bei 205 liegt. Seit dem 24. April dürfen Kinder unter 14 Jahren nämlich bei einer Inzidenz über 100 im Freien trainieren, und zwar in Gruppen bis maximal fünf Personen und kontaktlos - so steht es in der derzeitigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg. Sportlich durchstarten können dennoch nicht alle: Während die 13-Jährigen der C-Jugend also in Gruppen zu fünft trainieren dürfen, muss sich der ältere, 14-jährige Teil der C-Jugend noch mit Individualtraining zu zweit begnügen.

Gewinn- und Umsatzeinbruch bei Dekra

14:15 Uhr

Im Jahr 2020 ist der Umsatz des Prüfkonzerns Dekra im Jahresvergleich erstmals seit 16 Jahren nicht gestiegen, sondern gesunken - und zwar um 6,5 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis fiel sogar um weit mehr als die Hälfte auf nur noch 30,2 Millionen Euro. Zu schaffen machte Dekra vor allem ein coronabedingter Einbruch im Geschäft mit Zeitarbeitern. Dadurch sank auch die Mitarbeiterzahl um rund 650 auf knapp 44.000. Dekra stellt in mehr als 20 Ländern Zeitarbeiter an und vermittelt diese weiter. Die Zeitarbeitssparte ist vom Umsatz her das viertgrößte Geschäftsfeld bei Dekra. Im laufenden Jahr werden wieder bessere Geschäfte erwartet.

Hausärzte kämpfen mit enormem Misstrauen wegen Astrazeneca

13:40 Uhr

Hausärzte in Baden-Württemberg melden massive Probleme beim Impfen des Wirkstoffes Astrazeneca. "Wir diskutieren uns mit den Patienten dumm und dusselig", erklärt Nicola Buhlinger-Göpfarth vom Landesvorstand des Hausärzteverbandes. "Viele Praxen bekommen den Impfstoff wenn überhaupt nur mit maximalem Zeitaufwand an die Patienten." Das koste Zeit, die die Hausärzte nicht bezahlt bekämen, so die Pforzheimer Ärztin weiter. Als Reaktion will Buhlinger-Göpfarth nun an diesem Mittwoch vor einem Pforzheimer Supermarkt rund 250 Dosen Astrazeneca verimpfen, die in ihrer Sprechstunde keine Abnehmer fanden.

Trotz Corona: Rekordumsatz bei BW-Industrie

11:39 Uhr

Die Industrie in Baden-Württemberg hat mit 35,8 Milliarden Euro im März einen Rekordumsatz erzielt. Einen monatlichen Erlös in dieser Höhe habe es in der Vergangenheit noch nicht gegeben, teilte das Statistische Landesamt mit. Im Vergleich zum bereits von der Corona-Pandemie belasteten Vorjahresmonat entspricht dies einem Plus von 6,5 Milliarden Euro oder 22,1 Prozent. Im ersten Quartal erzielten die Unternehmen in Baden-Württemberg damit einen Umsatz von insgesamt 89,6 Milliarden Euro - 5,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Den Statistiker zufolge lag dies insbesondere am Auslandsgeschäft. Der Umsatz im Inland stieg nur leicht. 

EU-Kommission will Beschränkungen für Geimpfte aus Drittstaaten aufheben

11:31 Uhr

Wer vollständig gegen Corona geimpft ist und aus einem Land mit niedrigen Fallzahlen kommt, soll wieder leichter in die EU einreisen können. Das hat die EU-Kommission beschlossen. Damit sollen künftig Urlaubsreisen in Europa für Menschen aus Drittstaaten wieder möglich sein.

Erzbistum Freiburg spendet 250.000 Euro für Caritas in Indien

11:13 Uhr

Das Erzbistum Freiburg finanziert die Corona-Nothilfen von Caritas international in Indien mit 250.000 Euro. Die Pandemie-Lage mit Tausenden Toten und aktuell täglich 400.000 Neuinfektionen sei dramatisch, sagte der Freiburger Weihbischof Peter Birkhofer heute in Freiburg. Mit den Geldern sollen Gesundheits- und Quarantäne-Zentren in mehreren indischen Bundesstaaten aufgebaut und finanziert werden. Die Zentren sollen im Umfeld von Kliniken entstehen, so Caritas international. Es dürfe nicht dabei bleiben, dass Erkrankte ohne Behandlung vor den überlasteten Kliniken ausharren müssen. Caritas international kündigte an, die Nothilfen im Gesundheitsbereich in Indien weiter stark auszubauen. Wichtig seien weitere Spenden. "Wir müssen helfen, die Situation dort wieder unter Kontrolle zu bekommen, sonst erreichen uns bald aus vielen anderen Ländern ähnlich erschreckende Nachrichten und Bilder wie aus Indien", so Caritas international-Leiter Oliver Müller.

Tübingen will weiteren Modellversuch starten

10:06 Uhr

Tübingen will einen weiteren Corona-Modellversuch starten. Titel der Initiative ist "Bewegt Euch". Die Tübinger Pandemiebeauftragte Lisa Federle will Kindern und Jugendlichen damit ermöglichen, wieder mehr Sport machen zu dürfen als es die derzeit geltenden Einschränkungen zulassen. Darunter falle zum Beispiel Fußballtraining einer ganzen Mannschaft, sagte Unterstützer Alexander Wütz von der TSG Tübingen. Voraussetzungen für eine kontrollierte Öffnung des Sports wären aktuelle negative Corona-Schnelltests für das Trainerteam und die Trainierenden. Federle sagte dem SWR, sie sei bereits mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Kontakt, um den Modellversuch genehmigt zu bekommen. Er soll wissenschaftlich begleitet werden. Unter anderem Schauspieler Jan Josef Liefers und SWR-Moderator Michael Antwerpes unterstützen die Initiative.

Bundes-Notbremse in Heidelberg gelockert: "Click und Meet" ohne Test möglich

9:55 Uhr

Als erste Stadt in Baden-Württemberg konnte Heidelberg die geltende bundesweite Corona-Notbremse wieder lockern. Zunächst profitiert vor allem der Einzelhandel von den Lockerungen der "Bundes-Notbremse". Geschäfte dürfen wieder "Click and Meet" - also Shoppen mit Termin - ohne Testpflicht anbieten.

Nur online: Internationales Trickfilmfestival startet

9:39 Uhr

Heute Abend startet das Internationale Trickfilmfestival in Stuttgart. Auch in diesem Jahr wird die Veranstaltung wegen der Pandemie nur online übertragen. Die Veranstalter des Trickfilmfestivals zeigten sich im Vorfeld zufrieden mit dem Vorverkauf, die Verkäufe vom Vorjahr würden wahrscheinlich übertroffen. Der Branche habe das Virus nach Einschätzung des künstlerischen Festival-Geschäftsführers Ulrich Wegenast nicht geschadet. Ein Großteil der Animations- und Spielestudios seien gut ausgelastet. Bei dem Festival stehen mehr als 400 Filme auf dem Programm, darunter auch frei verfügbare Live-Streams. Außerdem werden zahlreiche Deutschlandpremieren gezeigt. Die Filme sind mit entsprechendem Festivalpass bereits jetzt in der Mediathek einsehbar.

Schnelltest-Ergebnisse jetzt auch auf Corona-Warn-App

9:28 Uhr

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes kann jetzt auch die Ergebnisse von Schnelltests anzeigen. Das Update auf Version 2.1 stand am Montagmorgen bereits im App-Store von Apple für das iPhone bereit. Die Version für Android-Smartphones soll im Google Play Store spätestens am Dienstag zur Verfügung stehen. Mit dem Update können die Anwender nach dem Schnelltest einen QR-Code scannen und erhalten dann kurze Zeit später in der App das Testresultat.

Modellprojekt für Corona-Impfungen in Mannheim

8:55 Uhr

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Mannheimer Stadtteils Hochstätt können sich ab heute gegen Corona impfen lassen - im Rahmen eines Modellprojekts der Stadt. Laut Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) sei das Infektionsgeschehen in Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen überdurchschnittlich - das gelte auch für Hochstätt. Eine Erklärung seien die Wohnverhältnisse und viele Menschen, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. Gleichzeitig sei die Impfquote unterdurchschnittlich. Hochstätt sei ein überschaubares Gebiet mit knapp 3.200 Einwohnern. Das Modell soll später auf andere Stadteile mit hohen Inzidenzen übertragen werden. Die Impfungen werden eine Woche lang im Quartiersbüro angeboten. Auch das Land begrüßt und unterstützt das Modellprojekt.

"Drive in"-Teststation geht in Erbach in Betrieb

8:24 Uhr

Auf dem Parkplatz am Badesee in Erbach (Alb-Donau-Kreis) geht am Montag eine "Drive in"-Corona-Teststation in Betrieb. Damit wird das Test-Angebot im Café "KaffCafe" in Erbach ergänzt. Laut Bürgermeister Achim Gaus (parteilos) hilft das Testen, die Infektionsketten frühzeitig zu erkennen. Mit den Testangeboten wolle die Stadt Erbach für mehr Sicherheit sorgen und die Inzidenzen senken.

"Bundes-Notbremse" zeigt laut Intensivmediziner Wirkung

8:16 Uhr

Die deutschen Intensivmediziner haben angesichts sinkender Infektionszahlen eine erste positive Bilanz der bundesweiten Corona-"Notbremse" gezogen. "Wir sind zuversichtlich, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen sinken wird - und das hängt dann unmittelbar mit den Maßnahmen der 'Bundes-Notbremse', wie aber auch dem deutlichen Fortschritt beim Impfen zusammen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der "Rheinischen Post". Das rückläufige Infektionsgeschehen werde auf den Intensivstationen in einer Woche sichtbar, "davon sind wir überzeugt", sagte Marx weiter.

Bundesweite Lockerungen für vollständig Geimpfte geplant

8:12 Uhr

Menschen, die vollständig gegen Corona geimpft oder genesen sind, können bald bundesweit mit Lockerungen rechnen. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte am Abend in der ARD, er halte es für realistisch, dass die geplante Verordnung am Mittwoch ins Bundeskabinett - und bis Ende der Woche durch Bundestag und Bundesrat komme. Heute beschäftigt sich das Corona-Kabinett mit dem Thema. Das Justizministerium hatte vergangene Woche einen Entwurf für die Verordnung vorgelegt. Dieser sieht unter anderem vor, dass für Geimpfte und Genesene keine Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen mehr gelten sollen. Außerdem sollen Genesene und Geimpfte mit negativ getesteten Personen gleichgestellt werden.

Weitere Schul- und Kitaschließungen

6:45 Uhr

Auch im Landkreis Ravensburg und im Bodenseekreis sind ab Montag Schulen und Kindergärten wieder geschlossen. Grund sind nach Angaben der Landratsämter die hohen Corona-Fallzahlen.

Lehre für Studierende vor Prüfungen wieder in Präsenz möglich

6:38 Uhr

An den Hochschulen in Baden-Württemberg können von heute an wieder mehr Studierende in Präsenz lernen. Die Landesregierung hatte in der Nacht zu Sonntag Ausnahmen in die Corona-Verordnung des Landes aufgenommen. Sie gelten demnach für Studierende, die unmittelbar vor dem Abschluss oder vor abschlussrelevanten Teilprüfungen stehen. Die geänderte Verordnung tritt am Montag in Kraft. Bislang gab es lediglich Ausnahmen für Studierende im ersten Semester und für Lehrinhalte, die sich nicht ins Digitale übertragen lassen, wie etwa Laboruntersuchungen.

Tourismusbeauftragter hält Inlandsreisen ab Juni möglich

6:14 Uhr

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), setzt auf Inlandsreisen ab Juni. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass Urlaubsreisen bei uns ab Juni in immer mehr Regionen möglich werden. Wichtig ist, dass der Bundes-Lockdown nicht über den 30.6. hinaus verlängert wird", sagt er der "Bild". Hotels und Restaurants hätten gute Sicherheitskonzepte aufgestellt, so der baden-württembergische Bundestagsabgeordnete. Außerdem werden "bis Ende Juni so viele Impfdosen ausgeliefert sein, dass es theoretisch jedem Bundesbürger für die Erstimpfung reicht". Skeptisch äußerte sich Bareiß in dem Bericht zu Reisen über Pfingsten: "Das wird in vielen Urlaubsregionen leider wieder ins Wasser fallen."

Inzidenz-Wert steigt deutschlandweit leicht an

6:09 Uhr

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.160 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 84 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 146,9. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 146,5 angegeben.

Städtetagschef: Rückzug von Handelsketten birgt Chancen

6:02 Uhr

Baden-Württembergs Städtetagspräsident Peter Kurz verlangt Programme zur Sicherung lebendiger Innenstädte, sieht aber in dem coronabedingten Rückzug von Handelsketten auch Chancen. "Corona beschleunigt die Diskussion um Probleme, die schon vorher in der Luft lagen, wie die Monostrukturen in den Kernen mit den immer gleichen Filialgeschäften und Burgerbratern", sagte der Mannheimer Oberbürgermeister (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Eine vielfältigere Nutzung sei das Gebot der Stunde. Zudem sprach er sich für Programme aus, mit denen die Kommunen im Kampf gegen Leerstände unterstützt werden.

Ansammlung von 150 Menschen aufgelöst

5:48 Uhr

Nach Verstößen gegen die Corona-Regeln ist gestern eine Ansammlung in Ladenburg (Rhein-Neckar-Kreis) mit rund 150 Menschen aufgelöst worden. Laut Polizei wurden die Mindestabstände auf der Neckarwiese teils nicht eingehalten und Musik gemacht. Zuvor sei bundesweit in sozialen Medien zu einem gemeinsamen Frühstück aufgerufen worden. Die Ansammlung wurde aufgelöst, die Menschen zum Gehen aufgefordert. 27 Personen waren zunächst uneinsichtig und bekamen Platzverweise erteilt. Zehn Verstöße gegen die Corona-Verordnung und andere Vorschriften wurden zur Anzeige gebracht. Ein Teilnehmer muss sich verantworten, weil er die Einsatzkräfte beleidigt haben soll.

Mehr Menschen mit Vorerkrankungen nun impfberechtigt

4:34 Uhr

In Baden-Württemberg wird die Vergabe von Corona-Impfterminen von heute an deutlich geöffnet: So können sich nun alle Menschen mit Vorerkrankungen aus der dritten Prioritätsgruppe für einen Impftermin registrieren, wie das Sozialministerium in Stuttgart mitteilte. Dazu gehören etwa Menschen mit behandlungsfreien Krebserkrankungen, HIV, Rheumaerkrankungen und Autoimmunerkrankungen, Herzerkrankungen, Asthma sowie Adipositas. Ebenfalls impfberechtigt sind auch jeweils bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen, die wegen einer dieser Erkrankungen oder aufgrund des Alters von über 60 Jahren pflegebedürftig sind. Mit dem nun anstehenden Öffnungsschritt wären rund 1,5 Millionen weitere Menschen impfberechtigt.

Montag, 3. Mai 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

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